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wenn aus filmen leidenschaft wird

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Misfit

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© 2019 Splendid Film GmbH

Inzwischen verschwindet dieser Titel ja schon wieder aus den Kinos – Zeit, um auch hierzu noch ein paar Worte zu verlieren. Deutschland versucht sich an amerikanischen Klischee-Balladen des Highschool-Kinos und scheitert damit in meinen Augen nur in Teilen.

Ja, dieser Film ist politisch-korrekt-gesprochen das komplette Gegenteil zu Rocca verändert die Welt und blümt mit so ziemlich jeder Klischeedummheit auf, die einem nur einfallen kann: Ein Grund, nicht nach dem Herkunftsland zu schauen: Kann nur Deutschland sein. Allerdings hat man sich hier den amerikanischen Vorbildern ziemlich angenähert und steht ihnen inzwischen nicht mehr wirklich in etwas nach. Der Einfluss von prime video?

Doch so dumm die Geschichte auch ist, so vorhersehbar und kindisch man hier im Drehbuch agiert hat: Eins kann der Film sensationell gut >> Die Musik! Natürlich spricht man hier auch ganz bestimmte Klientel an, aber genau das funktioniert in einer wunderbaren Weise…. und immer, wenn es soweit ist, dass man vor Facepalmen nicht mehr weiter weiß und einem der Schädel so brummt, dass man am liebsten laut losschreien möchte – immer dann setzt Musik ein, die alles wieder besänftigt und die irgendwie abartig gut passt und die emotionalen Wogen wieder glättet und dich irgendwo mitreißt.

Selbst im Nachspann, wenn man sich fragt, wozu man jetzt die anderthalb Stunden seines Lebens vergeudet hat, wird die Musik dazu wie Drogen wohldosiert eingesetzt, so dass man sich trotzdem nicht wirklich ärgert und überlegt, dass zwar nicht der Filmkauf in Frage kommen wird, man aber seine Playlists mit dem Soundtrack bestücken kann – denn der ist wahrlich ein Gewinn.

Ob das jetzt heißt, dass ihr euch das Teil im Kino besehen sollt – oder lieber nicht … entscheidet selbst. Ich für meinen Teil war froh, kein Geld dafür ausgegeben zu haben und die Jugend-Cliquen im Saal waren auch nicht zwingend begeisterter als ich.

.kinoticket-Empfehlung: Soundtrack top – Film flop!

Klischeebedienendes Rührseligen-Kompott mit amerikanisierter Dummheit und dämlichen Dialogen, die weder Eloquenz noch Würde aufweisen, sondern einfach nur banale Klischees bedienen: Wer hier nicht in Fremdscham versinkt, ist selbst schuld.

Der Soundtrack des Films ist aber zum Anbeten und tröstet den ganzen Film über wacker über die verlorene Zeit hinweg.

Nachspann
✅ Nicht gleich rausrennen: Musik… und es gibt einige Sequenzen am Anfang des Abspanns.

Kinostart: 14. März 2019

Original Title: Misfit
Length: 82 Min.
Rated: FSK 0

Vice – Der zweite Mann

© 2019 Universum Film GmbH

Erinnert ihr euch noch an The Big Short? Der Film war für mich das ganze Jahr über das Aushängeschild von exzellentem Kino, das einem die Augen auch als Nichtwissender so weit geöffnet hat, dass danach einfach alles anders werden musste.

Man kam mit so einem Schwall an nützlichen Informationen daher, die einen Dinge verstehen ließen, von denen man früher kaum zu träumen gewagt hatte – und tatsächlich hat dieses Werk auch in meinem Leben gewaltige Einschnitte verursacht und mein Denken und Handeln komplett umgebügelt.

Mit gewissem Stolz berichte ich also an dieser Stelle, dass „… von den Machern von The Big Short“ nun ein weiteres Werk in die Kinos kommt, das mit der gleichen Härte in punkto Fakten auf den Tisch schlägt und auch hier für amüsante und erschreckend ehrliche Wahrheiten sorgt: Vice.

Und wie man dem – richtig ausgesprochenen – englischen Titel bereits entnehmen kann, geht‘s diesmal nicht um Banken, sondern Politik.

„Oh Gott … laaaaaaangwei…“ => Stop!

Erwähnte ich „exzellentes Kino“?

Ist Christian Bale wieder mit von der Partie und liefert diesmal als Hauptdarsteller eine Performance ab, die sich gewaschen hat? Spielen die großen Helden wieder auf, dass sich die Balken biegen und ist das Filmchen schon jetzt ein Quell der Wahrheit, Offenlegung und provokanter Kritik?

Gütiger Himmel – wie ich auf sowas stehe… und wie dringend bitter notwendig unsere Welt Filme wie diesen hat: Man muss endlich anfangen, die Mächtigen ans Kreuz zu nehmen und sie mit den Taten und Waffen konfrontieren, die sie selbst mit aufs Spielfeld gebracht haben – und das tut Vice in einer ehrbaren Art und Weise.

Erwähnte ich Bale?

Mal ehrlich: Was machen diese Jungs richtig, dass sie mich jedesmal so hart bei den Eiern packen und meine Begeisterung schon im Vorfeld so riesig ist und auch Jahre danach kaum abreißt?

Ich zähl keine Gründe auf, weswegen… ich geh davon aus, ihr habt verstanden und strömt nahezu in die Säle und füllt sie … nicht, weil jemand daran verdient oder die Reichen noch reicher etc. pp… Nein: Weil ihr Wissen anhäuft, das euch zu gebildeteren Menschen macht, die diese Welt danach besser verstehen und dafür sorgen können, dass sich die Dinge wieder zum besseren ändern.

.kinoticket-Empfehlung: Gleiches Statement wie bei The Big Short: Haut um, erschlägt mit Fakten, ist amüsant und unterhaltsam und Pflicht!

Geht sofort und augenblicklich da rein! Ende der Diskussion! Alles andere werdet ihr danach verstehen.

Nachspann
❌ folgt mit nichts mehr, der Saal darf also geräumt werden.

Kinostart: 21. Februar 2019

Original Title: Vice
Length: 132 Min.
Rated: FSK 12

Fahrenheit 11/9

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© 2019 Weltkino Filmverleih | Midwestern Films LLC All rights reserved

Nun ist die Verwirrung perfekt: Bowling for Columbine konnte man von Fahrenheit 9/11 noch unterscheiden. Aber Fahrenheit 9/11 von Fahrenheit 11/9? Warum bringt Michael Moore den alten Schinken jetzt wieder ins Kino?

Äh … das ist der neue von ihm … und er handelt nicht vom 11. September (wie war das nochmal mit dem umgekehrten Monats-Tags-Dingens bei den Amis?), sondern ist sein aktuelles Werk über den amerikanischen Präsidenten Donald Trump, dessen Machenschaften, Ehrgeiz und Handhabe er in seiner neuesten Dokumentation leicht verständlich, aber dennoch impulsiv, inhaltsmächtig und provokant offenlegt.

Dass es Moore schon seit jeher auf die Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika abgesehen hat (“Shame on you, Mr. Bush, shame on you!” [Zitat Michael Moore auf den 75th Academy Awards beim Gewinn des Oscars für Bowling for Columbine]), wissen wir seitdem ja. Ironischerweise sagte Trump damals, dass er sich wünscht, Moore würde nie einen Film über ihn machen … und voilà – da ist er.

Ich weiß, es ist sehr spät dafür, und ich weiß, der Film läuft quasi nirgends. Womöglich haben die Kinobetreiber selbst nicht gerafft, dass dies keine Wiederholung ist, sondern ein brandheißes neues Eisen, dass zwingend auf die Leinwand gehört und dort von so vielen wie nur irgend möglich gesehen werden sollte.

Umso genialer zu erfahren, dass es diverse Schulklassen in Sondervorstellungen davon schaffen und ich im Rahmen einer dieser Vorstellungen doch noch an dieses Werk gelangt bin. Und noch genialer ist, dass mir hunderte dieser Schüler am Ausgang gesagt haben, sie würden:

a) wieder in diesen Film gehen
b) nochmal Geld bezahlen, um ihre Freunde auch mit reinzunehmen und ihn nochmal anschauen
c) es weitererzählen und Werbung für den Film machen, da er grenzgenial ist

Und ja, das Ding ist Bombe und sprengt sich mit so viel Durchschlagskraft den Weg zur Wahrheit frei, dass selbst Moore, dem viele ja intensive Selbstinszenierung vorhalten (wo auch in der Vergangenheit tatsächlich etwas dran war) sehr in den Hintergrund rückt und es hier tatsächlich um die Inhalte geht und nicht um ihn.

Und was dort preisgegeben wird, mit welcher sarkastischen, zynischen und bitterbösen Wahrheit man hier auf unausgesprochene Fakten losgeht und diese belegt, schreit förmlich zum Himmel.

Gerade deshalb sind Filme wie dieser enorm wichtig, weil selbst die Medien mantraartig nachbeten, was man ihnen vorgibt und von “Pressefreiheit” schon lange keine Rede mehr sein kann. Wer kontrolliert also die Mächtigen? Wer legt offen, was keiner mehr recherchiert? Wer kümmert sich darum, wenn ganze Bevölkerungsgruppen verarscht werden?

Das Separieren in Gruppen von Unwissenden ist seit jeher ein Mittel zum Machterhalt, bloß nicht zu viele Informationen, bloß keine Zusammenhänge herstellen, bloß nicht das ganze Gesamtbild betrachten lassen, sondern immer nur schön unwichtige Brocken, die für sich selbst dann auch gar nicht so schlimm aussehen.

Das, was Moore hier macht, ist genau das Gegenteil davon: Er schöpft so viele Informationen wie möglich, packt sie in verständliche Worte und bringt sie dem Zuschauer auf einem Tablett so angeordnet, dass dieser sie trotz seiner Komplexität versteht und sich anschließend seine eigene Meinung zu den Dingen bilden kann.

Es werden genug Fragen gestellt, die man sich selbst beantworten darf. Es werden Verbrechen aufgezeigt, die so groß und unfassbar sind, dass sie selbst hier in Deutschland in den Medien präsent waren, aber doch irgendwie im Trubel des eigenen Alltags untergegangen sind … und wenigstens einer schert sich darum und zeigt, wie es tatsächlich aussieht mit dem Land, was hierzulande oft nur von Hörensagen-Märchen geprägt ist.

.kinoticket-Empfehlung: Auch, wenn er kaum zu finden ist: Stürzt euch auf die Screenings, die noch angeboten werden, fragt in den Kinos nach, fordert es ein und bittet, dass möglichst viele Säle den Film wieder ins Programm zurückholen, denn seine Mächtigkeit ist überragend und gesehen haben ihn viel zu wenige.

Und wer irgendwo die Chance hat, ihn zu sehen – ganz gleich, wo – ergreift sie! Das Ding ist wichtig … und den erschütternden Blicken der Kids nach zu urteilen auch inhaltsgewaltig und extrem sehenswert.

Also sucht sie, findet sie und bevölkert sie: Die wenigen Vorstellungen, die es vielleicht irgendwo noch gibt!

Nachspann
❌ muss man nicht abwarten, es kommt nichts weiter.

Kinostart: 17. Januar 2019

Original Title: Fahrenheit 11/9
Length: 128 Min.
Rated: FSK 12

Leave No Trace

Hinterlasse keine Spuren. Dann könnten Fragen gestellt werden. Und Fragen sind in einer festgefahrenen Gesellschaft immer unerwünscht. Ich erlebe selbst oft, wie häufig Non-Konformität in der aktuellen Gesellschaft angeprangert und angezweifelt wird und es ist schockierend, wie wenig der wohlwissende Bürger eigentlich wirklich darüber weiß.
Dass viele ihre Aussagen nur noch auf eigener Meinung und längst nicht mehr auf überprüfbaren Fakten basierend äußern, erleben wir derzeit aktuell überall auf dem politischen Tagestisch. Dem muss sich das Kino ja nicht gezwungenermaßen gleich anschließend, sondern es darf so herrlich ehrlich über den Tellerrand blicken und dem Zuschauer dabei zeigen: Es gibt noch mehr da draußen. Dinge, von denen du nichts weißt. Dinge, die dir völlig unbekannt sind. Und wir erklären dir auch, warum diese Dinge tatsächlich funktionieren.
Ich habe bereits bei draußen meine helle Freude gehabt und mich in vielen Aussagen der Menschen wiedererkannt, weil ich die Situationen kenne, sie verstehe, sie durchlebt habe und durchlebe und genau weiß, wie sie fühlen und vor allem, warum sie so fühlen.
Diesen Aspekt bringt Leave No Trace auf den Höhepunkt und sondert sich dabei komplett von allen vergleichbaren Filmen ab. Ich finde es an den Haaren herbeigezogen, stumpfsinnige Vergleiche anzustellen, nur weil jemand mal “raus geht”. Nein, ich denke nicht, dass man mit Captain Fantastic und Co. mitzieht, sondern hier sehr viel mehr Einfühlungsvermögen, Vielschichtigkeit und Sorglosigkeit erlebt, und den Zuschauer sehr behutsam, aber konsequent an ein Thema heranführt, über das man mit dem Durchschnitts-Otto noch nicht mal ernsthaft diskutieren kann. Geschweige denn, es mal auszuprobieren.
Und hier liegt die Crux: Man sieht es. Man fühlt sich vielleicht im ersten Moment angewidert und wird von der Andersartigkeit angestoßen, erfährt im Laufe des Films aber immer mehr, wie Verständnis dafür aufgebracht wird, weil er sich nicht erzwungen erklären möchte, oder mit irgendwelchen Stilmitteln auftrumpfen oder episch-dokumentarisch belegen, wie toll so etwas sein kann, sondern der Film lässt einfach zu.
Genau das ist begeisternd. Dieses Zulassen. Dieses Vielleicht-nicht-einer-Meinung-sein-aber-den-anderen-nicht-ändern-wollen. Das, was der heutigen Protzgesellschaft fehlt, die landesweit gegen irgendwelche Andersartigkeiten demonstriert. Frieden basiert nicht im Akzeptieren und Übernehmen von allem und jedem, sondern manchmal einfach nur im Zulassen von Andersartigkeit. Und genau da stolpern sehr viele, die von sich selbst behaupten, fest im Leben zu stehen, schon allein in der Diskussion.
“Du bist nicht so wie ich? Dann hau ab!”
Genau das hab ich schon unzählige Male an den Kopf geworfen bekommen, direkt oder indirekt, weil jeder gleich glaubt, dass man sein Leben auf andere überstülpen und sie allein durchs Erzählen von etwas überzeugen möchte, dass sie vielleicht gar nicht wollen (und auch gar nicht sollen, wo wäre denn dann z.B. die wunderbare Einsamkeit in der Natur, wenn auf einmal jeder da rumtigert?). Und der Glaube, dass ein “Ich teile dir etwas von meinem Leben und meiner Andersartigkeit mit” gleichbedeutend mit “Ich möchte, dass du in Zukunft komplett und immerdar an meiner Seite weilst und genauso lebst wie ich” ist, ist schlichtweg dumm und naiv. Vielleicht bedeutet das einfach nur, dass du der Person wichtig genug bist, dass sie dir ihre Andersartigkeit anvertraut, um Verständnis zu erlangen oder sich mitzuteilen, weil du ihr nicht egal bist. Es ein Freundschaftsbeweis ist, weil du danach nämlich weißt, was diese Person treibt und wo sie sich rumtreibt und alle anderen nur Fragezeichen auf den Köpfen haben. Aber so weit denkt niemand.
Und genau da punktet der Film sondergleichen und führt den Zuschauer tief in ein ungeahntes Verständnis hinein, dass keine Erklärungen mehr braucht und nach dem man tatsächlich eines tut: Man versteht.
Man versteht, warum sie so sind. Warum sie das wollen. Man spürt und sieht es ihnen an. Oder es liegt an mir und den Erfahrungen, die zu diesem Verständnis geführt haben – ich weiß es nicht.
Fakt ist: Dieser Film entlässt einen bewegt wieder aus dem Saal. Und auch wenn die Story nur über drei Ecken wahr ist (ja, den Fall hat es gegeben, der Autor ist an den Originalschauplätzen rumspaziert und hat sich dazu ausgedacht, wie das wohl gewesen sein könnte und darüber ein Buch geschrieben, welches wiederum als Film interpretiert wurde), zeigt es dennoch, dass eben nicht nur dieses eine Lebensmodell lebensfähig ist, sondern man auch anders ohne zu verwahrlosen durchkommen kann und ein gutes Leben führen.
Und diese Lebenserfahrung sollte jedem von euch ein .kinoticket wert sein.
 

.kinoticket-Empfehlung: Feinsinnige, abgestimmte und völlig natürliche Erzählung über ein völlig anderes Leben abseits jeder Norm.
Der Film leistet dabei keine Überzeugungsarbeit oder drängt sich unbequem auf, sondern lässt den Dingen einfach ihren Lauf und hält sich dabei sehr dezent zurück, ohne jedoch dem Zuschauer dabei den forcierten Blick auf diese Andersartigkeit zu verwehren. Eine sehr ertragreiche Erfahrung, die man dank Debra Granik demnächst im Kino machen kann.

 
Nachspann
❌ überrascht mit nichts mehr, voreiliges Rausrennen ist also erlaubt. Aber bitte ganz raus … also in den Wald!
Kinostart: 13. September 2018
Original Title: Leave No Trace
Length: 109 Min.
Rate: FSK 6 | PG

Super Troopers 2

Seit 2001 musste die Fanbasis von Super Troopers – Die Superbullen darauf warten, dass ihr damals so erfolgreich im Kino gestarteter Film endlich eine Fortsetzung spendiert bekam. Die Machern haben sich dazu entschlossen, 15 Jahre darauf zu warten, um nicht ausschließlich für diesen Filmgaudi bekannt zu sein – und meine Frage ist: Warum?
Scheinbar kam der erste Teil damals so immens gut an, auch wenn der Regisseur davon spricht, dass dies die Zeit gewesen sei, in der er die meisten Anfeindungen und bösen Kritiken bekommen hätte – aber da kann ich nur sagen: Who cares?
Fakt ist: Genau diesen Schmarren wollen Kinder, die in den 90ern aufgewachsen sind, doch sehen! Das ist das gute alte, traditionsreiche Klamauk-Kino, mit dem wir großgeworden sind und dass diesen ganzen banalen, stumpfsinnigen und zum Schreien komischen Scheiß verzapft, der auf der Leinwand und im Kino einfach unglaublich viel Spaß macht!
Die Gags sind teilweise so doof, dass man darüber lachen muss und allem Rumblödeln fehlt niemals der Style und die Courage, zu seinen Dummheiten zu stehen. Damit macht man biedere Vorbilder zu ikonischen Figuren auf der Leinwand und präpariert sie als Steilvorlage für Lachsalven sondergleichen.
Ich kann verstehen, wenn die Feuilleton-Elite sich nicht damit auseinandersetzen mag und es als “Unfug” abtut. Ich kann verstehen, wenn man ernsthaftes Kino erwartet und so einen (positiven) Scheiß serviert bekommt, man leicht angepisst ist oder irgendwas boshaftes darüber schreibt.
Tatsache ist aber: Ich habe mich selten so vergnüglich im Kino amüsiert und hatte so viel Spaß in einem Film, dessen Vorläufer ich bis dahin noch nicht kannte. Danach schaut man dreimal im Kalender nach, ob wirklich 2018 ist, denn man fühlt sich gezeitreist und denkt tatsächlich, die Hochblüte der 90er ist gerade am Gedeihen!
Auf diesen Schmarren muss man sich vorher einlassen oder einfach völlig unbefangen und lockerflockig ins Kino spazieren und der Dinge harren, die da kommen mögen. Es dauert nicht lange, bis man unfreiwillig zu lachen beginnt und der Rest kommt dann ganz von selbst. Vertraut mir.
Allein die Gag-Ideen gehören teilweise ausgezeichnet, denn hier wird mal kein Unterhosen-Humor en masse produziert, sondern man hat sich wirklich etwas einfallen lassen. Und dass nicht nur ich so denke, davon zeugt der Umstand, dass dieses Projekt mit einer Crowdfunding-Aktion begonnen wurde, die als die zweiterfolgreichste aller Zeiten im Bereich “Film” gilt. Die Fans wollen es. Und was sie geliefert bekommen, entspringt 37 Drehbuchentwürfen, die man sich zusammengestückelt hat, um möglichst viele Gags zu schreiben und auf einen reichen Fundus an Lachsalven-Granaten zurückgreifen zu können.
Und glaubt mir eins: Das Ding zündet. Und zwar sowas von.
 

.kinoticket-Empfehlung: Auch wenn sich unsere herrschaftlichen Kinos damit zurückhalten sollten, in die Kapitalbresche zu springen und den Film ordentlich ans Publikum auszuliefern, stürmt die Säle, die sich diesen Coup getraut haben: Es lohnt sich!
Selten habe ich über so viel Blödsinn gelacht und einige Szenen sind derart zum Schreien, da kommt unsere moderne Millennium-Welt längst nicht mehr mit. Dies ist genau das klassisch-traditionelle Comedy-Kino, von dem ich mir so viel mehr wünsche, als es heute existiert.
Danke Broken Lizard, danke FOX und danke an alle, die daran beteiligt waren. In 15 Jahren wollen wir Teil 3! 😀

 
Nachspann
✅ Ja, und bitte bleibt bis ganz nach dem Abspann sitzen. Das Ding hört wirklich erst ganz zum Schluss auf. Und das ist keine billige Blabla-Szene, sondern noch richtig viel Film am Schluss.
Kinostart: 12. Juli 2018

The King – Mit Elvis durch Amerika

Was soll ich dazu sagen?
Manch einer erwartet jetzt vielleicht wieder eine Musikdoku. Manch einer erkennt Elvis und fühlt sich zurückerinnert an das schräge Zeitalter, wo es scheinbar nichts anderes gab – und denkt sich, darüber wurde jetzt wohl ein Film gedreht.
Andere schauen sich das Plakat an und fragen sich: Was hat Ethan Hawke, Ashton Kutcher oder Alec Baldwin mit Elvis zu tun?
Na vielleicht reisen sie. Immerhin heißt es ja “Mit Elvis durch Amerika”, es kann also nur …
Leute? Vergesst es!
Es ist viel besser!
Richtig, richtig abgefuckt geil!
Ich habe noch niemals – wirklich noch niemals – eine so verschachtelte, anspruchsvolle, ineinander verwobene und abstrus konstruierte Dokumentation im Kino gesehen, die ein so scheinbar plattes Thema hat.
Der Anspruch, den man sich hier selbst gesetzt hat, zur elitären Elite der Eliten zu gehören und etwas abzufeiern, das weit entfernt von dem ist, was damals passierte, ist mehr als gelungen.
Dieser Trip ist außergewöhnlich – und es lohnt sich definitiv, den Gang ins Kino auf sich zu nehmen! Man ist nämlich keine Elite, sondern einfach nur verdammt gut! Was hier gemeistert wurde, muss gesehen werden – und die Botschaft ist höllisch geil! Glaubt mir, auch wenn es anfangs vielleicht schwer fällt, in die Sache einzusteigen – am Ende werdet ihr es nicht bereuen. Zumindest nicht, wenn ihr auf Filme mit Köpfchen, Sinn und Verstand steht.
Im Leben wäre ich nicht auf die Idee gekommen, genau das in dieser Art und Weise zu erzählen … und schon gar nicht hätte ich es geschafft, das so gelungen rüberzubringen … ich meine: Am Ende geht man echt mit Plausibilität vollgefrühstückt wieder aus dem Saal und denkt sich einfach nur: Wie geil war das denn bitte jetzt?
 

.kinoticket-Empfehlung: Tut euch selbst den Gefallen und sucht das Kino, das diesen Titel definitiv im Programm hat.
Ich habe noch niemals eine großartigere Dokumentation über so etwas gesehen, geschweigedenn diese geniale Verkettung von ineinander verwobenen Verflechtungen darin exhumiert. Dieser Trip ist Adrenalin für das Gehirn – holt euch eure Dosis und feiert dieses Werk genauso ab wie ich!

 
Nachspann
endet smooth, ihr müsst also nicht sofort aufspringen – lasst euch ein wenig Zeit.
Kinostart: 19. April 2018

Detroit

Sagt jemand Zero Dark Thirty noch was? Dieses Werk ist seinerzeit ziemlich an der Öffentlichkeit vorbeigeschrammt und dabei so unfassbar genial gewesen wie auch schon The Hurt Locker – für beides war Star-Regisseurin Kathryn Bigelow verantwortlich.
Mit ihrem neuesten Werk Detroit reiht sie sich in die Heerschar derer ein, die versuchen, über die Leinwände dieser Welt die Gerechtigkeit einzufordern, die man seitens der Politik und Gesellschaft bis heute nicht bereit war zu verteilen.
Gerechtigkeit basiert auf Wahrheit – und die tut bekanntlich weh. So weh, dass es einige Zuschauer kaum über den Anfang hinaus gepackt haben, denn hier handelt es sich nicht um einen unterhaltsamen Film, sondern eher um eine dokumentarische Auseinandersetzung mit Ereignissen von 1967 aus Detroit – einem Viertel, zu dem hierzulande eher weniger Menschen emotionalen Zugang haben, weshalb sich das am Anfang auch so unfassbar zäh und langatmig anfühlt.
Trotz – oder gerade deshalb ist diese Doku so unglaublich wichtig, weil dem Zuschauer eben nicht mehr nur medial aufbereitete Halbwahrheiten ins Gesicht gespritzt werden, sondern er die Möglichkeit hat, in die Zustände einzutauchen und Bigelow es sehr wohl versteht, ihren Kunden emotionale Fakten ans Bein zu binden, die einen so schwer belasten, dass man schlussendlich darüber stolpert und daran krepiert!
Wer sich anfangs noch genervt im Sessel hin und her bewegt hat, wird immer ruhiger, gebannter, erstarrter und der Mund öffnet sich immer weiter – weil all das wohl kaum wahr sein kann … wahr sein darf – aber wahr ist. Und wo seinerzeit Politik und Gesellschaft durch welche Ausreden auch immer noch wegschauen konnten: Hier geht das nicht mehr und der Kinogast darf sich unerbittlich durch den ganzen Schund und die menschliche Grausamkeit hindurch quälen, um am Ende dann eins mit der historischen Keule übergebraten zu kriegen und zu erfahren, was es heißt, wütend wieder aus dem Kino zu spazieren.
Ihr merkt: Bigelow ist in ihrem Element – sie will nicht unterhalten, sondern etwas bewirken – und dafür leistet Detroit großartiges.
 

.kinoticket-Empfehlung: Über Plot und Umsetzung braucht man hier nicht streiten, da sich die Fakten einfach nicht verbiegen lassen.
Es ist erschreckend genug, dass bis heute immer noch keine vollständige Analyse der Geschehnisse stattgefunden hat und immer noch genügend Verbrechen in der Dunkelheit auf Aufklärung warten.
Damit pirscht sich Detroit ein ganzes Stück weit vor und zeigt international auf, wohin wir uns heute nicht mehr bewegen sollten.

 
Nachspann
Finale Aussagen, die den Fall noch untermauern, läuten das Ende ein, nach dem Abspann selbst kommt aber nichts mehr.
Kinostart: 23. November 2017

Kingsman: The Golden Circle

Kennt ihr das, wenn ihr vor einem riesigen Projekt steht, etwas damit machen sollt und euch davor scheut, den ersten Handgriff zu tun aus Respekt vor dieser Erhabenheit und Ehre?

Genauso fühl ich mich grade, wenn ich mich vor diesen Film stelle und mir überlege, was ich dazu erzählen soll.

Zum einen: Meine Vorahnungen waren goldrichtig und wurden vom Original dann noch einmal weit übertroffen. Ja – Egerton alias Eggsy macht eine unglaublich gute Figur und pusht mit seinen Landsmännern so richtig die Action auf die Bühne. Zweitklassige Versuche hat man gar nicht erst eingeplant, hier spielt sich alles im 5-Sterne-Milieu ab!

Natürlich, Kingsman leuchtet nicht unbedingt in ernstzunehmenden Neon-Farben am Agentenepos-Himmel, sondern dominiert mit einer leicht würzigen, definitiv humorlastigen und extrem abgefahrenen Variante seiner selbst in einem Areal der schwarzhumorigen Kunst ganz nach britischem Vorbild auf der Leinwand und gibt damit zum zweiten Mal ein gigantisches und von mir gefeiertes Debüt einer unglaublichen Entdeckung ab, die diese Marke damit – so hoffe ich inbrünstig – auf die dauerhafte Ebene hievt und uns auch noch in einigen Jahren neue Kingsman-Filme beschert. Die erste Kingsman-Store-Eröffnung in London lässt großes hoffen…

Gleich zu beginn rasselt man sofort in ein Stunt-Gewitter, dass nicht übertrieben und breitgezogen, materialistisch zusammengestückelt oder gar ungekonnt inszeniert wirkt, sondern sofort eine Bombenstimmung aufkommen lässt und man die Moves, Fights, Actionballade und gigantöse Gentlemen-Wirkung einfach nur abfeiert.

Mit Julianne Moore in einer der Hauptrollen befriedigt man auch gleichzeitig noch die Bechdel-Test-Meckerfraktion und öffnet sich damit der internationalen Beliebtheit, die sowohl alt als auch jung, Kinder und Erwachsene, Männer und Frauen gleichermaßen in einen Unterhaltungsstrudel saugt, aus dem ich am liebsten gar nicht mehr aussteigen wollen würde.

Was uns die Deadpool-Macher für ihren zweiten Teil versprochen haben, wurde hier Gottseidank nicht angewandt: Man hat das Level natürlich angehoben und nicht einfach auf krasse Wiederholung gesetzt um alles in etwas flauerem Ton nochmal über die Kinotheken fließen zu lassen. Eggsy wirkt erwachsener, bringt aber dennoch den unglaublich sympathischen Flair mit, den dieser Halbgott auf der Schauspielerbühne zum besten geben kann. Und ich hab den Strahlemann bereits live vor mir gehabt und schätze seine Arbeit seither um so mehr.

Du stolperst auf jeden Fall nach dem Film ziemlich erschlagen und absolut beeindruckt wieder aus dem Saal und findest kaum Worte für das, was dir da eben über den Weg gelaufen ist und dich mal eben plattgewalzt hat.

BAM!

.kinoticket-Empfehlung: Das heißt dann wohl: Erst zur Wahl – und dann ins Kino und schon gewählt haben, und zwar exakt diesen Film!

Das Zielpublikum ist hier nicht irgendeine Elite oder Genrefraktion, auch wenn die Sprüche und der Humor teilweise ziemlich derb sind: Spaß für alle ist garantiert auf der Servierscheibe und die wird ordnungsgemäß mit viel Imposanz und in beeindruckender Qualität geliefert!

MEHR DAVON!

Nachspann
✅ Hocken bleiben wegen der Songs – wem das egal ist: Es kommt hinterher nichts mehr. Äh…. doch, hoffentlich noch einer dieser Filme!

Kinostart: 28. September 2017

Original Title: Kingsman: The Golden Circle
Length: 141 Min.
Rate: FSK 16

Jackie

Jackie zählt sich zu den Filmen, die eine politische Persönlichkeit in den Vordergrund stellen und somit über Ereignisse berichten möchten, die von den Medien bereits zu den aktuellen Momenten bis aufs Äußerste von allen möglichen Seiten beleuchtet wurden. Hier Spannung aufbauen zu wollen oder eine reißende Geschichte zu inszenieren, wäre von vornherein die falsche Herangehensweise. Das macht es dem Regisseur und allen Beteiligten zusätzlich schwer, einen Film abzuliefern, der im Kino fruchtet und den Zuschauer überzeugt.
Dass Jackie beides auf seine Weise beherrscht, inkludiert bereits das Poster des Films, auch wenn ich mich persönlich sehr schwer damit getan habe. Über den Inhalt braucht man nicht viel verlieren, den kennt jeder Mensch in den hintersten Winkeln bereits in und auswendig. Demnach entscheidet viel mehr das sensitive Sein um die Fakten drumrum, die aus dem Film eine lebendige Seele kitzeln wollen und mit selbiger den Zuschauer erreichen.
Pablo Larrain hat sich hierbei für eine Methode entschieden, die oft zwischen den Zeiträumen hin und her wechselt und somit der Erzählung insgesamt einen eher dokumentarischen Touch verpasst, den man z.B. aus Gimme Danger oder Amy kennt. Ob dies nun der richtige Weg gewesen ist, vermag ich an dieser Stelle zu bezweifeln, denn nicht nur ich hätte mir viel mehr eine chronologischere Abfolge gewünscht, wie wir sie beispielsweise bereits bei Die Eiserne Lady bekommen haben.
Natalie Portman hat auf jeden Fall alle benötigten Fähigkeiten dazu, um diesen Film auch in dieser abgeschnittenen Weise durchweg zu tragen und durch ihre unglaubliche Performance das Leben dieser Frau in allen Facetten zu zeigen. Und ich bin mir sicher, dass dies auch in einer viel softeren, chronologischen und vor allem emotionaleren Version funktioniert hätte.
Man mag sich darüber streiten, ob die Stilmittel des Regisseurs nun gleichzeitig das Bild dieser Frau widerspiegeln und man mit dem Einsatz der Musik ihre Gefühlslage portraitiert, die den Zuschauer gleichermaßen immer dann wieder aus dem Konzept reißt, wenn dieser anfängt, sich langsam mit der Story anzufreunden und der ganzen Sache Sympathie abzugewinnen.
Nicht nur deshalb hab ich mich unglaublich schwer damit getan, in diese Story einzutauchen und empfand es eher als extrem trockene Kost, die schwer verdaulich ist – allerdings auch ein emotional schwer verkraftbares Ereignis ausleuchtet und die innere Zerrissenheit dieser Frau aufzeigen möchte.
Mit Sicherheit findet der Film seine dankbaren Abnehmer und landet in politisch interessierten Kreisen auf den Rankings weit oben, nicht zuletzt wegen Portmans Darbietungen, allerdings sollte man sich beim Schauen immer dessen bewusst sein, dass das hier ein Drama und kein Freudenfeuer ist und man eine zutiefst erschütternde Story aufgerollt bekommt, die aus einer Warte heraus beleuchtet wird, die bislang nicht die erste Wahl der Berichterstattung gewesen ist.
 

.kinoticket-Empfehlung: Unglaublich harte, teils trockene Kost in einem Genre, dass sowieso kaum Emotionen zulässt und es darum auf dem allgemeinen Markt extrem schwer haben wird.
Wer sich speziell für Politiker interessiert, bekommt hier natürlich einen heißen Braten vorgesetzt, der historisch-wichtige Ereignisse wunderbar umreißt, jedoch hat mir persönlich die gewählte Art der Erzählung kaum zugesagt und eher Entsetzen abgerungen als emotionale Sympathie mit den Menschen aufgebaut, um die es ging.
Man sollte sich definitiv vorab informieren und evtl. auch Filmausschnitte gesehen haben, damit man am Schluss nicht enttäuscht von dannen zieht.

 
Nachspann
folgt keiner mehr, nach der Abblende darf man sich also wieder nach draußen verziehen.
Kinostart: 26. Januar 2017

Miss Sloane

In diesem Fall ist die Wartezeit bis zum 6. Juli 2017 unerträglich lang, bis dieser Film endlich regulär in den Kinos startet und von allen gesehen werden kann.
Ich werde mir dann wohl freinehmen und mich fünf Tage lang ins Kino verziehen, um ihn mir wieder und wieder anzusehen.
Zum einen wäre da Jessica Chastain, die allein schon Grund genug ist, diesen Film in die Wiederholungsschleife zu schicken, denn sie spielt in meinen Augen unglaublich professionell. Doch nicht nur sie, sondern auch Michael Stuhlbarg und alle anderen Darsteller glänzen hier mit einer verbalen Virtuosität, die ich in anderen Filmen mit enormen Budgets nicht zu Gesicht kriege.
Dass in einem politischen Drama nicht unbedingt viel passiert, macht es den Regisseuren und Darstellern umso schwerer, hier trotzdem Spannung und eine mitreißende Atmosphäre zu erzeugen. Und dies ist John Madden zu 100% gelungen.
Man fiebert zu jeder Minute mit der Hauptdarstellerin mit und lässt sich in den Bann der politischen Verstrickungen reißen, was hier nicht nur unglaubliches Aufklärungspotenzial aufweist, welches fast schon vergleichbar mit der Offenlegung in Sachen Finanzen bei The Big Short ist. Der (un)mündige Bürger bekommt also wieder einmal in einfachster Form ein undurchschaubares Konstrukt erklärt, dass nicht nur faszinierend inszeniert wurde, sondern dafür sorgt, dass in Zukunft jeder Idiot die komplexen Vorkommnisse innerhalb der Politik im In- sowie Ausland verstehen kann.
Und dies in einem Gewitter von Dialogen gigantischen Ausmaßes, die zu jeder Zeit ein enorm hohes Niveau vom Zuschauer abverlangen. Höchstwahrscheinlich teilen sich deshalb an dieser Stelle die Meinungen über diesen Film, weil es für einen Großteil schlichtweg zu schwierig ist, die gigantische Informationsmenge in der Kürze der Zeit zu schlucken und zu verstehen. Dies ändert jedoch nichts daran, dass dieser Film vor informativer Fülle nur so strotzt und die einzige Option im Prinzip ist, ihn sich mehrfach im Kino anzusehen.
 

.kinoticket-Empfehlung: Freunde des geschriebenen Wortes oder von Sprache werden hier immens verwöhnt.
Die schauspielerische Leistung, die den Darstellern in verbaler Form abverlangt wurde, ist enorm und hievt den Film auf ein Niveau, bei dem jeder Intellektuelle vor Freude im Kreis springt.
Jessica Chastain, Aufklärungsfaktor und Spannung sind nur drei Gründe, die diesen Film im Kino zur Pflichtvorstellung machen.

 
Nachspann
Braucht nicht abgewartet zu werden, denn hier folgen keine weiteren Szenen mehr.

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