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wenn aus filmen leidenschaft wird

Tag: Tyrese Gibson

Transformers – The Last Knight (3D)

Ist es nicht unglaublich, was für eine epische Macht aus einem Plastikspielzeug hervorgehen kann? Im Jahre 2007, als sich Michael Bay daran machte, eine erwachsenentaugliche Version der Hasbro-Spielzeuge zu verfilmen, ahnte noch keiner, was das für weitreichende Konsequenzen für die Filmindustrie haben würde.

Heute, im Jahr 2017, feiern wir bereits den fünften und gleichzeitig ersten Teil eines aufkommenden Transformers-Universums, dass sich ganz speziell an eine bestimmte Kundschaft richtet: Den Popcorn-Cineasten.

Mal im Ernst: In Transformers, und Transformers – Die Rache waren wir alle noch leicht begnügt damit, als man uns die Charaktere vorstellte, die Figuren einführte und wenigstens ansatzweise ein klein wenig Story bot, auch wenn da von Anfang an eigentlich nichts nennenswertes da gewesen ist, dass man nachträglich noch als tiefsinnig hätte bezeichnen können.

Spätestens im dritten Teil war jedem zunehmend klar, dass es hier nicht um Story oder Rahmenhandlung geht, sondern man einfach nur irre geil auf Special Effects gezielt, die Waffe abgedrückt und einschlagende Ergebnisse produziert hat. Nicht nur in Sachen 3D wurden Maßstäbe gesetzt, auch in punkto Optik und Filmtechnik hat man mit Avatar gleichgezogen und die Messlatte hoch positioniert.

Und Bay hat niemals aufflammen lassen, hier erzählerische Höchstleistungen vollbringen zu wollen, sondern er präsentiert. Und zwar affenscharfe Karren, megageile Transformationen, superscharfe Babes und eine Menge Haudrauf-Action, die absolut keine Hirnleistung erwartet, sondern einfach nur die niedersten Instinkte des Actionkinoliebhabers erfüllen will. Und wird.

Nachdem jeder weiß, was es mit den Autobots und Decepticons auf sich hat, beschäftigt man sich auch nicht länger damit, hier noch irgendwelche Erklärungen abzuliefern, sondern kümmert sich um die Superlative. Was in anderen Filmen nur angedeutet wurde, wird jetzt zum Hauptaugenmerk gemacht und bereits im Trailer ansatzweise präsentiert: Man fährt volle Geschütze auf und geht voll auf Action. Und in 152 Minuten Spieldauer hat man dafür auch genügend Zeit.

Und es macht tierischen Spaß – zwischen all den in letzter Zeit gesehenen Independent-Filmen – einfach mal hirnlos dazuhocken, ein Eis zu schlemmen und sich an der brachialen Action zu erfreuen, die hier gnadenlos von der einen zur anderen Minute vorprescht und die Zeit wie im Fluge vergehen lässt.

Allein die Optik ist den Besuch eines Megakinos wert. Und Leute: Je größer der Saal, je lauter die Boxen, je wuchtiger der Gesamteindruck, umso wertvoller das Erlebnis im Kino. Lasst die Dörfer hinter euch und verzichtet auf das nächstbeste Kino, sondern wählt eines aus, dass euch auch die dazugehörige Technik bieten kann, um diesem Film seine epische Macht zu lassen und ihn nicht auf Stereo-Sound runterbrechen zu müssen, nur weil die Kinos dafür nicht ausgelegt sind. Hier zählt nicht nur auf der Leinwand die Superlative.

Apropos Superlative: Meiner Meinung nach ist man jetzt auf einem Pegel angelangt, auf dem es kaum weiter nach oben gehen kann. Wenn man damit das Universum eröffnet und auch in Zukunft weiterhin Filme dieser Art liefern möchte, wird das die absolute Highlight-Kirsche auf der Torte des Kinojahres.

.kinoticket-Empfehlung: Bay erfüllt hier keinerlei Erwartungen an Story, Handlung oder sonstige bahnbrechende Elemente, sondern erfüllt einzig und allein den Zweck, megamäßige Effekte aufzubauen und mit niederschmetterndem Donner auf den Zuschauer niederregnen zu lassen.

Wer hier rein geht, sollte wissen, worauf er sich einlässt und die Show einfach genießen. Ohne Erwartungen wird man auch nicht enttäuscht, sondern mit einer Show der Superlative belohnt, die die Zeit im Kino unvergessen werden lassen.

Nachspann
❌ Für einen Film dieser Länge der kürzeste Nachspann, den ich jemals gesehen habe. Im Ernst: bleibt mal hocken und lasst euch überraschen, wie schnell der vorbei ist …

Kinostart: 22. Juni 2017

Original Title: Transformers: The Last Knight
Length: 149 Min.
Rated: FSK 12

Fast & Furious 8

Zeit für Superlativen! Regisseur F. Gary Gray geht mit dem Fast & Furious-Franchise morgen in die legendäre 8. Runde und läutet damit ein neues Kinozeitalter ein.
Man lasse sich die Fakten auf der Zunge zergehen:
Teil 1 ist bereits 16 Jahre alt und zog damals mit erfrischend neuen Ideen um die Ecke, begeisterte Fans, Autoschrauber und eine komplett neue Community im Kino, woraufhin dann ein “üblicher zweiter Teil” gefolgt von einem abstürzenden dritten Teil folgte. Soweit, so gewöhnlich.
Mit der Neuauferstehung Dominic Torettos in Teil 4 kam die eingeschworene Fangemeinde zurück und was dann folgte, ist bislang einzigartig in der Filmgeschichte: Die Macher und Konstrukteure dieser Reihe haben es geschafft, ein Filmepos aus einem vergangenen Jahrzehnt kontinuierlich auf ein höheres Level zu heben und ihre Anhängerschaft bis hin ins aktuelle Jahrzehnt mehr und mehr zu begeistern.
Während man im fünften Teil böser wurde und sukzessive neue Charaktere einführte, die die Familie der Filme zunehmend bereicherten, landete man in Fast & Furious 7 dann an einem Punkt, an dem man langsam damit anfing, seine Glaubwürdigkeit für immer neue Größe zu opfern. Selbst Fans begannen, sich langsam vom Geschehen abzuwenden und sahen das Ende der Serie kommen.
Nun kehrt die Truppe auf die Leinwand zurück und leistet mit Fast & Furious 8 das Unmögliche: Man begibt sich mit der Glaubwürdigkeit wieder absolut down to earth und zieht dabei die Actionschrauben nochmal gewaltig an.
Leute? Morgen bricht ein neues Kinozeitalter an, das selbst außerhalb der Lichtspielhäuser Maßstäbe setzt und Dinge vollzogen hat, die bis dato ungeschehen waren.
Allein schon mit der Veröffentlichung des Trailers hat man globale Rekorde aufgestellt und der Vorläufer entpuppte sich zum heutigen Zeitpunkt als sechsterfolgreichster Film aller Zeiten! Ich glaube, dass diese Zahl mit dem aktuellen Film nochmal nach oben korrigiert werden kann. Also mal ein paar kleine Einsichten hinter die Kulissen.
 
Kuba
Das erste Mal überhaupt in der Geschichte von Hollywood durfte so eine Megablockbusterfraktion innerhalb Kubas drehen. Dank den entspannteren Verhältnissen zur Zeit von Obama wurden Verhandlungen zwischen den Regierungen geführt, die ermöglichten, dass ein sensationeller Part des Films sich innerhalb dieses wunderschönen Landes abspielt.
Die Produzenten berichten von einem mega herzlichen Aufgenommen werden und Willkommen sein auf der Insel und erlebten dort einfach Unfassbares. Selbst das Verladen von Set-Autos wurde von den Inselbewohnern beklatscht sowie das Auftreten von Toretto & Co. bejubelt. Überall erfuhren sie Hilfe und konnten damit einen fulminanten Start der Beziehungen zwischen den USA und Kuba aufbauen.
Problematisch beim Dreh war, dass sie alle Teile, Autos, Werkstattequipment und Co. selbst mitbringen mussten, da auf dieser Insel keinerlei Vorräte waren oder man nicht einfach so leicht an neue Teile oder zusätzliche Karren zum Verschrotten kam. Und das Ergebnis kann sich mal sowas von sehen lassen. Dieser Geist, den Kuba innehat, trifft quasi genau den Kern dessen, wofür die Fast & Furious-Reihe steht.
 
Über 17 Millionen Dollar
für eine Szene, an der weltweit Menschen ihren Teil dazu beigetragen haben, um die Schönheit, Eleganz, den Prunk und den Flair zu erhalten und zu erweitern: Ich sage jetzt bewusst nicht, um was es sich handelt und welche Szene gemeint ist, aber sobald man im Film sitzt, spürt man es – man merkt es – allein schon anhand des Raunens in der Menge.
Jungs, Mädels, wer auch immer – das, was euch da geboten wird, ist einfach einen verdammten Blick wert! Allein schon deshalb, weil sich die Macher so immens viel Mühe gemacht haben und das Ergebnis einfach ATEMBERAUBEND ist!!!
 
Die Familie
Dazu der Plot, dazu das Händchen, dass man beim Cast auch hier wieder bewiesen hat – wie Charaktere eingearbeitet werden, die verschiedenen Teilnehmern auf irgendwelchen Parties gegenüberstanden und ihre Sympathie für Autos bekundeten – ich denke, genau das macht diese Reihe aus: Dass die Menschen nicht nur etwas spielen, sondern es tatsächlich sind.
Sie SIND diese Familie, die sie auf der Leinwand konzipieren wollen. Sie haben die Brüderlichkeit untereinander, sie leben es und tun nicht nur so, als ob. Roman Pierce hat am Set eine Lounge eingerichtet, in der sich die Darsteller zwischendurch ausruhen konnten, Parties feiern, den Feierabend genießen und dergleichen – diese innige Liebe und Beziehung zwischen den einzelnen Darstellern ging auch weiter, wenn die Kameras längst wieder aus waren und es sozusagen keinen mehr interessierte.
An dieses Maß an Authentizität heranzureichen ist gestellt absolut nicht möglich – und durchbricht hier Mauern, die man vorher nicht ansatzweise wackeln sah. Und damit lässt der 8. Teil als Auftakt der finalen Trilogie ein Bauwerk in sich zusammenstürzen und präsentiert sich mit einem derartig mächtigen Knall, dass einem permanent nur die Gänsehaut steht – ob durch die rasante Action oder die emotionale Tiefe, die man hier zwischen all den Motoren, Autos und dem Öl und Benzin niemals außer Acht lässt.
Gerade der Fakt, dass jeder Einzelne bereits in den Vorgängerfilmen seinen Part zugesprochen bekommen hat und man jetzt mit dieser explosiven Mischung arbeiten kann, macht einem als Kinojünger das Leben echt schwer…
Aber ich möchte euch gar nicht länger hinhalten, sondern hoffe inständig, ihr habt während dem Lesen bereits Karten reserviert, denn …
 

.kinoticket-Empfehlung: Dieser Film wurde nicht fürs Kino gemacht, sondern die Kinos wurden gebaut, um Filme wie diesen zu würdigen!
Geht in diesem Film – geht einfach in diesen Film und scheißt drauf, ob euch der 7. Teil zu heavy oder unglaubwürdig war oder nicht, hiermit machen sie alles – einfach alles (!!!) wieder gut!
Leute, ich hab keine Ahnung, wie man das in noch zwei weiteren Filmen toppen will – ich weiß es echt nicht! Mich hat es übelst vom Hocker gehauen und ich werde ihn mir diese Woche nicht nur zum 3. Mal ansehen!
Mögen die Jeans gut genäht sein, damit sie während der Vorstellung vor Geilheit nicht reißen! 😉

 
Nachspann
hält diesmal keine Nachszenen mehr bereit, aber wir wissen ja, dass Teil 9 und 10 noch folgen werden.

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