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wenn aus filmen leidenschaft wird

Tag: Willem Dafoe

Aquaman (3D)

© 2018 Warner Bros. Ent.

Bereits, als die ersten .trailer anliefen, war ich der Meinung: Das wird DC‘s erstes richtiges großes Ding. Und je öfter man die Vorschau auf der Leinwand präsentiert bekam, desto mehr erhärtete sich mein Verdacht: Die Optik wird geil, das „Epos“ wird geil, es bleibt DC und am Ende spielt man da aber in den allerobersten Rängen.

Und ja: Genau das ist eingetreten. Die Macher des „kleineren Netzwerks“ von Superhelden haben sich zusammengerottet und etwas auf die Füße gestellt, dass ich gerne vor Justice League in den Ring geworfen hätte, weil man dann viel mehr Bezug und Sympathie zu Aquaman aufgebaut hätte und wüsste, wer er ist und ihn in dem Superheldenrummel viel besser einsortieren hätte können.

Immerhin gibt es auch heute noch genügend Zuschauer, die nicht aus der Comic-Welt kommen und für die jede Charaktereinführung auf der Leinwand eben genau dies ist. Aber hier existieren wohl scheinbar fatale Marketing-Druck-Komponenten, die teilweise zu solchen groben Fehlentscheidungen führen, nur um im Marvel-Ring mitwirken zu können, statt sich einfach auf sein eigenes Ding zu konzentrieren und das zu tun, was man gut kann.

Dass DC tatsächlich kann, haben sie hiermit bewiesen. Die Optik ist allererste Sahne und begeistert bis hin zum 3D, was tatsächlich Oberklasse ist und man sich definitiv nicht entgehen lassen darf. Aquaman in 2D zu ordern ist ungefähr genauso blöd, wie eine dicke fette Kugel Banana-Cream in der Waffel zu bestellen, „aber lassen Sie das Eis bitte weg, nur die Waffel“. Stupid. Und ich verstehe immer noch nicht, warum es auch heute noch Leute gibt, die 3D im Kino verabscheuen. Und kommt mir nicht mit den üblichen billigen Ausreden: Auch ich bin Brillenträger und hasse es manchmal schon, dass man uns in der Presse nur die 2D-Option vorsetzt und ich im Vorfeld dann nichts zur 3D-Wirkung sagen kann.

Hier muss (!) man einfach zur großen Variante greifen, alles andere wäre Selbstbetrug. Und wenn das 3D in eurem Kino scheiße ist, wechselt das Kino!

Weiter geht‘s mit dem Sound: Auch hier hat man Händchen bewiesen und einen wirklich tollen Soundtrack komponiert, der sich an die im übrigen durch und durch gelungene Unterwasser-Welt anpasst und zum epischen Ausmaß beiträgt. Somit überträgt sich die visuelle Wucht von den Augen auch auf die Ohren und man ist hinterher tatsächlich geflasht von so viel Power und Extravaganz.

Einziges Manko (auch das war bereits im .trailer deutlich erkennbar: Man hätte die Drehbuchautoren von Bumblebee ran lassen sollen, dann wären nicht so dämliche Fremdschäm-Aussagen dabei rausgekommen. Man fährt hier so großes Potenzial auf, liefert eine epische Schlacht nach der anderen und sobald jemand das Maul aufmacht, ist es wieder lächerlich. Und dabei stört mich noch nicht mal, dass – wie manche bereits bemängelt haben – man manchmal over the top geht und zu viel Action produziert, auch hier hätte man ein Alleinstellungsmerkmal, dass in dieser bösen Düsternis durchaus funktionieren kann, dann aber von den „Kinderdialogen“ befreit sein müsste. Die brachiale „Man-Power“ hat man nämlich längst erkannt und sie auch gebührend umgesetzt.

.kinoticket-Empfehlung: Hält man sich bei den Dialogen die Ohren zu und öffnet sie bei der Musik wieder, sieht man einen brutal-guten Film, der an der Spitze der bisherigen DC-Erwartungen steht und alles toppt, was dieses Label bislang veranstaltet hat.

Die visuelle Gewalt ist berauschend, die Welt komplett und vollständig, die Szenerien begeistern und sind für große Kinos geschaffen, nur die Dialoge erreichen noch nicht mal Mindestniveau. Wenn man hier noch nachzieht und seinen Blick von Marvel entfernt und sich weiterhin so auf seine eigene Sache konzentriert, dann wird‘s in Zukunft echte Konkurrenz werden.

Und genau da will ich hin!

Nachspann
✅ Nicht gleich aufspringen, man orientiert sich auch hier am großen Bruder Marvel und liefert noch etwas nach.

Kinostart: 20. Dezember 2018

Original Title: Aquaman
Length: 144 Min.
Rate: FSK 12

The Florida Project

Dank Black Panther werden Filme im Kino derzeit ja mit außerordentlichem Gespür für Nischen und bislang unbeachtete gesellschaftliche Gruppierungen an die Front gebracht.
Oftmals kennt man die Welt ja nur von den Prestigeprojekten, die die öffentlichen Bühnen bevölkern, und dass direkt daneben Minderheiten und unbeachtete Menschen ihr Dasein Fristen, geht völlig an der Aufmerksamkeit der Welt vorbei. The Florida Project nimmt sich solcher Minderheiten an und erzählt unverblümt in hervorragenden Farben die Geschichte dieser Menschen.
Sehr interessant dabei ist der Kamerablickwinkel und die soziale Warte, von der aus man berichtet. Diese Geschichte auf diese Art und Weise zu erzählen, erzeugt bei manchen vielleicht erst einmal Unbehagen, führt dann aber zu einem unterhaltsamen und aufschlussreichen Ergebnis, dass auch im Nachgang noch sehr beschäftigt.
Dass dies in diesem Beispiel gelungen ist, davon zeugen die unzähligen Nominierungen und Preise, die dieser Film jetzt bereits verdient erhalten hat.
 

.kinoticket-Empfehlung: Sollte man vorher schon gehört haben, um was es im Film geht, braucht man sich keine weiteren Gedanken machen, da die Erfahrung, die man als Zuschauer nach diesem Titel aus dem Kino trägt, das Geld für das .kinoticket auf jeden Fall wert ist.
Die Schöpfer haben sich der Aufgabe gestellt und einen völlig neuen Blickwinkel in Bereiche dieser Erde installiert, und damit die Möglichkeit erschaffen, etwas bislang immer dagewesenes a) zu sehen und b) völlig neu zu bewerten.

 
Nachspann
folgt keiner mehr, man darf gerne wieder nach draußen.
Kinostart: 15. März 2018

Julian Schnabel

Wer hier schon eine Weile mitliest, wird bemerkt haben, dass ich persönlich ein klitzekleinwenigviel für Kunst, Farben, Formen und sowas übrig habe – es nahezu vergöttere, da meiner Meinung nach in diesem spielerischen Ausdruck des Lebens die wahren Werte verborgen sind, die die Menschen unterschwellig – oder ganz offensichtlich – berühren und Emotionen in ihnen auslösen, die das Leben einfach ausmachen.
Wer in der Kunstszene unterwegs ist, wird seinen Namen womöglich auch kennen, für mich war er durch die Entdeckung in den Kinos völlig neu – und ich bin von Beginn an mega begeistert über ihn gewesen: Julian Schnabel.
Dieser Film ist – wie der Titel bereits sagt – ein persönliches Portrait über ihn, seine Schaffensweise und seine Ideen – eine Form der Dokumentation, die ich persönlich niemals so nennen würde, denn man taucht förmlich in seine Gedanken ab und bekommt einen sehr intimen Einblick in seine Schaffensweise und Welt und darf teilhaben an den verschiedenen Stationen und Kunstwerken seines Lebens.
Und da dieser Mann sehr vielseitig talentiert ist, wird es auch niemals langweilig – allein das Betrachten der verschiedenen Szenen löst vieles in einem aus und man fühlt sich nach dem Film unglaublich inspiriert, umsorgt und kunstvoll geborgen.
 

.kinoticket-Empfehlung: Auch für Nicht-Kunst-Interessierte ein Film, den man sehr wohl ausprobieren sollte, wer weiß, vielleicht entdeckt man ja neue Vorlieben darin.
Allein seine Kunstwerke sind es wert, gesehen zu werden und der staubige Beigeschmack einer seltsamen Doku über Kunst und Museen bleibt hier vollkommen aus: Spannend bis zum Schluss und unfassbar inspirierend.
Definitive Sichtungsempfehlung!

 
Nachspann
Klassisch ohne After-Show. Rausgehen erlaubt.
Kinostart: 11. Januar 2018

Mord im Orient Express

Dass Agatha Christies Werk seit jeher eine faszinierende Anziehungskraft auf seine Kundschaft ausübt, ist wohl einer der Gründe, weshalb gerade diese Pressevorführung eine der meistbesuchten dieses Jahr war. Zumindest kam mir das so vor, denn noch nie habe ich so lange im Foyer auf die Anmeldung warten müssen.
Zu recht. Nicht nur das Buch als solches oder bereits die alte Verfilmung haben in voller Größe überzeugt, sondern auch die Modernisierung dieses Meisterwerks braucht sich keinesfalls hinter irgendwas zu verstecken.
Das beginnt bereits beim Cast, der sich wie ein Who is who aus Hollywood runterliest: Und dabei bringt keiner irgendwelche Klischees seiner Statur oder sonstigen Werke mit ins Boot, sondern alle passen sich dem wunderbaren Look & Feel vom Orient Express an und steigen nicht aus der für sie vorgesehenen Bahn aus. Und gerade das ist etwas, das ich von Anfang an bestaunt habe: Man wusste, was man wollte und hat es einfach gnadenlos durchgezogen: Zurück in diese Zeit, zurück in den Orient Express – aber bitteschön mit unseren technischen Hilfsmitteln.
Und es raucht aus dem Schornstein der Güte und der Zuschauer wird bombardiert mit einer Atmosphäre, die dem edlen Anmut seiner Zeit alle Ehre macht und die Menschen wieder mit Respekt, Ehrfurcht und ritterlicher Ehre ausstattet, die man heutzutage oft so sehr vermisst.
Ob die Botschaft auf Moralbasis dann tatsächlich noch mit dieser Härte in heutiger Zeit angenommen wird, wie sie damals von den Leinwänden runterschrie, wage ich zwar zu bezweifeln, aber als Fan jener Tage, die ich niemals erlebt habe, ist es einfach nur herzerweichend, sich zurück in eine Zeit zu begeben, in der all dies möglich war und man dieser Ehre auch im Alltag noch gegenwärtig begegnete.
Und es funktioniert: Der Soundtrack wummert erhaben in den Boxen und führt durch den Hintergrund, die Kameraführung kennt Pietät, der Show-Voyeurismus wurde noch nicht geboren und der Anstand hatte Hochkonjunktur. In dieses Verhalten passt sich jeder mit seiner Größe ein und verschafft damit diesem Werk einen Monumental-Status, der in heutiger Zeit den Unterschied ausmacht und Mord im Orient Express aufs Siegertreppchen der Modernisierungsfilme hievt.
 

.kinoticket-Empfehlung: Filme wie dieser ölen den Weg aus der Seele zum Herz und verschaffen jedem Filmfan ein Höchstmaß an Glücksgefühlen.
Überschwemmt von Anmut, Pietät und Ehrgefühl fährt man im vollbesetzten Zug Richtung Erkenntnis und es macht auch heute noch ungemein viel Spaß und ist zu keiner Zeit langweilig.
CinemaxX Afterwork am 14. November 2017 nutzen oder ab 9. November 2017 definitiv rein da.

 
Nachspann
braucht nicht abgewartet zu werden, hier kommt nichts mehr.
Kinostart: 9. November 2017

(Trailer) Mord im Orient Express

Bereits die ersten Szenenfotos waren extrem vielversprechend und der Cast liest sich runter wie Butter: Die Rede ist von Mord im Orient Express, den so mancher vielleicht noch aus Uralt-Tagen kennt.
Der dazu passende Trailer am Sonntag folgt auf freiem Fuße:
 
[youtube https://www.youtube.com/watch?v=alLVEwHkMVw?rel=0&w=560&h=315]
Rätselraten, präsentiert von © Twentieth Century Fox
 
Warum man den Film gesehen haben sollte:
Weil’s ein Klassiker ist, dessen Drehbuchgenialität ja bereits bekannt ist und den Fox garantiert nicht lieblos erneut auf die Leinwand klatscht. As said before: Die ersten Szenenfotos sind beeindruckend und machen übelste Lust auf mehr. Wieder einmal fällt einem das Warten schwer…
Und dann wären da noch:

  • Ridley Scott
  • Penélope Cruz
  • Willem Dafoe
  • Judi Dench
  • Johnny Depp
  • Derek Jacobi
  • Michelle Pfeiffer
  • Josh Gad

… und viele mehr. Braucht’s noch mehr Gründe, um ins Kino zu gehen? Mich hattet ihr bereits beim Titel …
 
Kinostart: 23. November 2017

The Great Wall (3D)

Matt Damon in einen zumindest in meinem Kino nicht hochauflösend gezeigten Trailer über chinesische Inhalte zu schicken, zeugte nicht unbedingt von dem Wunsch, Zuschauer in dieses Werk zu locken, denn es wirkte nicht nur “billig”, sondern irgendwo auch verloren.
Wie mir zu Ohren gekommen ist, haben sich wohl auch sehr viele daran gestört, dass Damon innerhalb dieser chinesischen Publikation sogenanntes Whitening betreibe, was natürlich lächerlich ist, da sein Charakter auch geschichtlich absolut in seine gespielte Rolle passt und man ihm daher rein gar nichts vorwerfen kann. Im Gegenteil.
Vorwerfen kann man auch dem Film selbst nichts, denn The Great Wall etabliert sich als eines der Kunstwerke, für die 3D wieder mal wie geschaffen ist. Was hier an Räumlichkeit über die Leinwand in den Saal reinschiebt, ist endlich mal wieder echte Liebe zur Dreidimensionalität und beweist einmal mehr, dass hier und da der Griff zum teureren 3D-Ticket durchaus lohnenswert ist.
Aber nicht nur das, sondern auch das verhaltene Andeuten im Trailer und die daraus resultierende überraschende Auflösung der Pointen ist bei The Great Wall mehr als gelungen. Die Action, das epische Auffahren von abartigen Szenen, die kolossalen Kämpfe, denen man hier beiwohnt, erzeugen im Saal nicht nur mächtig Gänsehaut, sondern lassen auch den Zuschauer tief in diese mystische Welt eintauchen, derer sich die Schöpfer anhand von Mythen & Sagen aus der dortigen Region bedienten.
Der Film als solches war für mich eine absolut gelungene Überraschung auch die Crazyness der Gegenspieler punktete bei mir mit Einfallsreichtum und sowohl grafisch als auch “logistisch” super umgesetzter Ideenvielfalt.
Die Momente, in denen man vor Staunen einfach nur entzückt in seinem Kinostuhl verharrt und sich über den immensen Aufwand bei der Produktion freut, häufen sich hier nicht nur zahlreich, sondern übertrumpfen sich auch selbst immer wieder und lassen auch hierzulande die chinesische Filmtradition erfolgreich weiterleben.
Dass man hier auch zum Schluss nicht in heroischen Heldenunsinn verfällt, sondern die Bühne mehr oder weniger der grafischen Explosion widmet, war für mich auch ein weiterer Pluspunkt, auch wenn sich daran wohl der ein oder andere stören könnte.
 

.kinoticket-Empfehlung: Fakt ist: Als geballtes Actionkino mit sagenhafter Unterhaltung und jeder Menge epischer Szenen erkämpft sich dieses Werk den Weg in die Toplisten der sehenswerten 3D-Filme und erzeugt nicht selten spürbar grandiose Momente.
Da es sich hier um eine Sage handelt, sollte man geschichtlich nicht allzu viel erwarten, der Sehspaß bleibt davon aber unberührt.
So niedrige Erwartungen der Trailer vermuten ließ, so hoch hat man sich übertrumpft und sensationelle Action geboten – definitiv sehenswert!

 
Nachspann
die ersten paar Sekunden beobachten, wem das egal ist, einfach nach draußen gehen.

Findet Dorie (3D)

Weiter geht’s mit dem “Ich hab den ersten Teil nicht gesehen, dafür aber jetzt den zweiten”-Reigen: Findet Dorie in 3D – alles andere kannste vergessen.
Zugegeben: Die Werbephase war erfolgreich, jeder rennt rein, die Kinos überbieten sich mit Vorstellungsterminen und das Teil wird hoch und runter genudelt. Der Herbst hat begonnen und jeder will wieder alte Zeiten aufleben lassen, mein Gott, Nemo war ja sooooo süß ….
Gottseidank kann ich über den ersten Teil nichts sagen, denn dann würde ich jetzt wahrscheinlich darüber herziehen, wie schlecht alles geworden ist, wie man es ausquetscht, melkt und meint, damit wieder bei der großen Zuschauerschaft zu punkten, aber die Wahrheit sieht anders aus: Die Säle sind voll und es lacht immer nur eine einzige Frau.
Ich möchte euch eure liebevollen Tierfantasien jetzt nicht zerstören oder hier mit meiner schlechten Laune über diesen Film euren Sommerend-Spaß kaputt machen, aber geht’s nur mir so, oder hat dieses Ding allein schon im Plot ewige Sinn-Lücken, die bloß keinem auffallen, weil Nemo ja soooo süß ist und Dorie erst … Awwwwwww…………..* kotzbröckchenwiederrunterschlugg *?
Wie dem auch sei – das Problem in meinem Fall war wohl: Vor dem eigentlichen Hauptfilm wurde zuerst ein Vorfilm gezeigt und der war richtig gut, hatte Anmut, Stil, Eleganz und eine kindliche Unschuld, derer Findet Dorie nicht mehr Herr werden konnte.
Man spürt richtig die Schranken, die hier überall aufgebaut worden sind, um ja keinen der ach so großen Zuschauerschaft zu verärgern und – wieder einmal – merkt keiner, dass man mit genau diesen erzählerischen Einschränkungen genau dies tut.
Schon im Trailer hat man eine gewisse Art “Zurückgebliebenheit” diagnostizieren können und der Film als Ganzes macht diese Vorahnungen nicht unbedingt besser. Es dümpelt so seicht vor sich hin und ist eben mal da – auch wenn es niemandem vom Hocker reißt, man könnte ja jemand anderen verärgern.
Und diese cineastische Eingeschränktheit erinnert mich immer an den Satz: “Wer seine Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu erhalten, wird am Ende beides verlieren.”
Das und nichts weiter ist Findet Dorie (3D) für mich: Ein Verlierer, der seine schöpferische Erzählkraft und sein animiertes Potenzial in den Wind schleudert und noch nicht mal 3D ausreizt, um hier wenigstens für Szenen zu sorgen, die im Gedächtnis bleiben. Und als Quintessenz dann das Wörtchen ‘Belanglosigkeit’ mit aus dem Saal zu tragen, ist doch das schlimmste, was einem Film überhaupt passieren kann, oder?
Warum geht man nicht hin und opfert hier etwas mehr kreativen Freiraum? Wieso spendiert man von dem vielen Geld, das da sicherlich im Hintergrund steckt, nicht einfach ein wenig mehr in die richtigen Positionen, um einen zweiten Großerfolg einzufahren, der nicht nach Belanglosigkeit und Bedeutungsfreiheit stinkt?
Ich weiß es nicht. Für mich wieder mal ein klassisches Beispiel dafür, dass genau die Filme, in die man als Nicht-Kinogänger permanent rennt, die schlechtesten von allen sind und man sich besser beraten ließe, bevor man sich ein .kinoticket löst – ich geb mir die größte Mühe, euch hier solch eine Einschätzung zu liefern.
 

.kinoticket-Empfehlung: Auch wenn das Niedlichkeitspotenzial wieder zum Himmel stinkt: Reingehen würde ich hier auf keinen Fall nochmal.
Und das 3D sollte man sich auch geflissentlich schenken, denn das ist quasi so gut wie gar nicht vorhanden, außer vielleicht auf den Abrisskarten und als Lücke im Geldbeutel. Und das bei einem animierten Film (wo geht denn 3D besser wenn nicht hier?) – ein Armutszeugnis für eine Filmschmiede wie Disney, die dazu noch von allen derart viel Kohle abknüpft und kleine Kinos zerstört … ihr werdet mir immer unsympathischer. Hört das irgendwann wieder auf oder geht das jetzt immer so weiter mit euch? Ist ja nur ne Frage …

 
Nachspann
Sitzenbleiben. Die Abspannszenen und das danach ist mit fast das Beste am ganzen Film. Nein, eigentlich ist der Vorfilm das Beste am ganzen Film.

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