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Unglaublich schön! Was Regisseur Guillaume Maidatchevsky hier auf die Füße gestellt hat, zerbirst förmlich vor professioneller Vorbereitung, die selbst Kenner und Techniker in Staunen versetzt: Ailos Reise fährt einfach so mal den Großteil aller anderen Tierdokumentationen gnadenlos aus dem Rennen und positioniert sich nahe am Genre-Mogul BBC: Das Teil ist großartig und erzählt die Geschichte von Tierchen, die eben nicht die “üblichen Verdächtigen” darstellen, sondern zieht ganz andere Register.

Dabei hat man tief in die Wühlkiste aller Lebewesen gegriffen und Erstaunliches zu Tage gefördert. Genau das hat mir unglaublich an diesem Film gefallen: Man möchte nicht einfach nur wiederholen, den Bürger zu mehr Naturnähe und Planetenbedachtsein aufrufen, sondern liefert ein Abbild der Natur aus entlegenen Winkeln mit Beispielen, die sich selbst aus dem Sumpf aller Dokumentationen freikämpfen und damit etwas völlig Eigenständiges werden.

Dazu gesellt sich technisches Know-How, dass den Kamera-Freak in mir wieder in Wallung bringt: Die Aufnahmen sind derart meisterhaft, dass man es manchmal gar nicht glauben kann und sich die ganze Zeit fragt: Wie zur Hölle haben die das gemacht?

Wie sind die so nah an die Viecher ran? Wie haben die solche Aufnahmen herstellen können ohne die Tierchen zu verschrecken? Und dann die Qualität der Aufnahmen auf solch hohem Niveau setzt auch voraus, dass man in Technik investiert hat, um hier einen so nischigen Film abzuliefern… Perle vor die … Ihr wisst schon und sorgt hoffentlich dafür, dass dem nicht so ist, sondern möglichst viele in den Genuss dieses Streifens kommen, der seit gestern in diversen Independent-Kinos zu finden ist.

.kinoticket-Empfehlung: Nein, it isn’t just another one … es ist besser! Viel besser!

Hier steckt Vorbereitung, Planung, unfassbar viel Zeit und Geduld und vor allem ein geniales Konzept dahinter, dass es allein wert macht, diesen Film zu sehen. Darum gehört er auch ins Kino: Freigesprengt von allen anderen Dokumentationen über Tierwelten liefert man hier Beispiele, die man so eben noch nicht gesehen hat – und damit zeitgleich den Zuschauern einen Grund, doch ins Kino zu gehen und gemeinsam zu staunen.

Die Konzeption hinter der Kulisse ist wahnsinnig aufwendig und professionell und raus kommt ein super Werk für groß und klein, dass man sich definitiv besehen kann. Daumen hoch!

Nachspann
❌ muss man nicht aussitzen, rausgehen erlaubt.

Kinostart: 14. Februar 2019

Original Title: Aïlo: Und odyssee en Laponie
Length: 86 Min.
Rated: FSK 0

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