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wenn aus filmen leidenschaft wird

Tag: Zukunft

Alita: Battle Angel (3D) (inkl. Gewinnspiel)

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© 2019 Twentieth Century Fox

So, und nun fehlen mir mal wieder die Worte und ich fürchte, dass dies einer der nächsten “langen” Beiträge werden wird, die einen ganz vergessen lassen, dass Twentieth Century Fox mal wieder ein gewaltiges Paket geschnürt hat, das ich an euch weiter verlosen darf. Mehr dazu findet ihr am Ende des Beitrags!

Beginnen wir mal mit dem Plakat und damit mit einer der wenigen Ausnahmen, wo es tatsächlich mal wichtig ist, zu schauen, von wem das hier alles eigentlich stammt: James Cameron.

Cameron zählt schon seit Jahren zu meinen Lieblingsregisseuren und ich schätze nicht nur, welche Geschichten er zu erzählen hat, wie er sie erzählt, sondern auch, was er im Hintergrund alles für Kino getan hat und immer noch tut. Dieser Mann liebt Kino und verdient damit nicht nur sein Geld.

Schaut man sich seine vergangenen Werke an, findet man Filme, die weltweit und zeitlos in den Top-Rängen der besten Filme aller Zeiten rangieren. Cameron hat die zwei erfolgreichsten kommerziellen Filme überhaupt verbrochen, ist Erfinder bahnbrechender Techniken und Möglichkeiten, die das Gefühl auf der Leinwand mehrfach revolutionierten und ist damit einer der “ganz großen”.

Auch in Sachen 3D haben wir ihm viel zu verdanken: Mit Avatar – Aufbruch nach Pandora hat er 3D quasi für die Kinos “erschaffen” und extrem viel in die Verbreitung und Weiterentwicklung gesteckt, die mehr oder weniger dieses Feature überhaupt für Kinos interessant gemacht hat. Wenn 3D, dann James Cameron-3D – und ja, ich habe bereits die .trailer mit einer derart heißen Vorliebe erschnüffelt und immer wieder genossen, wenn er dann endlich mal wieder im Vorprogramm gezeigt wurde, denn das 3D ist brachial und lässt alles andere wieder weit hinter sich.

Hier spürt man das Echte, das Tiefe, das Wahrhaftige… kein gerendertes Nachgeäffe oder Möchtegern-“Aber-das-ist-doch”-3D, sondern PS unterm Arsch, dass es nur so kracht.

Und ja, setzt euch nach vorne! Je weiter ihr an der Leinwand hockt, umso granatenmäßiger fliegen euch die Gegenstände um die Ohren und je größer die Leinwand ist, umso besser!

Und der Film macht den Versprechungen wieder mal alle Ehre! Hier kracht, was das Zeug hält und man landet in einer Steampunk-Welt, die den Wunderwerken, die man von Cameron gewöhnt ist, in nichts nachsteht.

Man findet wirklich alles, was man sich nur erträumen kann: Einfälle, Ideen, Detailreichtum, ausgearbeitete Kulissen, fertige Kreaturen, Charaktere, die nicht im Vorbeigehen gezeichnet wurden, eine Story, die laut nach mehr schreit und Schauspieler, die man nicht zwingend alle kennt: Auch hier wurde alten Traditionen Ehre gemacht und frisches Blut auf die Leinwände gebracht, die damit eine Chance für eine wundervolle Karriere vor sich haben.

Und nun paart sich dieser westliche Regisseur mit der amerikanisierten Verfilmung eines Themas, das östlicher nicht sein könnte: Mangas. Alita: Battle Angel ist im Anime-Sektor zu Hause und dort auch nicht unbekannt. Das ist der Punkt, an dem Autoreifen im Gullideckel hängen bleiben können: Hier kommen die Kritiker und Manga-Fans zum Einsatz und schreien normalerweise nach “Geht gar nicht” und so weiter … aber auch hier kann ich wenig entdecken, das diesen Film weniger interessant machen würde. Die Umsetzung ist mega durchchoreografiert, man hat sich so viel Mühe gegeben, hier etwas von Belang an die Kundschaft weiterzureichen, das mir eher Respekt abverlangt statt Kritik über die Tische rollen zu lassen.

Im .trailer haben wir bereits einen guten Einblick bekommen, was auf einen wartet – und auch, wenn man das Ding auswendig mitbeten kann: Der Film wird deshalb nicht langweiliger oder zerstört, sondern erhebt sich als Epos am Himmel der Kinos, als gäbe es kein Morgen.

Glaubt mir: Wenn ihr diesen Titel auf euren .kinotickets stehen habt, dann war euer Abend ein berauschendes Event, dass nicht nächste Woche wieder vergessen ist, sondern von dem ihr auch nächstes Jahr noch erzählen werdet.

Fanschwarm, weil ich hier verlose und irgendwie von Twentieth Century Fox gekauft wurde?

Nope – ich schreibe weiterhin aus freien Stücken und verdiene hieran keinen Cent, damit genau das niemals passiert. Im Gegenteil: Das kostet mich sogar ne Menge Geld und ich gebe es gerne aus, weil ich – genau wie James – Kino liebe und es jedem von euch wünsche, solch ein Event endlich mal wieder zu erleben.

Producer James Cameron and Director Robert Rodriguez on the set of ALITA: BATTLE ANGEL. Photo Credit: Rico Torres.

© 2018 Twentieth Century Fox

G E W I N N S P I E L

Und damit das meine Leser können, ohne tief in die Taschen greifen zu müssen, gibt’s nun wieder ein fettes Fanpaket zu gewinnen: Twentieth Century Fox hat für euch nämlich 5x 2 Freitickets für Alita: Battle Angel (3D) ausgemacht und obendrein gibt’s noch 2 megacoole Poster zum Film dazu, die ihr euch in eure Zimmer hängen könnt, um das Kinoerlebnis wie im Fotoalbum früh beim Aufwachen nochmal zu erleben.

Und das beste ist: Die Kinos sucht ihr aus! Einfach mit den Verleih-Gutscheinen an die Kinokasse gehen und diese dort gegen 2 Freitickets für Alita: Battle Angel (3D) tauschen. Damit seht ihr das 3D-Spektakel auf Kosten von Twentieth Century Fox und werdet quasi indirekt von ihnen ins Kino eingeladen! Was will man mehr?

Wie ihr gewinnen könnt?

Kommentiert unter diesem Beitrag, ob ihr Filme grundsätzlich lieber in 3D oder in 2D seht und warum. Was gefällt euch an dieser Technik und welche Filme habt ihr evtl. schon in 3D gesehen und wie fandet ihr diese?

Unter allen Kommentaren, die bis einschließlich Sonntag, den 17. Februar 2019 eingehen, entscheidet das Los und der Gewinner / die Gewinnerin wird von mir per E-Mail benachrichtigt. Bitte gebt also zwingend eine gültige E-Mail-Adresse an, unter der ich euch schnell erreichen kann, damit die Karten und Poster rechtzeitig bei euch eingehen.

Das Gewinnspiel wird von www.kinoticket-blog.de veranstaltet und die Preise wurden von Twentieth Century Fox gestiftet. Es gelten die üblichen Bedingungen. Die Auswertung findet von mir persönlich statt und keinerlei Daten werden an fremde Institutionen oder ähnliches weitergegeben, sondern alles händisch von mir ausgewertet und nach dem Versand gelöscht.

Nun wünsch ich euch viel Glück, freue mich auf eure Kommentare und kann es kaum erwarten, bis der Film endlich in den Kinos startet: Ich werde definitiv wieder reingehen. Und ihr?

.kinoticket-Empfehlung: Vom Quasi-Schöpfer des 3D aus der japanischen Manga-Szene aufgeschnappt und als Leinwand-Epos mit neuem Leben versehen entdeckt man hier einmal völlig neu, wozu Kino überhaupt fähig ist!

Dieser Film macht einen Heidenspaß, liefert eine bombastische Welt und sorgt schon jetzt für mächtig Furore.

Die Steampunk-Welt ist großartig und detailverliebt gestaltet, die Action kracht gewaltig und das 3D ist so, wie es sein soll: Makellos! Wer den nicht im Kino sieht, macht einen gewaltigen Fehler – und Twentieth Century Fox spendiert sogar die Karten – einfach beim Gewinnspiel teilnehmen und etwas Glück haben!

Nachspann
❌ muss man nicht aussitzen, hier folgt nichts weiter.

Kinostart: 14. Februar 2019

Original Title: Alita: Battle Angel
Length: 122 Min.
Rated: FSK 12

Das Mädchen, das lesen konnte

© 2018 Film Kino Text

1851 ist nun schon ein wenig her. In Kürze feiern wir den Übergang ins Jahr 2019 … eine große Zeitspanne, in der manchmal gar nicht so viel anders geworden ist.

Das Mädchen, das lesen konnte trumpft mit einer „Idee“ auf, die tatsächlich sehr spannend ist und deren Erörterung sicherlich extrem viel Spaß machen kann. Jedoch befürchte ich bei diesem zeitlichen Abstand, dass viele eben nicht mehr wirklich den Anschluss an das Geschehen finden. Hier werden nämlich Probleme offenbar, die tatsächlich etwas mit „Ungleichheit“, „Freiheit“ und dergleichen zu tun haben. 167 Jahre sind nun mal kein Pappenstiel, wo viele schon mit einem 30-Jahres-Zeitraum ihre lieben Schwierigkeiten haben.

Und da der Film tatsächlich Anschluss an dieses Jahrhundert findet und wahre Probleme aufzeigt, ist es als Zuschauer zwingend erforderlich, sich mit dieser „Einfachheit“ auseinanderzusetzen und damit in gewissem Maße klar zu kommen. Und dabei hatte auch ich meine lieben Schwierigkeiten.

Nicht von der Hand zu weisen ist aber der Inhalt, denn der Gedanke, der im übrigen auf dem autobiografischen Werk der tatsächlichen Frau basiert, ist wahrhaftig interessant und den würde ich zu gerne in heutiger Zeit mal durchexerziert sehen. Dazu war mir der Film aber zu sehr im „falschen Jahrhundert“ und die Thematik zu abgedriftet, um reale Bezüge und sinnvolle Verknüpfungen herstellen zu können, die sich auch mit der heutigen Problematik auseinandersetzen.

Und den geistigen Aufwand, der der Zuschauer absolvieren muss, um hier vollends aufzugehen, bringen eben standardisiert die wenigsten mit.

.kinoticket-Empfehlung: Eine echt abgedrehte, wahre Geschichte, basierend auf dem autobiografischen Werk von Violette Ailhaud.

Stellt zu wenig Bezug zur heutigen Zeit dar und macht es einem schwierig, darin einzutauchen, da weder die Umstände, noch die „Technik“ dahinter mit irgendetwas belohnen, sondern hier echte Denkarbeit vor einem liegt. Das macht diesen Film zur schweren Kost, auch wenn die Grundidee eigentlich total spannend ist…

Nachspann
❌ braucht man nicht abzuwarten, hier folgt nichts weiter.

Kinostart: 10. Januar 2019

Original Title: Le Semeur
Length: 98 Min.
Rate: FSK (tba)

Die Grundschullehrerin

Seit ein paar Wochen schwärme ich schon davon, dass es demnächst jede Menge Filme geben wird, die euer Herz fordern werden – ohne dabei Namen zu nennen – dies hier ist einer davon.
Mit so viel Liebe, Inbrunst, Herzblut und pädagogischem Vorbild geht man die zwischenmenschlichen Beziehungen im frühen Kindesalter an und entdeckt die Welt einmal völlig neu und von vorne. Dabei ist die Herausarbeitung der verschiedenen Persönlichkeiten enorm! Das Meckern über mangelnde Profiltiefe bei zu oberflächlich dargestellten Charakteren trifft spätestens hier auf seine Grenzen, denn die Ineinanderverflechtung der verschiedensten Ausgangssituationen erlebt in einem völlig herzlichen und absolut empfehlenswerten Film seinen Höhepunkt.
Dabei wurden die Darsteller sowas von sorgfältig ausgewählt, dass einem selbst als Kinderhasser das Herz aufgehen muss, denn die Kleinen leisten Umwerfendes! Das rührt fast schon zu Tränen!
Man mag kaum glauben, dass es sich diesmal nicht um eine wahre Geschichte handelt, sondern alles nur fiktiv ist und spürt die zweijährige Recherche an allen Ecken und Enden. Das Ergebnis ist mehr als authentisch und zeugt von so viel Vorbildcharakter, dass ich diesen Titel fast schon als Lehrstudie im Unterrichtsplan von angehenden Lehrkräften sehen möchte. Als absoluten Pluspunkt muss man an dieser Stelle ebenfalls erwähnen, dass die Menschen hier nicht auf ihre Berufe reduziert oder süffisant auf ihre Stereotypen runtergebrochen wurden, sondern man tatsächlich das Kunststück (was eigentlich keins sein sollte) geschafft hat, ein ganzheitliches Bild zu zeichnen, das keinen Aspekt des Lebens außen vor lässt und Menschen gedanklich Unmögliches abverlangt.
Gerade das Umgehen mit Schwächen, das Lernen in allen Perspektiven und die spielerische Auseinandersetzung mit todernsten Themen machen aus diesem Film eine Perle, die man definitiv gesehen haben muss.
 

.kinoticket-Empfehlung: Ob ihr den Titel nun im Kino, Heimkino oder irgendwo unterwegs schaut, sei dahingestellt – wichtig ist nur, dass er auf eurer To-Do-Watchlist steht und ihr keinesfalls versäumt, die Inhalte dieses französischen Peaks zu konsumieren.
Natürlich würde ich immer die gemütliche Abendrunde mit Freunden im Independent-Kino eurer Wahl bevorzugen, für mich verbirgt sich hinter dem fast unscheinbaren Titel aber eine ganz große Story, die es wert ist, der Welt gezeigt zu werden.
Also schaut sie euch an.

 
Nachspann
muss nicht abgebrochen werden, man wird hier endlich wieder mal “sanft entlassen”.
Kinostart: 15. Februar 2018

Blade Runner 2049

Eines Tages entstand einmal ein Film. Eine Nische. Bewegtbilder. Die Menschen waren begeistert. Man entwickelte sich fort, führte immer neue Prozesse, neue Techniken, neue Blickwinkel und Kamerapositionen ein, stockte später mit immer mehr raffinierten Tricks auf und entdeckte irgendwann das CGI-Zeitalter. Arbeitete sich empor in immer neue Höhen und verließ den Independent-Film.
Mit jedem neuen Produkt wurde man immer größer, Hollywood entstand und es entwickelte sich eine immer größere kapitalistische Marktmacht, die seinerseits in immer höhere Sphären aufstieg, weil man mittlerweile nicht mehr nur mit Tricks, sondern auch mit Namen Geld machen konnte. Die Raffinessen, um den Zuschauer zu begeistern, waren längst nicht mehr Hauptbestandteil dessen, worauf man stolz war, sondern oft war es einfach nur die Marke.
Es wurden lieblose Fortsetzungen produziert, irgendwann gingen die Ideen aus, zwischendrin gab es auch mal einen heftigen Drehbuchautorenstreik und dann begann man, einfach alte Geschichten neu zu erzählen. Obwohl man es im Laufe der Zeit auch nicht besser konnte.
Wo anfangs noch der Charme, die Liebe zum Detail, die ausgeklügelten Fähigkeiten das Herz eines Films ausmachten, war es jetzt allenfalls der einstige Erfolg des namentragenden Vorgängers, der wieder Geld in die Kassen spülen sollte.
In den vergangenen Jahrzehnten wurden wir mit solchen Reboots, Neuauflagen und Fortsetzungen gequält, die weder technische noch inhaltliche Verbesserungen aufweisen konnten.
Zwischendrin zuckelte immer mal ein Independent-Film an die Oberfläche, um zu beweisen, dass Kino doch noch Spaß machen kann und nicht nur die Multimilliardär-Mogule das Sagen haben, nur um sogleich wieder von einer Giganstromonster-Produktion plattgemacht zu werden, die im inhaltlichen keinerlei Anspruch mehr besaß und den Zuschauer in seiner fortschreitenden Verblödung eher noch unterstützte, als etwas dagegen zu unternehmen.
Und jetzt?
Jetzt kommen wir anscheinend langsam in eine Zeit, in der man es verstanden hat, die technischen Errungenschaften der letzten 30 Jahre sinnstiftend zu benutzen und dem geneigten Kinoliebhaber zwar entweder anheftende oder Neuinterpretationen alter Geschichten vorzusetzen, die aber so dermaßen beeindruckend zu präsentieren, dass sie ihre Originale im Eilschritt vom Thron fegen und selbst ein neues Jahrhundert ankündigen.
Und es erstmal auf die Reihe zu kriegen, dass eine Neuverfilmung seinen Klassiker einfach mal so eben mit einem Wisch besiegt und weit über ihm angesiedelt werden kann, ist schonmal eine Leistung für sich.
Dass dann aber in Serie zu produzieren, bereitet mir inzwischen ziemliche Gänsehaut, denn Kino dürfte sich demnach in den nächsten Jahren dann definitiv wieder lohnen.
Und mit Blade Runner 2049 haben wir einen weiteren Meilenstein Nr. 1, der sich mit ES das Treppchen teilt und die Aufmerksamkeit des Rennens aller Filme dieses Jahrzehnts auf sich gezogen hat. Und zwar mit so immens großem Abstand zu allen anderen Filmen, dass man sich fragt, ob die überhaupt auf der gleichen Piste im Rennen um die Gunst des Zuschauers mitfahren.
Mir kommt’s so vor, als buhlten die ganzen anderen Filme um “Ich bin besser”, “Nein, ich bin besser”, “Nein, du bist doof, ich bin viel cooler” und allesamt merken sie nicht, dass ihre Ränge irgendwo zwischen 96 und 104 postieren und sich die Bevölkerung um ganz andere Dinge schert.
Und die Top 3 haben sich diese zwei gekrallt: ES und Blade Runner 2049. Und zwar beide gleichauf an der Spitze.
Es gibt als Laie (ich bin weder ausgebildeter Schreiberling, noch habe ich Journalist, Redakteur oder sonst etwas studiert oder gelernt) kaum eine Möglichkeit, sich ebenso würdig an dieses Werk zu nähern, wie es die Produzenten mit dem Klassiker aus dem Jahr 1982 getan haben.
Das unglaublich gute Gefühl hatte ich bei den sanft eingeführten Teasern schon, dass man sich hier mit extrem großer Würde einem zeitlosen Klassiker nähern würde, ohne ihn zerstören zu wollen. Und der Film bricht alle Rekorde.
Er wird in den kommenden Jahren selbst ein zeitloser Klassiker seiner Zeit werden und die Menschen auch noch in 20 Jahren mit seiner heutigen Überlegenheit faszinieren. Schade, dass man Twitter für diese Situationen nicht genauso wirksam konservieren kann, wie es damals für Zeitungsartikel und Kritiken galt. Schlagt einfach mal in der Community nach und lest ein paar Rezensionen aus Amerika: Sie sind allesamt wahr, das überschwängliche Lob gerechtfertigt.
Du sitzt im Kino und denkst dir immer mehr: Was bin ich nur für eine unwürdige Kreatur in der Schöpfung dieses Kolosses, dass man da auf die Welt losgelassen hat und das jetzt in aller Ruhe Stück für Stück die Ränge in allen Teilen der Welt erobert.
Hans Zimmer und Benjamin Wallfisch als Hauptverantwortliche für den Soundtrack haben sich in ihrem Lebenswerk beide selbst mehr als übertroffen. Nicht nur, wie man sich den Original-Themes von viel weiter oben heran annähert und dem Film in seiner bahnbrechenden, unterschwelligen Wucht Tribut zollt, sondern die gesamte Kulisse ist gelinde gesagt spektakulär. Das Kino bebt, die Menschen zittern und man ist überwältigt – und ich rede hier immer noch ausschließlich vom Ton.
Dazu kommt eine Kulisse, die eine düstere Vision einer Zukunft formiert, die der von 1982 in absolut nichts nachsteht. Der Kunde darf staunen – und wird überwältigt von Impressionen und unglaublich bildstarken Stadtansichten, die den Geist einfach mal so in die Knie zwingen. Und der Soundtrack wirkt übrigens weiter.
Die Regisseure himself – Dennis Villeneuve und Ridley Scott – haben selbst die Presse darum gebeten, nichts zu spoilern, denn dieser Film lebt von seiner Geschichte und den Entwicklungen darin. Und ich bin gespannt, demnächst von meinen “Kollegen” die Kritiken zu lesen und zu schauen, ob sie es genauso auf die Reihe gekriegt haben, wie ich es hier probiere: Spoilerfrei darüber zu schreiben und trotzdem der Begeisterung zum Ausdruck verholfen zu haben. Denn das ist ein weiterer Punkt dieser Megaproduktion: Hier man man wieder alles, was ich oben angekreidet habe: Ein Monsterprojekt mit einem Namen, der sich absolut vermarkten lässt – und dazu einen Film, der von Inhalten (!) lebt!!!
Leute, das ist unfassbar!!! Auf Twitter schreibt man, dass es eine unglaubliche Erfahrung ist, diesen Film zu sehen – und bei Gott, das ist es! Womit wir beim nächsten Punkt wären: Fürs Kino gemacht!
Blade Runner 2049 zählt wieder zu den Werken, die man uneingeschränkt und ausschließlich für den großen Screen empfehlen kann. KEIN Display dieser Welt, dass in irgendwelchen noch so himmlisch ausgestatteten Heimkinos präsentiert werden kann, könnte je die Imposanz und Macht genauso wiedergeben wie Kinos, die an IMAX-Qualität heranreichen, für die dieser Film produziert wurde. Wieder einmal gilt – mit Abstand: Je größer und lauter, um so besser.
Nicht, weil es hier an Actionsequenzen kracht und scheppert und man wieder laut brüllt und nichts dahinter ist, sondern weil der unterschwellige wummernde Sound in Verbindung mit den unglaublich beeindruckenden Bildern ein großes Ganzes ergibt, dass nicht mal annähernd auf anderen Bildschirmen widergespiegelt werden kann.
Und nicht zum Schluss noch ein Punkt, der mich sehr gefreut hat: Keine Mitleidsrollen. Niemand wurde hier zu irgendwas verpflichtet, um nochmal mehr Dienerschaft abzuschöpfen und mit seiner Ehre und Schauspielerwürde dafür zu stehen, dass den Bediensteten der großen Studios noch mehr Geld in die Kassen gespült wird, sondern man hat jedem, der “wieder aufkreuzt”, eine würdige Rolle verpasst, die sich mehr als galant in die Storyline einpflegt und ein herrlich süffisantes Wohlgefühl hinterlässt.
Darum:
 

.kinoticket-Empfehlung: Es ist Zeit, ins Kino zu gehen, um nicht die Geburtsstunde eines historischen Meilensteins der Kinogeschichte zu verpassen und mitzuerleben, wie ein Mega-Blockbuster tatsächlich wieder die Aufmerksamkeit der ganzen Welt verdient hat!
Was hier gerade passiert, ist beispiellos in der Geschichte des Motion Pictures!
Dieses Jahr kann definitiv nichts mehr kommen, dass dem noch eine Krone aufsetzen würde. Also nutzt die Chance – noch sind beide Repräsentanten der erfüllten Hoffnung, dass auch Blockbuster herausragend sein können, im Kino.
Ausreden zählen nicht: .kinoticket kaufen und sich selbst davon überzeugen!

 
Nachspann
Allein die Musik und optische Aufmachung ist es wert, sich den Abspann bis zuletzt anzuschauen. Auch wenn hier keine weiteren Szenen mehr kommen.
Kinostart: 5. Oktober 2017

(Trailer) Terminator 2: Tag der Abrechnung (3D)

Zum heutigen .trailer möchte ich eigentlich nicht viel sagen, außer: Schaut ihn euch an und freut euch tierisch drauf – genau wie ich. Im Ernst: Es wird der absolute Kracher. Aber seht selbst:
 
[youtube https://www.youtube.com/watch?v=Nn2KojlG-0Q?rel=0&w=560&h=315]
Ein absoluter Klassiker präsentiert von © Studiocanal
 
Warum man den Film gesehen haben sollte:
Was waren es für Zeiten, als Terminator 2: Tag der Abrechnung in den Kinos lief und alle Welt begeisterte. Mittlerweile sind wir so weit in der Zeit vorangeschritten, haben so viele technische Errungenschaften erobert, haben so große Wandel auch im cineastischen Sinne er- und durchlebt, dass es fast unglaublich ist, ein so vergleichsweise altes Werk wieder auf der großen Leinwand bestaunen zu dürfen.

Und Leute: Der Moment ist absolut magisch! Wenn Arnold Schwarzenegger erneut durch die Weltgeschichte eiert, um seine Aufträge zu erfüllen und die Geschichte ein weiteres Mal erzählt. Man sitzt im Kino, kann – als absoluter Fan der Terminator-Reihe – jedes einzelne Wort mitsprechen und feiert den bis dato besten Terminator in seinem Lieblingskino im Jahr 2017! Was für ein Fest!

Sofort spürt man den Unterschied, welche Machenschaften damals aktuell waren. Dass mit Technik nicht viel gemacht wurde und höchstens hier und da mal ein paar visuelle Effekte eingepflegt wurden, die jedoch eher verpönt waren, weil es das Gesamtbild des Realistischen einfach verzerrte und aus einem perfekten Film nur etwas Zweitklassiges werden ließ.
Terminator 2 ist nicht zweitklassig, sondern glänzt auch heute noch mit einer unverkennbar wichtigen, eindrücklichen und wohlüberlegten Botschaft, die ihre Wirkung auch jetzt auf der Leinwand immer noch nicht verfehlt.
Die Liebe und Hingabe, die James Cameron damals in sein Werk investierte, zeigt sich auch aktuell bei der von ihm persönlich überwachten, in 3D konvertierten Fassung, die den Film technisch auf das aktuelle Niveau hebt, ohne ihn durch modernen Schnickschnack zu verschandeln.
Zwischen den technisch perfekten, unglaublich in die Tiefe projizierten Bildern (Cameron wusste natürlich, welche Szenen sich perfekt dafür eignen und hat sich auf eben diese spezialisiert) finden sich immer noch die Original-Material-Aufnahmen, wodurch man spürt, dass man auch heute dem Werk immer noch einen tiefen Respekt zollt und nicht mit Modernität überrumpelt und der Ansicht ist, es einfach alles besser zu können und dadurch nochmal die gleiche Geschichte neu verfilmt respektive einfach alles neu rendert.
Die Schärfe ist extrem – die Bilder unglaublich plastisch und mit immenser Detail-Tiefe bereichert, während der Film selbst noch den Charme seiner Zeit ausstrahlt und eben ein echtes Original ist, von dem man meinen könnte, es wäre heute erst gedreht worden. Mad Max: Fury Road (3D) und seine authentische Stunt-Darstellung lässt grüßen.
Dieser Respekt gegenüber dieser Zeit, die tiefe Verneigung vor der unglaublich visuellen Kraft, die man damals in seine Filme gesteckt hat, findet sich auch in der dreidimensionalen Neufassung wieder, die im Kino zu sehen definitiv Pflicht ist. Denn: Cameron wollte der heutigen Jugend einen Film näherbringen, den man damals gesehen hat – auf DVD – und nicht in dieser unfassbar coolen Fassung, die es am 29. August 2017 in den Kinos zu bestaunen gibt.
Also rein da!
 

.kinoticket-Empfehlung: Es fühlt sich an, als wäre man selbst in der Zeit zurückgereist und all die Probleme, in die uns unsere Geschichte gefahren hat, seien vergessen: Man bekommt nochmal eine Chance, während Edward Furlong gerade in den Kinos vorgestellt wird.
Die Originalität dieses Meisterstücks wurde in keinster Weise verbogen oder durch irgendwelche modernen Techniken verschandelt, sondern dem Werk wurde der ihm gebührende Respekt gezollt, während man die Geschichte topmodern und technisch auf absolut einwandfreiem Niveau erneut der Jugend in den Kinos vorführt.
Gut so, denn das ist ein unangefochtenes Beispiel für einen wahrhaft sensationellen Film, der alles mitbringt, was das Kinoherz liebt: Action, Schauspieler-Originale und eine fantastische Story, die man mittlerweile in den Sand gefahren hat.
Damals war sie noch in Ordnung – und am 29. August wird sie es wieder sein. Eure Chance!

 
Nachspann
Wie damals – nichts neues mehr nach dem Abspann – außer dem aktualisierten 3D-Abspann, der die Mitarbeiter würdigt, die hier wirklich unfassbare Arbeit geleistet haben. Danke Jungs!

Valerian – Die Stadt der tausend Planeten

Wer erinnert sich noch an seinen sensationellen Auftritt in A Cure for Wellness? Dane DeHaan besticht ein weiteres Mal neben Cara Delevingne in einem Masterpiece von Regisseursmeister Luc Besson.
Und Leute – meine Begeisterung ist kaum zu zügeln. Ja, wir alle kennen die morbiden Versuche von brüllenden Löwen, in der Filmwelt Großartiges vollbringen zu wollen und dabei zu vergessen, dass die wahrhaft Starken die ruhigen Teilhaber sind und wahre Macht immer in flüsterleisen Tönen zu suchen ist.
Luc Besson hat in der Vergangenheit bereits bewiesen, was für ein filmisches Genie er ist. Seine Filme bestechen durch die Bank weg mit Alltime-Klassiker-Prädikat und sind derzeit wieder in aller Munde.
Mit Valerian – Die Stadt der tausend Planeten sorgt er im Trailer bereits für ein unglaubliches Gefühl von Vorfreude und Anspannung – noch nie habe ich eine Pressevorführung so sehr erwartet, wie diese. Und meine Vorfreude war begründet. Doch der Reihe nach.
Besson orientiert sich hier an einem Comic, das wohl die wenigsten Kinobesucher auf Anhieb kennen werden, zumindest ist mir noch niemals in meinem Leben etwas davon begegnet. Zugegebenermaßen bewege ich mich auch so gut wie kaum in der Comic-Welt und kann daher keine allgemeingültigen Aussagen dazu treffen. Was mir allerdings aufgefallen ist: Diese brachiale Wucht, die in dem Erfindergeist dieser Welten steckt, schlägt meiner Meinung nach sogar ansatzweise Avatar in seiner bildhaften Größe.
Valerian trumpft hier mit einer unfassbaren Farbenpracht und Formenvielfalt auf, die mir in dem Maße so gut wie nie begegnet ist. Diese Entführung startet mit unglaublich ausweitender Geschwindigkeit und schlägt den Zuschauer direkt in ein visuelles Filmerlebnis, dass vollkommen neue Maßstäbe im Kino ansetzt. Dass dabei IMAX-Qualität mit Dolby Atmos™ vermischt in ultrahochauflösender Qualität die Fronten von James Camerons ursprünglich moderner Pionierarbeit ankratzt, ist unangefochten. Und dabei muss noch nicht mal viel gesprochen werden: Die Bilder wirken einfach von selbst!
Während man dabei zuschaut, vergisst man völlig, auf welchem Planeten man eigentlich zu Hause ist. Diese Mutation im Kopf funktioniert hervorragend und hinterlässt ein Gefühl von Alltagsvergessenheit, indem man dabei vollkommen das produziert, wofür Filme im Ursprung gedacht sind: Zur geistigen Entführung in fremde Welten, die einen das eigene Leben vergessen lassen und für bombastisches Entertainment sorgen.
Beides erfüllt Valerian mit Bravour und entzückt voller Farbenpracht und Einfallsreichtum mit Kreativität, die seiner Zeit weit voraus ist. Und genau deshalb werden die Kritiker diesen Film lieben: Er sprüht nur so vor futuristischem Charme und frisst sich immer tiefer in die Gehirne seiner Besucher rein, um hier fundamentale Eindrücke einzupflanzen, die so leicht nicht mehr vergessen werden können.
Und dabei fährt man zu Höchstleistungen auf! Nicht nur Cara Delevingne besticht mit völlig neuem schauspielerischen Talent, dass man bisher von ihr nicht kannte, sondern auch alle anderen reihen sich in die von Erfolg gekrönte Inszenierung dieser unfassbaren Geschichte ein und liefern Leistungen, die nicht von dieser Welt zu sein scheinen.
Und dabei wird nicht nur auf Bildgewalt oder unfassbar gutes 3D wertgelegt, sondern auch auf Inhalt: Die Funken sprühen nur so zwischen beiden, was eine völlig eigenwillige Harmonie entwickelt, die man jeder Seite abkauft und die abseits jeden Schnodders einer kitschigen Liebesgeschichte so richtig Lust auf mehr macht: Auch hier ist man seiner Zeit wieder weit voraus. Wir alle werden wohl erst in einigen Jahren begreifen, was Besson damit tatsächlich aktuell bereits geschaffen hat.
Diese unfassbare Spritzigkeit, der Flair, die Andersartigkeit und die Filmkolorierung schicken die Zuschauer auf eine unvergessliche Reise, die ihr Leben nachhaltig prägt und das Kino der heutigen Zeit schon jetzt verändert hat.
 

.kinoticket-Empfehlung: Ich nenne es nicht Pflicht, ich mache es zur Ehrensache, als Gast zu beweisen, dass man verstanden hat, wozu Filme eigentlich da sind: Als Form von Kunst akzeptiert und gewürdigt zu werden.
Valerian ist einer der Filme, die die Kinos niemals verlassen dürften, denn keine andere Leinwand würde dem gerecht werden. Man braucht Größe. Man braucht aktuelle Technik und viel Verständnis auf allen Ebenen, um diesen Film in einem würdigen Areal zu präsentieren und das auszuschöpfen, was Besson dafür gedacht hat.
Das Erlebnis gleicht dem von Avatar und reicht nicht nur an dessen Unerreichbarkeit heran, sondern übertrifft mit seiner allumfassenden Ausarbeitung sogar seinen Meilensteinvorgänger. Gut, dass davon die nächsten Teile erst in ein paar Jahren erscheinen, denn die Zeit werden sie brauchen, um mit Valerian gleichzuziehen.
Also bevölkert die schwarzen Säle und zeigt der Welt: Genau davon wollen wir so unendlich viel mehr und wir genießen jede Sekunde davon wieder und wieder und wieder.
Ich bin dann mal im Kino – und ihr?

 
Nachspann
kann abgewartet werden, für diese Laufzeit ist der eh kurz genug, enthält aber keine weiteren Szenen oder Gimmicks.
Kinostart: 20. Juli 2017

Logan – The Wolverine

Es ist ewig her, als der erste X-Men-Film das Licht der Welt erblickte und bereits von Anfang an hatte die mittlerweile auf zehn Teile angewachsene Filmserie ein großes Fanpublikum.
Zu den Anfängen gehörten unter anderem das Finden und Zeigen von neuartigen Special Effects, die seinerseits bahnbrechend waren und erstmalig die Superhelden aus dem X-Men Universum vorstellten.
Jede Menge neue Fähigkeiten, eine neuartige Welt und viele andere Kleinigkeiten ergaben ein Universum, aus dem sich einige Charaktere im Laufe der Zeit herauskristallisierten. Einer davon ist Wolverine, dessen Geschichte nicht nur in den ursprünglichen X-Men-Filmen, sondern auch in eigenen Ablegern mehrfach erzählt wurde.
Als Charakter selbst fand ich ihn in der Vergangenheit eher unspektakulär, und Verstand somit nicht, weshalb man gerade um seine Person so einen großen Hype machte. Aber die Zeit hat gezeigt, dass die Masse sehr wohl Gefallen an seiner Rolle hatte. Anders ist der kommerzielle Erfolg seiner Filme scheinbar nicht erklärbar.
Mit Logan wirft man nun den finalen Wolverine-Teil auf die Leinwand und die Menge jubelt schon jetzt. Als Cineast geht natürlich solch ein Film auch an mir nicht vorüber und ich bedaure schon jetzt, dass man sich gerade zu diesem Zeitpunkt dafür entschlossen hat, mit der Tradition zu brechen und sie dem Ende zugehen zu lassen. Zumindest, was Hugh Jackman betrifft.
Denn dieses Mal legt man hier ein Werk rühmlicher Größe an den Tag, von dem ich mir in den vergangenen Jahrzehnten gewünscht hätte, dass alle X-Men-Filme so gedreht worden wären. Während des Schauens wurde ich desöfteren an die filmische Größe von Sicario erinnert, dem dieser Teil in punkto Soundtrack, Atmosphäre, Stimmung, Optik, Erzählfluss und geschichtlicher Tiefe in nichts mehr nachsteht. Jackman liefert hier derartig überzeugende Ergebnisse ab, dass man ihm auch als Nicht-Fan automatisch zu Füßen liegt.
Dieser Teil zieht. Seine Person, die Verkörperung seines Charakters und die tief empfundene Boshaftigkeitsaufgabe, die ihm förmlich die Lebensfurchen ins Gesicht zeichnen, drücken hier so eine Schwere und überzeugende Erschöpfung aus, die ihm aus meiner Sicht bereits jetzt den Oscar für diese Darbietung sichern sollten. Er ist großartig und spielt ausgezeichnet!
Und auch das Drumrum stimmt diesmal absolut und befreit sich endgültig von dem kindischen Plastikfigursuperheldgeschmack, den die ersten Teile noch mitbrachten. Die Reihe ist erwachsen geworden und bezeugt eine derartige Reife, die unbedingt fortgeführt werden muss. Alles andere wäre Verrat an den Fans, die mit einer solchen Umsetzung jetzt an den Höhepunkt dieser Reihe geführt werden und eine Professionalität genießen dürfen, die extra laut nach Zugabe schreit.
Ich habe es gefeiert und kann jedem nur raten, sich diese Geschichte anzusehen, auch wenn man nicht alle vorherigen Teile kennt. Klar ergibt sich dann zwischendurch mal die ein oder andere Wissenslücke, was jedoch verschmerzbar ist und dem Gesamterlebnis keinen Abbruch tut.
 

.kinoticket-Empfehlung: Unbedingt reingehen!
Der 10. Teil von X-Men trumpft endlich mit erwachsener Ernsthaftigkeit und einer sowas von gelungenen Umsetzung auf, dass jetzt absolut keine Argumente mehr ziehen, weshalb man sich nicht näher mit dieser Story auseinandersetzen sollte.
Für mich der beste Teil der kompletten Reihe, wenn man Deadpool mal außer acht lässt.

 
Nachspann
kommt keiner, dafür rührt das Ende schon fast zu Tränen …

Unsere Zeit ist jetzt

Meiner Meinung nach war es ein Fehler, diesen Titel in der Vorschau mit dem Namen Til Schweiger zu verbinden, denn das wird für einen Großteil ein Grund sein, die Vorstellung nicht zu besuchen.
Und diese Entscheidung dürften viele spätestens dann bereuen, wenn sich irgendein Fernsehsender die Streamingrechte erkauft hat und das Teil im Free-TV zu sehen sein wird, denn die werbefrei-unangetastete Vollversion des Films erhält man nur, wenn man ein .kinoticket löst und sich das Teil in einem dem Film den gebührlichen Respekt erweisenden Areal anschaut: Nämlich im Kino selbst.
Die Schaffenden hinter der Kamera offenbaren hier nämlich nicht nur ein völlig skurriles Bild, das sich mit viel um die Ecken gedachten Paralellen wieder in Richtung “Musikfilm” bewegt, sondern inszenieren eine neue Art Movie, das in den kommenden Jahren gerne als Startpunkt für eine neue Bewegtbildära gelten darf, die mir als jemand, der ständig auf der Suche nach dem Außergewöhnlichen ist, mehr als gut gefallen hat.
Der Bruch mit der 4. Dimension mag manch einem ja bekannt sein, aber was man hier an Inception-Moves vereinigt hat (mir fällt grad kein besserer Begriff dafür ein), sucht seinesgleichen.
Und das in einem Titel, bei dem Til Schweiger einen Großteil zu sagen hat.
Spätestens nach diesem Abspann hast du dem Kerl alles vergeben, was dir in der Vergangenheit womöglich bitter aufgestoßen ist. Nicht nur die eigenironische Weise, mit der man sich ständig selbst parodiert, sondern auch die unglaubliche, dem deutschen Film niemals zugetraute Größe, die hier auf einmal auf dem Tablett liegt, hat mich positiv geschockt.
Und ich hasse deutsches Kino – und selbstverliebte Darsteller erst recht. Beides ist in diesem Film nicht zu finden. Die Bühne gehört ganz dem ursprünglichen Sinn von Kinofilmen: Dem Rüberbringen einer faszinierenden, fesselnden Geschichte, wie sie im Buche steht.
Dass hierbei nicht nur echte Menschen involviert sind, die aus dem tatsächlichen Leben erzählen, sondern auch noch eine Verbindung geschaffen wird, die die Tiefgründigkeit einer zumeist oberflächlich dargestellten Persönlichkeit ans Licht bringt in dieser in sich geschlossenen Umgebung hat mich zutiefst beeindruckt.
Wo vorher Abneigung und gehypter Hass im Raum wogte, steht auf einmal Sympathie, Mitgefühl und eine unglaubliche Nähe zu einem Typ, den man vorher noch nie in seinem Leben getroffen hat.
Doch nicht nur die autobiografisch-anmutende Erzählumgebung, sondern auch das Schauspiel der darum stolzierenden Mitbewerber setzt internationale Akzente und sorgt mit dafür, dass sich Deutschland immer mehr Platz auf dem Podest des internationalen Ruhmes erarbeitet und das Repertoire des vorzeigbaren Schauspiels um einen Film erweitert, den man auch noch nach Jahren uneingeschränkt empfehlen kann.
Mich hat es tierisch begeistert, ich war geflasht von der herzergreifenden Basis der Gefühle, die hier auf die Oberfläche transportiert wurde und kann immer noch nicht fassen, dass dieses Ding tatsächlich von Schweiger unterstützt und geschaffen wurde.
 

.kinoticket-Empfehlung: Springt über euren Schatten und wagt den Griff ins Ameisennest: Diesmal werdet ihr nicht enttäuscht.
Es gibt keine vergleichbaren Werke, die man Unsere Zeit ist jetzt gegenüberstellen kann und somit greifen auch keine Vorurteile von bisher dagewesenen Fehlgriffen, die man dem Mann andichten kann.
Nicht nur die Machart beeindruckt über alle Maßen, sondern auch die Inhalte repräsentieren, dass man hier etwas verstanden hat: Die Menschen zu unterhalten, zu fordern und ihre Seelen ganz tief zu berühren.
Also Abmarsch ins Kino und unbedingt diesen Film schauen – wenn es sich je gelohnt hat, dann jetzt.

 
Nachspann
Sitzenbleiben. Nicht nur die Musik wirkt im Kino unglaublich, sondern nach dem Abspann folgen auch noch weitere Momente, also rennt nicht gleich weg.

Terminator: Genisys (3D)

Als jemand, der in seiner Kindheit selbstgebastelte Altar-Monumente Schwarzeneggers in sein Kinderzimmer stellte, Bücher, Bildmaterial und vor allem die Filme hatte, die er nicht nur gesehen, sondern live mitsprechen konnte, sollte ich eigentlich jemand sein, der mit Terminator nichts mehr als grenzenlose Freude und immensen Spaß erlebt.
Dass dem nicht so sein würde, ahnte ich bereits beim Erkennen, mit welch aggressiver Manier man das neue Machwerk des Franchises im Kino bewarb. Ich hatte also meine Zweifel.
Im Zuge der Vorfreude und auch, weil mein Mitbewohner die alten Teile noch nicht kannte, bereitete ich uns beide mit dem Sichten der ersten vier Teile auf die kommende Wiederauferstehung des Terminator-Kults vor: Großer Fehler.
 
The Terminator
Mit dem Einstieg und der Idee aus dem Jahre 1984, mit dem ich zufällig sehr viel anfangen kann, sieht man erneut, wie gutes Filmemachen stattfindet. Hier wurden ganz klar technische Geräte genutzt, die Zeit war längst nicht reif für überdimensionale CGI-Effekte und die Geschichte hatte derart Tiefgang, dass man sich nur ehrfürchtig vor dem Werk verneigen und den Machern seinen tiefsten Dank auszusprechen wagte. Gold in allen Punkten, die es gibt.
 
Terminator 2 – Tag der Abrechnung
aus dem Jahre 1991 führte diesen filmischen Siegeszug fort, entwickelte neue Terminatoren und schickte mit einer noch genialeren Story an, die der alten in nichts nachstand und von ihrem 80er Jahre Charme rein gar nichts eingebüßt hatte. Bonuspunkt: Schwarzenegger ist diesmal der Gute und kämpft für die richtige Seite, so dass man sich als Verehrer nun endlich nicht mehr rechtfertigen muss. Ein Meisterwerk.
 
Terminator 3 – Rebellion der Maschinen
erzählt erneut die Story um Sarah, John und den Terminator und liefert mit Kristanna Loken nun einen der unsympathischsten Bösewichte ab, die die Filmgeschichte je gesehen hat. Hier versucht man erneut, neue Module zu installieren und die fiktive Zukunft weiterzuentwickeln, aber was dabei rauskommt, ist eigentlich schon fast übertrieben. Konnte in meinem Fall mit Teil 2 nicht mehr mitziehen, sondern verlor rasant an Fahrt.
 
Terminator: Die Erlösung
ohne Schwarzenegger und damit ohne Terminator. Selbst seine politische Karriere hat gezeigt, dass Arnie der einzige und wahre Terminator sein und bleiben wird – wie soll da ein Streifen funktionieren, der ohne ihn auszukommen versucht? Ein Griff ins Klo, der seinen Charme und alles, was Terminator einmal ausgemacht hat, einbüßt zugunsten eines nochmaligen Reboots, der mächtig in die Hose ging. Danach war erstmal Ruhe und ich als Zuschauer hoffe, dass damit nun endlich auch der endgültige Tod des Franchises besiegelt war und ich tatsächlich von schlechtem Kino erlöst sein würde. Bis heute.
 
Terminator: Genisys (3D)
Ja, Arnie spielt wieder mit – einer der wenigen Hoffnungsschimmer, die ich hatte, als ich zum ersten Mal den Trailer auf der Leinwand sah. Doch seine Glanzzeiten sind längst vorbei und die eigenkreierte, wortkarge und somit einzigartige Filmpersönlichkeit, die er durch seine Schauspielerei geschaffen hat, gehört zu den alten Eisen, die langsam aber würdevoll abtreten sollten. Er ist nicht mehr der unzerstörbare, alles besiegende Held, dem keiner das Wasser reichen kann, sondern wird langsam ein grauhaariger, zerbrechlicher Mensch, dem man die Maschine einfach nicht mehr glaubhaft abkauft.
Das gleiche gilt für die verloren gegangene Härte einer Frau, die sich in Form von Sarah Connor hilflos durch den Alltag kämpft und sich nicht nur den Maschinen aus der Zukunft, sondern auch der Borniertheit ihrer eigenen Spezies in den Weg stellt und für das Überleben der Menschheit kämpft. Es hat den Anschein, als hätte man die Wichtigkeit des Überlebens unserer Rasse nun aus den fähigen Händen entgleiten und an die spielerische Jugend übergeben, die ihre Sache nach Tribute von Panem-Art irgendwie durchziehen. Die Ernsthaftigkeit, mit der John Connor im zweiten Teil noch unterrichtet wurde, macht nun einer handlungsunwürdigen Gleichgültigkeit Platz, die nicht mehr durch Dialogträchtigkeit und brillanter Hintergrund-Komplexität glänzt, sondern einzig und allein den Schmachtbonus auszuspielen versucht, für die Jungs wie Jai Courtney und Girls wie Emilia Clarke wie geschaffen sind.
Alles andere versinkt in einer übersintflutartigen Überreizung durch CGI-Effekte, die in 3D mehr schlecht als recht rüberkommen und deutlich sichtbare Mankos mit auf die Leinwand transportieren. Weniger … sehr viel weniger … wäre an dieser Stelle bedeutsam mehr gewesen, denn der Zuschauer ertrinkt an Effektbombardements, was natürlich zu lasten der Geschichte getragen wird.
Die in den Vorteilen mysteriös gehaltene Zukunft, aus der immer nur sporadisch Bildmaterial gezeigt und die damit interessant gehalten wurde, verliert ihr komplettes Ansehen dadurch, dass jetzt nicht mehr aus Sicht der Menschen des Heute, sondern aus der Sicht einer möglichen Zukunft berichtet wird, die nun ihre Kämpfe in der Vergangenheit auszutragen versuchen. Dass sich im Laufe der Zeit alles weiterentwickelt hat – keine Frage – nur ergibt hier alles so überhaupt keinen Sinn mehr und das geniale Spielen mit den verschiedenen Komponenten der Zeitreisen und dem Verändern der Vergangenheit rutscht leicht ins Abseits und macht Platz für … nichts.
Mein Gedanke nach dem Film war: Wie kann man ernsthaft versuchen, einen Film mit CGI vollzustopfen und ihn dann im Jahr 1984 spielen lassen?
Ich war bitter enttäuscht, habe die Enttäuschung ein paar Tage ruhen lassen, ihn mir nochmal angesehen und war wieder enttäuscht. Warum greifen sie teilweise vollständige Dialoge schlecht kopiert wieder auf und kredenzen nicht einfach etwas völlig neues, das sich nur an den Grundelementen der alten Filme bedient und daraus etwas völlig neues erschafft? Damit hätte man sich das Recht auf Eigenständigkeit erkämpft und aus etwas Großartigem etwas neues großartiges geschaffen.
Aber stattdessen kopiert man hier Vergangenes, übertrieft es mit Computerlastigkeit, das einem schlecht wird und lässt es dann im selben Zeitalter spielen, wie seine 31jährigen Vorgänger. Und das kann in meinen Augen einfach nur schief gehen.
Da klingt es fast schon selbstironisch, wenn Schwarzenegger sich in seinen Dialogen auf der Leinwand dafür rechtfertigt, dass er wieder engagiert wurde.
Die Aussicht, dass hier noch zwei weitere Teile kommen sollen (und werden), bereitet mir eher Bauchschmerzen denn Freude. Ich weiß nicht, wie die Generationen nach mir Filme bewerten und anschauen und ob es einfach an meiner Generation liegt, die mit höherwertiger Schaffenskunst aufgewachsen ist und eben jene schätzt. Vielleicht sind wir dazu verdammt, dem Untergang perfekter Popcornunterhaltung zuzuschauen, die sich von ihrer intelligenten Komplexität verabschiedet und der Gleichgültigkeit immer mehr Platz einräumt.
Ich für meinen Teil war einfach nur bitter enttäuscht und ich glaube kaum, dass sich daran durch ein drittes Mal schauen etwas ändern wird.
 

.kinoticket-Empfehlung: Auf keinen Fall die vorherigen Teile wieder anschauen und hoffen, dass man vergessen hat, was darin vorkam.
Oder einfach auf den hier verzichten und sich ausschließlich die vorherigen Teile anschauen. Beides gemeinsam löste in mir nur Enttäuschung aus.
Teil 5 ist für mein Empfingen zu CGI-überladen und hält wenig vom bisherigen Terminator-Charme bereit, der durch seine typischen Charakterausbildungen und den bevorstehenden Tod der Menschheit eine gewisse Beklemmung und -befreiung in einem auslöste.
Vielleicht ist das der Preis, den wir für immer teureres, immer gigantöseres Kino zahlen müssen: Dass alles in einer Effektwüste verkommt und stupiden Explosionen mehr Aufmerksamkeit gewidmet werden muss als den wirklich wichtigen Dingen.
Ließe sich das 3D wegmachen, wäre ein handwerklich ordentlicher Film zustandegekommen, der nur noch inhaltsschwache Defizite aufweist, aber so haben wir einen Teil, der maßlos übertreibt und damit ein weiterer Meilenstein misslungener Fortsetzungen ist.
Verdammt, dabei hätte es doch so schön weitergehen können …

 
Nachspann
Sitzenbleiben und nicht gleich losrennen. Nach den ersten paar Zeilen kommt eine weitere, 3D-animierte Szene, die den Bogen zu den kommenden Teilen spannen will. Erst danach darf man den Abspann abkürzen und rausrennen, man könnte ja eine Rotphase an einer Ampel verpassen.

Jupiter Ascending (3D)

“Von den Machern von…” ist für mich eigentlich kein Kriterium, einen Film zu schauen, da dieses Hochgehype oftmals einfach nur verkaufsfördernd wirken und niemals garantieren kann, dass ein Nachfolgestück die gleiche Brillanz aufweist wie sein glorreicher Vorgänger.

Dennoch war die Neugier einfach zu groß, weshalb ich mir den neuen Titel der Wachowski-Elite gerne im Kino geben mochte. .kinoticket gekauft und rein in den Spaß.

Jupiter Ascending ist ein Glanzbeispiel dafür, das heutzutage nicht mehr viel Realität gebraucht wird, um einen Kinofilm zu produzieren, der irgendwie funktioniert.

Jupiter, ein Mädchen aus ärmlichen Verhältnissen, kommt durch Zufall ein paar Tatsachen auf die Spur, die ihr Heile-Welt-Bild gehörig durchschütteln und sie in ferne Dimensionen entreißen, in denen es Schlachten zu schlagen gilt, von denen das Wohl der Menschheit abhängt.

Was in vollem Maße beeindruckt, sind die fantastischen Welten, mit denen die Wachowskis auch eine ihrer größten Stärken ausspielen: Einfallsreichtum. Ansatzweise durfte man ihr kreatives Können schon in den Weltgestaltungen der Matrix-Trilogy bewundern, treiben sie dieses Spiel hier jedoch auf ihre Spitze. Ruckzuck befindest du dich in einem völlig anderen Universum, das irgendwie auch funktioniert und ob seiner patriarchischen Herrscher fast schon ein wenig an das korrupte System in Riddick erinnert.

Die schnöde Realität dieser Welt ist schnell vergessen und man befindet sich auf einem Trip, der geschichtlich bei weitem nicht an die Brillanz von Matrix heranreicht und keineswegs alleine zu beeindrucken weiß.

Wettgemacht wird dieser Verlust meiner Meinung nach durch Farben und Formen der verschiedenen Galaxien, die die Protagonisten im Laufe ihres Daseins durchreisen. Harmonierend mit guten 3D-Effekten bildet sich hier ein Spektakel, dass durchaus unterhaltend wirkt.

Getrübt wird die Größe, die man damit hätte erreichen können, allein durch teils simple Dialoge, die so gar nicht an den mächtigen Charme der grünen Trilogy erinnern. Mila Kunis wirkt als Jupiter oftmals einfach nur wie ein Kind, dem man die Dinge drei mal erklären muss, bevor sie sie kapiert. Das nervt zuweilen und wird von anderen Schauspielgrößen auch nicht unbedingt kompensiert, obgleich Channing Tatum sehr vieles wieder rausreißt.

Er ist meiner Meinung nach einer der Gründe, weshalb man sich diesen Film überhaupt ansehen sollte. Nicht nur, dass sein Charakter am eigenständigsten ist, sondern auch die Ausgefeiltheit und Umsetzung seines Parts ist meines Erachtens durchaus gelungen.

Mit Jupiter Ascending zeigt sich, dass wir heute eben nicht mehr in einem Zeitalter leben, in dem es notwendig war, verschiedene Kniffe und Tricks anzuwenden, um spektakulär zu filmen, sondern wo mit ein paar Computerrenderings einfach alles möglich ist.

Dies wirkt sich hier fast nachteilig aus, weil man so sehr schnell in zu abstrakte Verhaltensformen abrutscht, die in sich nicht mehr schlüssig sind und so keine Glaubhaftigkeit vermitteln.

So gerät auch die geübte Kritik am kapitalistisch ausgerichteten Wirtschaftswesen ein wenig in den Hintergrund. Auch, wenn man eindeutig spürt, dass dies eine der Misstände sein soll, die die Wachowskis hier anprangern möchten, kommt doch nicht so wirklich Flair dabei auf. Es wurde gesagt und hoffentlich auch irgendwie verstanden, das einschmetternde Kometengefühl, dass dich hinterher verstört zurücklässt, bleibt aber aus.

.kinoticket-Empfehlung: Nicht mit zu großen Erwartungen anschauen und sich dann einfach von den Eindrücken verzaubern zu lassen, ohne dabei so tief in sich verschlungene Komplexitäten wie bei Matrix zu erwarten.

Dann macht Jupiter Ascending durchaus Spaß und sorgt für ein wenig Abwechslung im Alltag.

Nachspann
✅ Im Nachspann werden verschiedene Bilder gezeigt. Die Besonderheit ist hier: Es gibt sie in 3D. Weiterführende Szenen oder interessante Infos fehlen aber.

Kinostart: 5. Februar 2015

Original Title: Jupiter Ascending
Length: 127 Min.
Rated: FSK 12

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