Bailey - Ein Hund kehrt zurück - Filmplakat
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Der erste Teil hatte ja massiv mit Problemen zu kämpfen, weil ihm vorgeworfen wurde, dass angeblich während dem Dreh Hunde gequält wurden. Ich weiß nicht, wieviele sich die Mühe gemacht und das Material gesichtet haben – ich habe nur einen vergnüglich schwimmenden Hund im Pool gesehen, der sichtlich seine Freude beim Planschen hatte und keine Quälereien – zumindest in dem Material, das bei den besagten „Quellen“ verlinkt war.

Da ich nun eher der Katzentyp bin und mit Hunden bis dato sehr wenig anfangen konnte, hab ich auch schon zum Vorgänger keinen guten Draht gehabt und dachte mir nur: „Muss das sein?“

Aus diesem Grund bin ich auch gleich zwei Mal in die Pressevorführung spaziert, um mir ein distanzierteres und unvoreingenommeneres Bild vom nun folgenden Teil zu machen – und es hat scheinbar funktioniert.

Natürlich lobe ich auch diesen Plot nicht zwingend in die Höhe und schwärme von der überragenden Performance und den ach so süßen Hunden – dies sei mir fern. Jedoch ist die Story plausibel, recht annehmbar umgesetzt und für Hundeliebhaber tatsächlich gefundenes Fressen, um im Kino auf ihre Kosten zu kommen.

Das nervige „Baileybaileybaileybaileybaileybaileybailey“ aus dem ersten Teil wurde komplett abgestellt und durch ernstzunehmendere Passagen ersetzt, die nun dem Plot und der Beziehung zwischen Mensch und Tier viel mehr Aufmerksamkeit schenken und damit das Augenmerk auf die wichtigen Dinge des Lebens leiten, statt einfach nur mit überdrehten Aktionen und „Monologen“ von sich selbst abzulenken.

Natürlich sollte man sich darüber im Klaren sein, dass auch hier wieder nur Fiktion und keine „übersinnliche Wirklichkeit“ dargestellt wird, auch wenn viele Tierbesitzer sich so etwas wünschen. Dafür gibt der Streifen einem aber genügend Raum, um die Tierwelt zu ergründen und für eine Weile in ihr zu leben. Und natürlich, um die Hundewelpen anzuschmachten.

Wem dies gefällt, der sollte sich beeilen und mir nicht böse sein – ich arbeite immer noch „nach“ und verspreche, dass die restlichen Rezensionen alle der Reihe nach kommen werden.

.kinoticket-Empfehlung: Für Hundeliebhaber der richtige Film, um ihre Haustiere wieder mal auf der Leinwand zu erleben und dazu einen plausibleren Plot zu erleben, dem man etwas mehr Ernsthaftigkeit abkauft als dem ersten Teil. – Um‘s mit Hape Kerkeling‘s Worten zu sagen: „Nur für Hunde, nicht für Katzen.“ 😉

Nachspann: Darf man noch mitnehmen, hier werden noch viele Dog-Pics gezeigt.

Kinostart: 13. Juni 2019

Original Title: A Dog‘s Journey
Length: 109 Min.
Rated: FSK 0