Februar 3, 2023

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A E I O U – Das schnelle Alphabet der Liebe

A E I O U - Das schnelle Alphabet der Liebe - Filmplakat
© 2022 Port au Prince Pictures GmbH

Hausaufgaben schon gemacht?

Wer noch nicht mindestens 2x drin war: Avatar: The Way of Water (3D) besuchen – Leinwand riesig, Dolby Atmos™ und Dolby Vision™ am Start haben, gutes 3D und HFR-Vorstellungen buchen – nur das Beste nutzen!

Und wer noch nicht hat: An der Weihnachtsverlosung von Oskars Kleid teilnehmen und kommentieren. Geht noch bis 24.12.2022 12:00 Uhr mittags! Es gibt 3×2 Freikarten für den Film!

Und wir kümmern uns hier noch ein bisschen um Archiv-Material, das ihr inzwischen auch im virtuellen Kino anschauen könnt, heute: A E I O U – Das schnelle Alphabet der Liebe.

Wir bewegen uns hier wieder im öffentlich-rechtlichen Sektor mit all seinen ungeliebten Faszinationen: Der Plot hinkt, die Figuren sind genau so, wie man sich das bei den Sendern vorstellt, die „Moral“ ist irgendwie merkwürdig und man macht halt einfach mal irgendwas, um hinterher sagen zu können: „Jaaaaaa, kuck mal …. Kunst… Und so? Ge? Freiheit und Kultur und Stuff. Genau. Und nun sei mal schön still und zahl deine GEZ brav weiter, Dude!“

Genau das stößt den Kritikern auch auf und der Film stößt allgemein auf eine Hassliebe, die sich in den zahlreichen Kommentaren im letzten halben Jahr niedergeschlagen hat.

Warum ich ihn trotzdem hier aufgenommen habe und ihm sogar einen ganzen Beitrag widme, statt ihn irgendwo in den Short Critics verkommen zu lassen oder eben (wie bisher) zu übergehen?

Kennt ihr das Phänomen „Beethoven und Heavy Metal“? Diese Superintelligenten brauchen doch oft mal einfach eine Pause vom Denken, eine Pause von Intelligenz. Der Super Haute Couture Gourmet Sterneküche-Restaurant-Kritiker freut sich manchmal einfach heiß und innig über einen kalorisch und gesundheitlich absolut banal-miesen Hamburger von McDonalds, der bestenfalls noch halb kalt ist.

Dieses „Gehen lassen“, das RTL II-Banalscheiße-Momentum, das man manchmal einfach braucht, um das Hirn absolut null arbeiten zu lassen.

Und genau das ist für mich dieser Film. Er ist nett, hat irgendwie so seine Momente, und ich stelle gar keinen Anspruch an Story, Wendung oder irgendwelche anderen Anforderungen. Nach den Abermillionen von Filmen, die ich in meinem Leben schon gesehen habe, weiß ich genau, worauf das hier hinausläuft und dass da am Ende nix ist. Es ist quasi mein Pendant fürs „Hirn abschalten und wissen, dass RTL II läuft“. Ich weiß, dass ich damit meinem Geist nichts gutes tue, aber es tut eben manchmal einfach verdammt gut, sich mal keine Platte über ausgewogene Ernährung machen zu müssen, sondern einfach nur mies daher zu schlonzen und gut ist.

Dieser Entspannungsmoment ist – wenn man den Film nun als solches betrachten möchte – in dem Zusammenhang dann tatsächlich sehr bodenständig und fundiert einen für genau diese Momente genügend denkerischen Freiraum ins Wohnzimmer.

Es sind hier und da ein paar ganz gute Verbalansätze drin, die man gerne selbst ausarbeiten könnte (denn der Film verkackt es natürlich – war nicht anders zu erwarten), aber man muss eben auch nicht, weil’s für die Figuren und Co. keine relevante Wendung nehmen würde. Es bleibt einem wirklich selbst überlassen. Quasi genauso, als würde ich mir über den Love Island-Teilnehmer Gedanken machen, welche psychologischen Entscheidungen notwendig waren, damit er an dieser Sendung teilnimmt und sich öffentlich derart bloßstellen möchte.

Will heißen: Es gibt Optionen (und davon sogar einige), wo man denkerisch einsteigen und sich selbst verlieren kann, aber man braucht es eben nicht – und damit hab ich doch wunderbare „Bettlektüre“ zum Ausschalten, Abschalten, Runter kommen und mich geistig einfach mal gehen zu lassen.

.kinoticket-Empfehlung: Ich persönlich nehme solche geistlosen Angebote hier und da immer wieder mal gern in Anspruch: Wenn man sich ausschließlich immer auf die Sonate in As-Dur konzentriert, platzt einem irgendwann der Schädel. Das hier ist das Heavy Metal-Pendant dazu: Runterkommen, abschalten, abspacken, es einfach mal gut sein lassen. Der Film funktioniert ohne jedweden Anspruch für genau dieses Ziel recht gut.

Nachspann: ⚪️⚪️⚪️ | Braucht man nicht abzuwarten, hier folgt nichts weiter.

Kinostart: 16. Juni 2022

Original Title: A E I O U – Das schnelle Alphabet der Liebe
Length: 105 Min.
Rated: FSK 6

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