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wenn aus filmen leidenschaft wird

Wenn du König wärst (inkl. Gewinnspiel)

Wenn du König wärst

© 2019 Twentieth Century Fox

Die Herausforderungen für Kids werden immer größer. Nicht nur, sich gegen immer ängstlichere Helikopter-Eltern zu wehren, durch eine Million Termine jede Woche durch zu müssen und selbst schon im Sandkasten-Zeitalter einen Business-Terminplan vollgestopft zu haben, der jedwede Zeit zum Spielen, Leben genießen, atmen und einfach leben nicht mehr zulässt, auch im Kino werden die Kids vor immer größere Herausforderungen gestellt … und kommen damit scheinbar klar.

Alle Ängste sind also irgendwie unbegründet.

Ängste?

Wenn du König wärst hat im Vorfeld in der Presse bereits hitzige Diskussionen ausgelöst, die die schon seit Jahren fragwürdige Arbeit der Freiwilligen Selbstkontrolle der Filmwirtschaft – kurz “FSK” – erneut anzweifelt. Denn dieser Titel hat die Freigabe “FSK 6” bekommen, was selbst Twentieth Century Fox wundert, da hier doch gewaltig düstere Bilder und gruselige Momente aufgefahren werden, die mehr als Anlass dazu bieten, das gesamte Rating-System der FSK komplett zu überdenken und sich eventuell doch etwas näher am amerikanischen Vorbild zu orientieren: Eine “Parental Guidance” wäre hier nämlich in vielen Fällen durchaus angebracht.

Die Kids aus der Pressevorführung wurden natürlich auch danach gefragt, ob sie sich gefürchtet haben und meinten alle: “Ja, es war schon gruselig, aber schön gruselig.” – Nun kann man aber von ein paar Kids nicht auf eine ganze Nation schließen und muss auch bedenken, dass es sensiblere Wesen gibt, Kids, die eben nicht einfach alles so wegstecken und die auch hier und da mal Ängste und Alpträume entwickeln, wenn sich auf einmal Bäume bewegen oder Wurzeln miteinander kämpfen. Was hier aufgeboten wird, ist durchaus teilweise sehr strange und kann verwirrend oder beängstigend wirken. Notgedrungen heraus hätte ich hier auch lieber zum grünen “FSK 12” gegriffen, auch wenn die Zielgruppe im Plot dann leicht veraltet wirken würde.

Die Story ist eindeutig an Kinder ausgerichtet, fährt hier in einer wunderbaren Re-Interpretation einer historischen Saga auf und bringt moderne, coole, schnittige und spannende Änderungen mit sich, die sich des historischen Altstaubs entledigen und definitiv proklamieren: Wir sind in der Zukunft angekommen und orientieren uns trotzdem an den Geschichten des Mittelalters. Und damit hat man einen so fantastischen Absprung geschafft, der es nahezu zwingend erfordert, ein Lichtspielhaus aufzusuchen und die Kids-Variante von Hellboy – Call of Darkness zu besichtigen.

Und vergisst man jetzt hier und da ein paar “10 Minuten” des Films, dann könnte der durchaus auch in der 20-Uhr-Vorstellung für Erwachsene laufen und würde hier für genügend Unterhaltung sorgen, die auch alles mitbringt, was ein guter Kinoabend enthalten sollte: Humor, Drama, Spannung, eine tolle Story, Charme und jede Menge Kurzweil. Und verdammt gute Grafik und Bühnensettings, die schon fast an das Niveau größerer Fantasy-Brüder heranreichen und solchen Monster-Produktionen wie Harry Potter optisch längst das Wasser reichen.

Ihr merkt: Die Ansprüche sind längst gestiegen, werden von der Industrie befriedigt und von den Kids verstanden. Vielleicht sollten wir also alle einfach mal wieder damit beginnen, weniger Ängste zu haben und uns lieber in eins der Kinos zu hocken und wieder völlig entspannt und voller Vorfreude den Film zu genießen?

Wenn du König wärst ist doch schon mal ein super Anfang für diesen Vorsatz. Also rein mit euch!

G E W I N N S P I E L

Twentieth Century Fox befeuert dieses Vorhaben direkt mal mit drei Fan-Paketen bestehend aus jeweils 1×2 Freikarten + Kinoplakat für euch, die ihr in diesem Beitrag abstauben könnt.

Frage diesmal: Wie steht ihr dazu, dass immer mehr Kinderfilme aggressiver nach unten gerated werden? Muten wir unseren Kids immer mehr zu und ist das richtig oder sollte die FSK wieder etwas strenger werden, was dazu führt, das Kinder nicht mehr so viel Filmmaterial zu Gesicht bekommen?

Beantwortet bis einschließlich Sonntag, 21. April 2019 diese Frage in den Kommentaren und ihr seid im Lostopf dabei. Unter allen Teilnehmern wird per Random.org entschieden und die Gewinner*innen anschließend per E-Mail benachrichtigt – bitte gebt deshalb eine Mailadresse an, unter der ihr erreichbar seid, damit ich eure Adresse abfragen und euch das Paket zuschicken kann.

Eure Daten werden nicht gespeichert, sondern ausschließlich von mir persönlich zum Zweck des Versands genutzt und anschließend gelöscht.

Und denkt dran: Das ist auch Erwachsenen-Stuff, also nicht nur nicht mitmachen, weil keine Kinder im Haushalt sein sollten 😉

Ich wünsche viel Glück – und natürlich viel Spaß beim Film.

.kinoticket-Empfehlung: Rated es in “PG” – dann bin ich vollkommen zufrieden.

Optik, Story, Darsteller, Charme, Humor und geniale Einfälle stimmen bei diesem Werk und liefern eine derartig amüsante, wunderschön-gruselige Neuinterpretation dieses Stücks und leveln Kinderfilme dabei in ein Fantasy-Niveau, dass den Erwachsenen beginnt, Konkurrenz zu machen. Versprecht mir, dass ihr euch als Eltern einfach mit rein setzt – dann ist diese ganze Sache einfach großartig und sollte von euch im Kino bestaunt werden.

Nachspann
❌ Muss man nicht bis zum Schluss ausharren, nach der Schwarzblende kommt nichts weiter.

Kinostart: 18. April 2019

Original Title: The Kid Who Would Be King
Length: 121 Min.
Rated: FSK 6

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11 Comments

  1. Meikel Günther

    Ich denke, dass die FSK Filme die für Kinder gemacht wurden, wieder strenger beurteilen sollten. Grade gewalt ist mMn. nichts für Kinder und sollten bis zu einem gewissen Alter von ihnen fern gehalten werden.

  2. Leon W

    Ganz schwieriges Thema … aber im großen und ganzen denke ich auch sollte wieder ein bisschen strenger bewertet werden.

  3. DerSpotttölpel

    Ich finde das die Kontrolle sehr streng sein soll aber Ausnahmen großzügig gewährt werden sollten. Bei Kindern die 2-4 Jahre unter dem FSK liegen, sollen die Eltern die reife der Kinder beurteilen können und dann entscheiden. Es gibt eben 15 Jährige, dieReif genug für Filme ab 18 sind. Insgesamt sollte es strenger sein, in Zustimmung der Eltrn aber ruhig locker gehalten werden, was Ausnahmen der Regel betrifft.

  4. S. K.

    Die Welt wird im allgemeinen “härter”, die Filme wohl auch. Es ist schwierig, seine “Kinder” in einem behüteten Umfeld aufwachsen zu lassen und sie vor “sowas” zu schützen.
    Haben “wir” uns damals an die Altersfreigaben gehalten? Alien, Terminator, Eraser … 18+? Es ist eine Sache, es vorzugeben und zu empfehlen – aber daran halten oder es durchzusetzen die andere…

  5. Holger

    Ich möchte deine Frage zwiegespalten beantworten.
    Zuerst einmal ja, die FSK sollte wieder etwas strenger werden. Die Verrohung der Gesellschaft greift um sich, schreitet fort. Man kann es wohl nie ganz stoppen, aber zumindest verlangsamen und ggf. bei Kindern verzögern.

    Wobei man auch sagen muss, dass es ja nicht nur an den Filmen liegt oder an der Musik. Sieh dir die Tagesschau an und man hört von krieg und Terror, sieht Tote und Explosionen und das ist einfach eine Sendung, die zeigt, wie die Welt wirklich ist.

    Also auch trotz strengerer FSK würden Kinder und Jugendliche solches Filmmaterial weiterhin zu Gesicht bekommen, sei es durch die Nachrichten oder Videos, die in Whatsapp verteilt werden. Aber vielleicht grenzt man zumindest die Masse ein und kann einige Kinder “retten”.

  6. Corina

    Ich finde die FSK muss nicht strenger werden . Denn jedes Kind ist anders und Eltern können sich auch vor dem Kinobesuch über den Film informieren und selbst entscheiden, sie kennen ihr Kind doch besser als die FSK.

    • Ben

      Dass stimmt. Allerdings müssen sich anschließend Sender, TV-Anstalten, Kinos, Werbetreibende, Verkäufer, Geschäfte, Veranstalter an eben jene “Freiwillige Selbstkontrolle” halten und dürfen zwingend keine Kinder unter dem entsprechenden Alter in die Vorstellungen lassen.

      Und viele Eltern haben auch nicht die Zeit (und Nerven), sich vor einem Kinobesuch den Film erstmal anzusehen um dann mit den Kindern evtl. doch nicht rein zu gehen. Theoretisch stimme ich dir also zu, praktisch sieht es jedoch in vielen Fällen dann wieder doch so aus, dass man sich “blind” auf das Urteil der FSK verlassen muss, da auch die Trailer meiner Meinung nach nicht mehr wirklich realistische Einblicke in Filme verschaffen.

  7. Ella

    Huhu
    Ich finde auch das bei einigen Filmen die FSK höher sein müsste.
    Wenn ich so an nem Harry Potter Stein der Weisen denke das der ab 6 war… ich würde das nicht mit 6 schauen lassen.
    Auch so im Allgemeinen finde ichd as mit Filmen und Serien viel zu locker umgegangen wird die Altersfreigabe angeht. Klar man sollte als Eltern immer mit ein Auge drauf haben was so geschaut wird vor allem sollte man sich wenn man so in die TV Zeitung schaut nicht nur auf den FSK verlassen sondern sich drüber informieren. Es gibt so viel Altersgerechte Dinge die Kids heut schauen können und den Rest können sie schauen wenn sie soweit sind.
    LG Ella

  8. Andi

    Ich finde es sollte wieder strenger bewertet werden.

  9. Pia

    Dass immer mehr Kinderfilme aggressiver nach unten gerated werden, finde ich richtig, weil die Realität noch viel grausamer ist als jeder Film es sein könnte. Alleine in den Nachrichten sieht man schon schlimmere Dinge als in jedem Kinderfilm. Außerdem sollten die Eltern mit ihren Kindern solche Filme zusammen anschauen und selbst entscheiden, was kindgerecht ist und was nicht. Die FSK sollte also nicht strenger werden.

    • Ben

      Ist das echt so, dass 6jährige um 20:15 vor der tagesschau sitzen und sich den Kram anschauen? Selbst da gibt es ja Auflagen, denn auch Nachrichtensendungen dürfen nicht rund um die Uhr alles zeigen, sondern unterliegen einem gewissen “Jugendschutz”, auch wenn hier die informative Medienkomponente noch mit reinspricht… freies Geleit haben die deswegen trotzdem nicht. Und zusätzlich haben Eltern ebenfalls die Pflicht, dafür zu sorgen, dass ihr Kind nur “altersgerechte Medien konsumiert” – sprich: Der Jugendschutz wird in der Praxis zu Hause oft einfach nicht beachtet.

      Das entbindet aber dann offizielle Stellen wie Kinos oder Alkoholausschenk-Örtlichkeiten nicht davon, dennoch auf den gesetzlichen Jugendschutz zu achten und dafür zu sorgen, dass Minderjährige nicht in den “Genuss” dieser Dinge kommen. Und da spielt die FSK dann doch eine sehr verantwortliche Rolle, weil sie in dem Fall der “Gesetzgeber” ist, der diese Festlegungen ausspricht, an die sich hinterher hunderte Stellen halten müssen.

      Bei Alkohol ist es einfach: Da gibt es gesetzliche Vorgaben im Bezug auf Alkoholprozente, die sich nicht mit jeder Flasche ändern, sondern immer gleich bleiben. Bei Filmen muss diese Bewertung aber in jedem Fall neu vorgenommen werden und das würde übersetzt ja bedeuten, dass die eine Flasche gleichen Bieres dann in einem Fall konsumiert werden dürfte, in einem anderen aber nicht, obwohl es das gleiche Bier ist … ich finde das absurd…

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