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Systemsprenger

Systemsprenger - Filmplakat
© 2019 Port au Prince Pictures

Da jubelt das Herz des Systemgegners… ein Wort, das in letzter Zeit ja einiges an Popularität hinzugewonnen hat: Systemsprenger. Dieses kraftvolle, explosive Gemisch aus Hilflosigkeit und Verzweiflung, Nicht-Einschubladbarkeit und einer Auseinandersetzung, an der einfach jeder verzweifelt.

Systemsprenger fordert auf vielen Ebenen. Es ist nicht leicht, diesem Twist zu folgen, ohne selbst nahe an Verzweiflung heran getrieben zu werden – in vielerlei Hinsicht.

Zum einen akustisch. Ja, es wird geschrieen und ja, es gibt viele, die das allein schon nicht aushalten. In dieser Präsenz und markdurchdringenden Gewalt erst recht nicht. Dieser Film fesselt einen, trotz der widrigen Umstände, denn hier wird die Unschuld mit Füßen getreten und aufgezeigt, mit welcher desaströsen Macht ein Reigen von Menschen kolossal versagt. Diese emotionale Ungerechtigkeit bringt Leute wie mich zusätzlich auf die Palme.

Wunderbar herausgearbeitet ist aber auch die Tatsache, dass es kein “böses Stiefkind” gibt, auf das man alle Schuld laden kann und somit kein klassischer Sündenbock da ist, auf den man hinterher im Kollektiv sauer ist, sondern gezeigt wird, dass jeder Mensch viele Fassaden hat und man immer mal Opfer, mal Täter, mal überhaupt nichts ist.

Zu sehen, wie dieses fragile Element familiären Zusammenhalts konsequent an seine Grenzen geführt wird und zu spüren, wie sich der Schmerz deshalb leibhaftig in einem manifestiert, gehört zu der durchbrechenden Wucht, mit der Systemsprenger ins Firmament sehenswerter Titel einschlägt: Diese Erfahrung werdet ihr nie vergessen.

Es wäre ein Fehler, auch nur eine einzige Sekunde, einen halben Satz dieses Streifens zu verpassen, darum ist Heimkino kein geeigneter Ort, um sich den Film zu geben. Die Garantie, dass eure Aufmerksamkeit nie von der Leinwand weicht und diese emotionale Zerstörungskraft auch wirklich ihre wahre Wirkung entfalten kann, bietet euch nur die Leinwand – also geht ins Kino.

Welches, ist fast schon wurscht, denn laut wird es so oder so.

.kinoticket-Empfehlung: Macht euch auf was gefasst: Diesen Titel werdet ihr euer ganzes Leben lang nie wieder vergessen!

Nachspann: Braucht man nicht aussitzen, es folgt nichts weiter.

Kinostart: 19. September 2019

Original Title: Systemsprenger
Length: 119 Min.
Rated: FSK 12


Wer 4 Sind

Wer 4 Sind - Filmplakat
© 2019 NFP marketing & distribution

Deutschland hat schon einige Künstler hervorgebracht. Selbst im historischen Zeitalter kannte man uns als Wortschöpfer, die auf künstlerischer Ebene Erfolge produzierten, die bis zum heutigen Tage die Menschen prägen und allseits Gehör und Beachtung finden.

Keine Ahnung, wie’s euch geht: Für mich sind “VIPs” immer so entfernt, so unnahbar, so unwirklich. “Ja, da gibt’s irgendwo jemanden, der es zu unfassbarem Reichtum und Ruhm gebracht hat und an den du niemals rankommen wirst.”

Wer 4 Sind möchte genau diese Kluft überbrücken und stellt eines der größten Pop-Phänomene vor, die der Süden dieses Landes erzeugt hat: Fanta 4. Inzwischen gibt es ja einige Dokus über Musikergrößen, die es international zu großem Ruhm gebracht haben, mal mehr, mal weniger gut dargestellt.

Hinter dieser Produktion steckt ganz prominent das öffentlich-rechtliche Fernsehen mit ZDF, Sky, SRF und arte – verbunden mit Filmförderung eigentlich ein absolut schlechtes Zeichen.

Tatsächlich macht die Dokumentation aber Spaß, wenn auch nicht zwingend die inhaltlichen Parts, sondern eher die Musik.

An dieser Stelle empfehle ich tatsächlich: Sucht euch ein Dolby Atmos™-Saal und schaut ihn dort, dafür wurde der Film produziert. Gespräche und Dialoge sind sehr frontlastig, diese kann man aber getrost ignorieren. Was den Film groß macht, ist seine Musik.

Immer wieder, wenn man Konzertausschnitte, Musikparts oder einfach rappende Männer im Studio hört, beginnt das Werk, aufzublühen und sprüht vor kreativer Schaffenskraft und einer Sensation, die Fanta 4 groß gemacht haben.

Mit einer beeindruckenden Bodenständigkeit werden hier vier Männer vorgestellt, denen es niemals wichtig war, kommerziellen Erfolg zu produzieren und auf Teufel komm raus Geld aus ihren Werken zu pressen, sondern die im Verlauf dieser Doku sehr wohl vermitteln können, dass sie all das nur aus Liebe zur Musik getan haben. Das macht sie zu einem Original, das macht sie zu einem Erfolg.

Um der Musik Willen – und der Möglichkeit, dieses Whoah-Gefühl wieder in Groß zu erleben – nutzt die Chance und schaut ihn euch in den Kinos an.

.kinoticket-Empfehlung: Dieser Film lebt von seiner Musik, denn immer dann, wenn der Beat spielt, blüht das Werk vollkommen auf und erzeugt eine unglaubliche Atmosphäre. Der Rahmen drum rum ist etwas wirr, ändert aber nichts daran, dass es sich lohnt, dieses Phänomen auf diese Weise ganz intim kennenzulernen.

Nachspann: Aussitzen – dieses Konzert möchtet ihr nicht verpassen!

Kinostart: 15. September 2019

Original Title: Wer 4 Sind
Length: 101 Min.
Rated: FSK 0


Intrigo: In Liebe Agnes

Intrigo - In Liebe Agnes - Filmplakat
© 2019 Twentieth Century Fox

Beim Kauf eures Kinotickets für Intrigo müsst ihr demnächst etwas aufpassen: Es kommen nämlich direkt zwei Filme dieser „Reihe“ parallel ins Kino: Intrigo – Samaria und Intrigo – In Liebe Agnes.

Um Letzteren soll es in dieser Kritik gehen.

Inzwischen ist es aus den Medien ja schon wieder verschwunden, dass der Konzern Disney das Unternehmen Twentieth Century Fox aufkaufen möchte beziehungsweise aufgekauft hat und wir in Zukunft auf die klassische Fanfare des traditionellen FOX-Logos verzichten müssen.

Für mich immer noch ein herber Schlag in der Kinowelt. Umso bedeutsamer, dass wir nochmals in den Genuss eines ausschließlich von Twentieth Century Fox produzierten Werkes gelangen, das uns einen klassischen Krimi erzählt, der alle Elemente in Perfektion in sich vereint, die man für solch eine Erzählung braucht.

Man könnte sagen: FOX at it’s best!

Ich habe in den vergangenen Jahren immer wieder bewundert, wie sehr dazu in der Lage man in diesem Label ist, Geschichten wahrhaftig so zu erzählen, dass sie einen nicht nur oberflächlich berühren, sondern mit einer Tiefe überraschen und vereinnahmen, die einzigartig ist.

Dazu gehören nicht nur ausgefeilte Charaktere und tiefgründige Personenprofile, sondern eben auch intelligente Dialoge und ein ausgeschmückter Plot, der die Vernunft und Intelligenz des Zuschauers nicht durch Dummheit beleidigt.

All dies ist hier zu finden.

Was anfangs möglicherweise etwas trocken wirkt, entpuppt sich bald als eine durchtriebene Wucht, die mit trickreichen Twists und unglaublich guten Schauspielerinnen punktet, umschmeichelt von dem Atmosphäre schaffenden Soundtrack, der diesen Film wieder in ein Erlebnis katapultiert, das man so schnell nicht vergisst.

Da es sich bei der Intrigo-Reihe um eine Buchverfilmung handelt, ist sprachliches Versagen durch die Erzählung nahezu ausgeschlossen. Sonst hätte man sich wohl kaum die Mühe gemacht und diesen Stoff aufwendig verfilmt.

Mein Leitsatz „Filme können Sie!“ wird auch hier weiter verfolgt und einmal mehr bewiesen, dass Kommerz und Publikumsbefriedigung keine Gegensätze sein müssen und es sehr wohl geht, guten Content auf die Leinwand zu bringen und dabei wirklich alle Kleinigkeiten zu beachten, auf die es in so einem Werk ankommt.

.kinoticket-Empfehlung: Klare Schauempfehlung: Wenn jemand Geschichten wirklich fesselnd und gut erzählen kann, dann dieser Verleih. Genießt es, solange ihr noch könnt.

Nachspann: Muss nicht abgewartet werden, hier folgt nichts weiter.

Kinostart: 10. Oktober 2019

Original Title: Intrigo: Dear Agnes
Length: 99 Min.
Rated: FSK 12


Und der Zukunft zugewandt

Und der Zukunft zugewandt - Filmplakat
© 2019 Neue Visionen Filmverleih GmbH

Ist das eigentlich jemand inzwischen aufgefallen? Die Öffnung der Grenzen innerhalb der Bundesrepublik Deutschlands feiert demnächst 30jähriges Jubiläum und im Zuge dessen kommen immer mehr Dokus und Filme auf die Leinwand, die sich mit dieser Thematik auseinandersetzen und die historisch einmaligen Ereignisse erneut dokumentieren.

Was ich von dieser geschichtlich immer wiedergekäuten Dauerbeschallung im Fernsehen halte, wisst ihr: Ich glaube, es ist noch kein Tag vergangen, an dem mal keine Hitler-Doku im Fernsehen ausgestrahlt wurde – und noch keine Stunde irgendeines Tages, an dem man sich nicht auf die ein oder andere Weise mit diesem Thema beschäftigt hätte.

Dass diese zumeist absolut schlecht gemacht sind und man als “cooler Jugendlicher” kaum Lust hat, sich so ernsthaft damit auseinanderzusetzen, versteht sich da fast schon von selbst.

Und jetzt kommt Und der Zukunft zugewandt – schon der Titel mit den richtigen Assoziationen: Vergangenheitsbewältung und -aufarbeiten im großartigen Stil, das eben nichts mit den historisch ausgelutschten Aussagen zu tun hat, sondern “neue” Vorfälle ans Licht bringt, die das Problem im Kern beleuchten: Ein System, dass damals als “perfekt” angepriesen wurde, unter dem eine Vielzahl an Menschen gelitten haben, was auch bis zum heutigen Tag immer noch nicht in Gänze von vielen verarbeitet wurde.

Und hier leistet das Werk Großartiges: Die Geschichte ist tatsächlich passiert und wurde im Rahmen einer Polizeiruf 112-Aufzeichnung dem jetzigen Regisseur zugetragen, der davon dann nicht abließ und die Story erzählen wollte.

Und glaubt mir: Es ist spannend und zeugt von Integrität menschlich-ethischen Verhaltens, die auch kein System brechen kann … und wenn es erst Jahrzehnte dauert, bis so etwas ans Tageslicht kommt.

Und noch ein spannender Fakt: Die Dame, die das alles betrifft, hat im Film sogar eine eigene Rolle bekommen, auch wenn sie sich nicht selbst spielen kann, da die Vorfälle ja ein paar Jahre zurückliegen.

So muss in meinen Augen historische und gesellschaftliche Aufarbeitung aussehen: Themen ans Tageslicht zu bringen, deren wahrer Kern unbestreitbar ist und die Aufklärung in die Runde werfen, die für alle verständlich und vor allem auch spannend inszeniert wird, damit auch die jüngeren Generationen, die diese Ära nicht miterlebt haben, Interesse daran haben, sich damit auseinanderzusetzen.

Das schafft Wissen, was wiederum dafür sorgen kann, dass derartige Aktionen nicht nochmal gestartet werden, auch wenn politisch gesehen derzeit alles danach aussieht.

Und da weder Schulen, noch einige Medien, noch Politiker oder andere öffentliche Personen großartiges Interesse daran haben, hier im großen Stil derartige Wissensbildung vorzunehmen, darf wieder einmal Kino als grandiose Plattform dafür herhalten, um flächendeckend dafür zu sorgen, dass auch neue Generationen über alte Fehler unterrichtet werden und die Zusammenhänge nun easy verstehen können.

Dann sind es auf einmal nicht mehr nur irgendwelche Satzfetzen, die jeder schonmal irgendwo gehört hat, deren Zusammenhang oder Tragweite aber keiner so richtig versteht, der sich nicht näher mit der Materie auseinandergesetzt hat. Dann sind es nicht mehr Mutmaßungen, die einfach da waren, weil jeder immer so reagiert bei dem Thema, ohne zu wissen, warum.

Dann ist es ein Vorfall, der überdeutlich schildert, was an der ganzen Sache dran – und gravierend falsch war, was auf einmal andere logische Konsequenzen im Kopf schafft und ein völlig neues Bild auf die deutsche Geschichte richtet.

Damit schafft man Fakenews aus der Welt, damit schafft man irrationale Behauptungen aus der Welt, damit sorgt man dafür, dass die Menschen ihren eigenen Kopf benutzen und anfangen, nachzudenken.

Damit hätten neuartige Geschwüre geistiger Umnachtung keine Chance mehr, in diesem Land so zu gedeihen, wie sie es derzeit tun.

Also: Geht bitte rein! Und nehmt so viele Leute mit, wie ihr finden könnt.

.kinoticket-Empfehlung: Pflicht! Dieser Film leistet Aufarbeitung historischer Wunden und erklärt ein missratenes System auf extrem spannende Weise, die auch heutigen Generationen völlig easy verdeutlicht, warum eine solche politische Hierarchie nie wieder entstehen darf! Großartig!

Nachspann: Braucht man nicht abwarten, es folgt nichts weiter.

Kinostart: 05. September 2019

Original Title: Und der Zukunft zugewandt
Length: 108 Min.
Rated: FSK 12


Freudenberg – Auf der Suche nach dem Sinn

Freudenberg - Filmplakat
© 2019 Filmperlen

Freude, Berg, Suche, Sinn … alles Worte, die in meinem alltäglichen Wortschatz fast täglich vorkommen. Und tatsächlich hab ich bis zu dieser Vorstellung noch nie etwas von Freudenberg gehört – und schon gar nicht gewusst, dass dies in Deutschland – und dazu noch ganz in der Nähe eines Ortes sei, in dem ich lange gewohnt habe.

Freudenberg räumt mit diesem Unwissen auf und erzählt die Geschichte durch pures Zuschauen. Es wird kaum erklärt, nahezu nicht recherchiert, nicht objektiv beleuchtet, sondern einfach gemacht.

Und exakt das ist für mich das Durchfallkriterium in beiderlei Hinsicht: Es ist keine Doku mehr, sondern ein reiner Propagandafilm für diese Einrichtung, deren Absichten meisterhaft hinter wohlklingenden Phrasen verschleiert werden und über dessen mögliche Kontroverse niemand zu reden vermag. Zumindest im Film nicht. Danach sehr wohl.

Dass man in einzigartigen, verrückten Zeiten zu einzigartigen, verrückten Methoden greifen muss, um im Leben etwas zu erreichen oder irgendwie den Überblick über Geist und Seele zu behalten, mag eine Sache sein. Dass darüber Filme gemacht werden, ist ebenfalls legitim, allerdings erwarte ich dann von einem Filmteam, dass es umfassend – und vor allem über den Tellerrand hinaus – recherchiert und ebenfalls kritische Fragen aufwirft, mit denen man sich auseinandersetzen muss. Sonst müsste auch im Kino – wie seinerzeit bei TV Total – ein ständiges “Dauerwerbesendung” oben eingeblendet werden, denn nichts anderes ist dieser Film.

Interessant wäre gewesen:

  • Was kostet so etwas? Wer verdient daran – wieviel anteilig?
  • Wie gehen Umliegende mit den Situationen um? Gibt’s hier Dispute, Auseinandersetzungen oder gar Harmonie mit allen?
  • Welchen Stellenwert bezieht man damit innerhalb einer Kommune? Wie fügt sich diese Idee in das Landschafts- und Gesellschaftsbild genau ein?
  • Gibt es Gegner und wenn ja, was haben die zu sagen?
  • Wie ist der Blick von außen nach innen? Gelten sie evtl. sogar als Sekte oder gibt es womöglich überhaupt keine Wahrnehmung davon, sondern – wie in meinem Fall – absolutes Unwissen darüber?

Ihr merkt, ich kann partout sofort genügend wichtige Fragen aufzählen, deren Antworten ich im Vorfeld erörtern und bei meiner Suche nach Aufklärung dann bereits die Kameras mitlaufen lassen würde – denn so vermittelt man ein objektiveres Bild einer so skurrilen Möglichkeit, sein Leben in den Griff zu kriegen.

Und das nächste ist: Wer geht da hin? Für wen ist das interessant? Irgendwie erinnert mich das vielmehr an das biogene Gewäsch esoterisch-angehauchter Abgestalten, die dem Bezug zur Realität vollständig entglitten sind und keine andere Chance mehr sehn, als in ihrem geistigen Wahn zu solchen Methoden zu greifen.

Andersartigkeit? Begrüßenswert, denn so etwas kann durchaus die Sinne klären und einen verschärften Blick mit neuen Sichtweisen auf das Leben fördern, dazu gehört meiner Meinung nach aber immer (!) gesunde Skepsis, egal, wie gut ein Konzept ist. Skepsis macht etwas erst real, authentisch. Wenn man sich prüfen lässt und diese Prüfungen besteht, hat man das Recht, sich hinterher auch zu beschweren, wenn andere über einen meckern. Sich einfach auf Gottes Grund und Boden zu stellen und Behauptungen loszuwerden, die als gottgegeben gelten sollen, ist in meinen Augen viel näher an gefährlichem Sektierertum als alles andere.

Wen’s selig macht, der soll ruhig dort hin (mich interessiert wirklich mal, was die dafür wollen, denn ernsthaft: Was mir dazu persönlich einfällt, ist einfach nur: “Seriously?”) und sich damit auseinandersetzen, wenn so etwas im eigenen Wohnzimmer nicht geht.

Um Gras zu streicheln, brauch ich nicht einen Kurs buchen, sondern einfach nur meinen Körper nach draußen bewegen und meine Hände auf den Grund legen und anfangen damit. Hier zählen für mich noch viel mehr schwachsinnige Erfindungen dazu, die der Mensch sich im Laufe der Zeit hat einfallen lassen, um Millionen Euro damit zu scheffeln, weil einigen scheinbar nichts mehr einzufallen scheint, was ihrem Leben noch einen Sinn gäbe.

Ganz ehrlich? Sucht euch einen Nebenjob und spendet die Einnahmen für wohltätige Zwecke.

Die Humanitarian Pilots Initiative zum Beispiel braucht dringend ein neues Flugzeug, um Menschen vor dem Tod zu retten. Wenn der Film Werbung machen kann, dann kann ich das hier auch mal: https://www.hpi.swiss/ – da macht ihr dann mit eurem Erspartem etwas, für das euch die lieben kleinen Engelein im Himmel immer dankbar sein werden.

Und Mütter mit Kindern und Familien, deren Angehörige nicht im Meer beerdigt werden, ebenfalls.

Und zwar ihr Leben lang.

Wie wär’s also damit?

Achja: Der Preis für’s Kinoticket … als Spende ebenfalls dorthin? Denen hilft auch jeder Cent.

Und vielen anderen auch.

Also tut etwas sinnvolles und lasst diesen propagandistischen Schwachsinn da liegen, wo er hingehört.

.kinoticket-Empfehlung: Durch die Abwesenheit jeglicher distanzierter, objektiver Durchleuchtung leider absolut unbrauchbar und auch nicht mehr im Rahmen einer Dokumentation, sondern reine Propaganda, die man getrost ignorieren darf. Sorry, so etwas regt mich auf!

Nachspann: Birgt keine esoterischen Überraschungen mehr. Rausgehen dringend empfohlen.

Kinostart: 05. September 2019

Original Title: Freudenberg – Auf der Suche nach dem Sinn
Length: 75 Min.
Rated: FSK 0


Die Wurzeln des Glücks

Die Wurzeln des Glücks - Filmplakat
© 2019 StudioCanal

Schaut mal auf das Plakat und findet das Schwein … und ruft euch dann ins Gedächtnis, dass dieser Film im Original Holy Lands heißt: Das heilige Land… also Israel. Warte mal, Judentum und Schweinefleisch? War da nicht etwas?

Genau. Hier haben wir direkt den Einstieg ins Business dieses Films, der sich exakt mit diesem Fakt auseinandersetzt und dies auf ironisch-komisch und gleichsam verstörende Art und Weise zu einem Religions-Clash zusammenmischt, bei dem am Ende niemand mehr wirklich den Durchblick hat und man noch verstörter von dannen zieht, als man schon gekommen ist.

Dass hochkarätiger Cast an Land gezogen wurde, trägt u.a. dazu bei, dass dieser Film dennoch seine Daseinsberechtigung hat: James Caan (von mir geliebt in Misery) neben Tom Hollander (nicht zu verwechseln mit Tom Holland (ohne -er) – dem Spider-Man der Neuzeit) und Jonathan Rhys Meyers (bekannt u.a. aus der TV-Serie Vikings) sorgen hier für ziemlich aufwühlende Begegnungen, die teils satirisch, teils bissig-zynisch, teils beschämend und verletzend, teils aber auch vorbildlich auf unterschiedliche Kulturen und Religionen hindeuten und ihre eigene Interpretationsmöglichkeit von Zusammenleben ermöglichen.

Dabei hapert es ein wenig an der Ernsthaftigkeit, mit der z.B. ein Atheist diesen Film sehen könnte: Hier schwingt immer ein wenig die übernatürliche Unglaubwürdigkeit im Raum mit, was den Fokus dann auf Dinge wie Zwischenmenschlichkeit lenkt, weil man entweder mit abgedroschenen Phrasen abgespeist oder mit zu viel Informationsbombardement in den Aufmerksamkeits-Tod geschickt wird.

Ich hab mich mal umgehört bei denen, die den Film schon gesehen haben und bekam als Antwort, dass sie den familiären Aspekt wichtiger fanden, trotz kultureller und religiöser Unterschiede miteinander klar zu kommen und dabei Glaubensfragen eher in den Hintergrund gerückt wissen wollten.

“Ich sehe da eher das gesetztere, leicht konservative Publikum Mitte 40, die einfach mal ARD-Kost im Kino sehen wollen. Bei den meisten Filmen, die bei diesen Sendern laufen, muss man keinen Sinn oder etwas davon mitnehmen, trotzdem fühlt sich deren Zielpublikum unterhalten und hat daran seinen Spaß.”

Und da fährt das Movie tatsächlich auch einige ganz komische Momente auf, die insgesamt aber etwas zu sehr in die Länge gezogen wirken und darum den “Heidenspaß” etwas verpuffen lassen.

.kinoticket-Empfehlung: Israel kommt als Land immer mehr in den Fokus der Leinwand – auch in Deutschland. Holy Lands spielt einmal mehr mit den kulturellen Religionen Mischmasch, punktet dabei am Ende aber in einer ganz anderen Liga. Gutes Mittelmaß.

Nachspann: Muss man nicht abwarten, es kommt nichts weiter.

Kinostart: 05. September 2019

Original Title: Holy Lands
Length: 100 Min.
Rated: FSK 6


Das Wunder im Meer von Sargasso

Das Wunder im Meer von Sargasso - Filmplakat
© 2019 RFF – Real Fiction Filmverleih e.K.

Wenn man unverblümt ohne Vorwissen und -urteile in diesen Film geht, riecht man sofort den Duft von Roadtrip-Freiheit, der zu Beginn aus allen Ecken quillt und die Lust auf Abenteuer, Freiheit, Ausbruch und Systemferne unbändig nährt.

Genau dies wird dem von der Presse bis dato hochgelobten Werk in meinen Augen zum Verhängnis: Ich liebe Roadtrips, ich lebe selbst ein Leben ohne festen Anker auf einem Boden, zu dem es mich immer wieder zurück zieht. Ich weiß von dem Gefühl des beständigen Vorwärtsgehens und der ganzen metaphysischen Ausbruchsstimmung, die damit einhergeht.

Ich liebe das Gefühl des Vorankommens und der Wege, die das Leben manchmal ganz plastisch, manchmal aber auch im Kontext der Charakterbildung geht.

Und genau da fängt das Werk alsbald an zu stocken und bewegt sich dann kein Stück mehr weiter. Einen Film wie diesen darauf hinauslaufen zu lassen, ob und wenn ja, was evtl. passiert oder nicht, ist für einen Genredurchbruch viel zu wenig. Prinzipiell ahnt man auch als Kinofremder schon, was passieren wird und Vorhersehbarkeit gleicht dem Tod jedweder Erzählung.

Dass hierbei dann nur noch manche Szenen mit überraschender Brutalität aufwarten und das Schauspiel von Angeliki Papoulia durchaus positiv zu erwähnen ist, rettet meiner Meinung nach nicht die komplette Show. Man bekommt mit fortlaufender Spieldauer immer mehr Aggressivität in seinen Körper, die einen dazu anstachelt, die Figuren anzuschreien, dass sie endlich handeln sollen und das ganze Gequatsche darüber sein zu lassen, was nicht nur in mir negative Assoziationen auslöste.

Damit war der gewollte Bombeneffekt am Schluss des Films in seiner Wirkung vollkommen verpufft und jeder im Saal wünschte sich anschließend eigentlich nur, dass der Schluss der Anfang des Films gewesen wäre und man eine andere Geschichte daraus gesponnen hätte.

.kinoticket-Empfehlung: Das beschriebene Wunder entpuppt sich eher als mauer Schlag in den Magen der Vernunft, indem man sich viel zu viel Zeit für unnötige Entwicklungsphasen lässt, die schlussendlich auf eingangs vermutete Ziele hinauslaufen und dem Film damit jede mögliche Spannung schon kurz nach Beginn nehmen. Damit läuft die Show ins Leere und das Empfinden von Befriedung bleibt vollkommen aus.

Nachspann: Muss nicht ausgeharrt werden, es folgt nichts mehr.

Kinostart: 12. September 2019

Original Title: To thávma tis thálassas ton Sargassón
Length: 121 Min.
Rated: FSK


Mein Leben mit Amanda

Mein Leben mit Amanda - Filmplakat
© 2019 MFA+ FilmDistribution

Dieser Film entzweit mich tatsächlich auf eine Art und Weise, die ich nicht vermutet hätte.

Bevor ihr gleich abdreht und denkt: “Okay, kein Volltreffer” – Stop! Ihr solltet reingehen! Das Handwerk der schauspielerischen Darbietung ist phänomenal gut. Und zwar ausnahmslos von allen Parteien, die in dieser Story eine relevante Rolle spielen.

Der Stoff ist ebenfalls harter Tobak, was meist auch ein Grund dafür ist, den Film zu sichten.

Was mich tatsächlich stört, ist die Umgangsweise oder “Erziehung”, die man dem Plot angedeihen ließ. Hier komme ich ins Straucheln, auch wenn klar ist, dass solche Entscheidungen nicht eben kurz vor den Abendnachrichten gefällt werden können und man sich vor solcherlei Verantwortung gerne drückt.

Die Umgangsweise, zu der man sich entscheidet, frevle ich an. Gott darüber zu spielen, wie jemand in so einer Situation zu leben hat, ist genauso verabscheuungswürdig und gleichermaßen reißt es einen in Stücke, weil man meint: Wie könnt ihr euch erlauben, dies auf dem Rücken eines Kindes austragen zu wollen?

Genau das ist in der Realität aber gar nicht so selten, weshalb es oft so zerbrochene Umstände und Leben gibt, die zu den maroden Charakteren geführt haben, mit denen sich die Öffentlichkeit heutzutage rumschlagen darf. Wen wundert’s?

Mich nach diesem Film kein Stück mehr.

Insofern ist dies fast schon ein Lehrstück meisterlicher Familienkunst, die das trübselige Bild schicksalhafter Ereignisse zeichnet und dabei den Menschen an Pforten der Wahloptionen trägt, die kaum jemand imstande ist zu erschließen.

Vielleicht ist es das verklärte Bild hollywoodesker Schönheit, die man solch dramatisch-emotionalen Filmen oft auferlegt in der Erwartung klischeehafter Romantik, die ein jedes Problem im Keim erstickt und am Ende Friede, Freude, Eierkuchen auf die Lappen niederschreibt.

Dass das Leben oftmals eben nicht so ist, wissen viele von euch aus eigener Erfahrung … und Mein Leben mit Amanda stellt sich stellvertretend auf die Leinwand und unterstreicht diesen Schrei nach Gerechtigkeit, der mir im ersten Augenblick tatsächlich übel aufstieß.

.kinoticket-Empfehlung: Lockt aus den Komfortzonen des Lebens und zerwirft die bildschöne Story-Romantik mit kaum zu ertragender Realität: Die Disharmonie der Erzählung sollte keineswegs Grund dafür sein, diesen Film nicht innigst besuchen zu wollen. Handwerkliche Kunst, die den Zuschauer nicht nur unterhält, sondern auf seine ganz eigene Weise fordert.

Nachspann: Braucht nicht ausgesessen zu werden, hier folgt nichts weiter.

Kinostart: 12. September 2019

Original Title: Amanda
Length: 107 Min.
Rated: FSK 6


Child’s Play

Childs Play - Filmplakat
© 2019 Wild Bunch

Es ist inzwischen so überdeutlich, wie gekauft und werbeabhängig manche “Kritiken” sind: “So scary wie nie zuvor” und man sitzt im Kino und langweilt sich.

Mein bester Kumpel ist ein absoluter Horror-Verweigerer und ich büße jede Vorstellung, in die ich ihn rein jage, mit bösen Schmerzen, wenn er sich im Stuhl neben mir an meinen Händen, Knien oder sonstwo festkrallt und Kräfte dabei entwickelt, die nicht von dieser Welt sind.

Jüngst war ich in ES Chapter Two mit eben besagtem Best Friend und bin anschließend als Knochengerippehäufchen wieder aus dem Saal getigert mit stundenlang keinem Gefühl mehr in der rechten Hand: Kellerszene und Co. taten ihr übriges.

Und in Child’s Play sitzt er neben mir – tiefenentspannt – und sagt hinterher: “Das war irgendwie lame. Ich hab mich gelangweilt.”

“So scary wie nie zuvor” also. Verstehe. Genau so machen es doch viele: Filme wie Child’s Play bewerben sich selbst in vielen Magazinen und online und eben jene Redaktionen haben dann keine Lust mehr, kritisch an die Sache ranzugehen, oder – was noch viel schlimmer ist – erhalten von oben die Anweisung, positiv über den Film zu berichten.

Im Fall von Jurassic World – Fallen Kingdom war das ein mieser Trick, um negative Publicity von dem übelsten Werk abzuwenden und es haben mir am nächsten Morgen dutzende Redakteure und Pressevertreter gedankt, dass endlich mal jemand ausgesprochen hat, was alle eigentlich denken: Dass das Ding absolut scheiße ist.

Aber mit solchen Aussagen landet man eben nicht auf dem Cover eines Filmplakates, was wiederum Werbung für die eigene Redaktion wäre – was wiederum Geld bringt… was aufzeigt: Alles kapitalistisch-korrupt.

Das ist der Grund, warum ich immer wieder betone, dass ich mit dem ganzen Unternehmen hier keinen einzigen Cent verdienen möchte: Niemals möchte ich meine Seele und freie Meinung für ein paar Kröten vor die Säue werfen und mich in die Schlange derjenigen einreihen, die nichts anständiges mehr posten dürfen. Davon hätte niemand etwas.

Und dann geht die Maschinerie aber erst los: Der unwissende Zuschauer, der den Film zu diesem Zeitpunkt eben noch nicht gesehen hat, muss sich gewissermaßen auf solche “Meinungen” verlassen, wenn es um “Wo geh ich diese Woche rein” geht und liest dann, wie toll und scary das Werk ist und denkt sich: “Wow – das muss ich sehen.”

Geht rein … und ist gelangweilt.

Die Betreiber freuen sich über immense Zuschauerzahlen und denken sich: “Wahnsinn, was für ein Erfolg, produzieren wir doch gleich nochmal ein paar in dieser Filmreihe” … und schon hast du den Markt geflutet mit Dreck wie diesem: bösartiger Horrorkost, die dafür sorgt, dass so viele keine Horrorfilme im Kino anschauen wollen, weil’s rausgeschmissenes Geld ist und absolut nicht schockiert.

Ganz ehrlich? Ich fand Chucky schon nicht scary, sondern eher belustigend, aber dafür noch ein wenig unterhaltsam und trashig, das hatte einen gewissen Kultfaktor und war als Genre noch okay. Die Fortsetzungen kränkelten dann schon an den üblichen Verdächtigen, während das hier jetzt ja nicht mal mehr eine Fortsetzung, sondern sozusagen ein “Spin-of” ist, das also nur an die Story anlehnt und sich dabei vor Filmfehlern nur so überstürzt.

Und ja, auch Dummdoofe merken nach 3 Minuten Film, wie er enden wird … und ohne euch spoilern zu wollen: Er endet so. Es läuft genau so ab wie du vermutest. Wirklich.

Wenn du den Film also sehen willst und Spaß haben, hilft nur eins: Nimm dir einen Knüppel, organisiere dir einen Securityaufpasser, der hinter dir steht und dich auffängt und dann knüppel dir das Ding so dermaßen auf die Fresse, dass du ohnmächtig wirst und zu Beginn der Vorstellung mit einem Hirnschaden wieder aufwachst. Dann lass dir die geistige Unfähigkeit bescheinigen und erst dann: Hol das vorher gekaufte Ticket am Tresen ab und schau den Film. Ansonsten sorgt der übrig gebliebene Restverstand dafür, dass man sich permanent langweilt.

.kinoticket-Empfehlung: Dreimal dürft ihr raten, weshalb ich für diesen Titel bislang keinen Tag freigeboxt habe, um die Rezension abzusenden: Gesehen hatte ich ihn schon lange vor Kinostart – und es lohnt sich in meinen Augen auch nicht, den zu Hause zu schauen. Lasst dieses Unterfangen endlich in den Tod gehen. Danke.

Nachspann: Muss man nicht abwarten, es folgt kein Schrecken mehr.

Kinostart: 18. Juli 2019

Original Title: Child’s Play
Length: 90 Min.
Rated: FSK 16


Diego Maradona

Diego Maradona - Filmplakat
© 2019 DCM Film Distribution GmbH

Nach dem legendären Auftritt von Kroos gehen wir nun ins internationale Metier und widmen uns Fußballgrößen, die die nationalen Stars dieses Sports bei weitem übertrumpfen.

Diego Maradona zeichnet das Portrait des gleichnamigen Fußballstars und gleichsam ein Bild der Abartigkeit, zu der Menschen in der Lage sind – im positiven sowie negativen Sinne. Es ist bezeichnend, welche globalen Einflüsse es nehmen kann, wenn man im Sport tätig ist.

Das Team, das sich bereits für das legendäre Portrait von Amy verantwortlich zeigte, bekam Zugriff auf 500 Stunden ungezeigtes Privatmaterial des Fußballstars und arbeitete zudem mit diesem zusammen.

Ja, derartige Dokumentationen über Menschen sind meist mit den gleichen Phänomenen gespickt: Aufstieg, Umwälzung, Absturz, Rekapitulation und möglicher Reprise – aber das stört hier nur am Rande. Vielmehr beeindruckt das Werk durch seine immense weltweite Bedeutung, die die Geschehnisse in Folge und damit Massen von Menschen direkt oder indirekt beeinflusst haben.

Ich möchte nicht wieder die gleiche Leier von “kein Fußballfan” etc. runterspulen, jedoch noch einmal hervorheben, dass eben auch als solcher immenses Interesse vom Film selbst hervorgerufen wird, der mich während der Pressevorführung tatsächlich sehr an die Leinwand gefesselt hat.

Ja, es werden zur Zeit immer mehr Themen gesucht, die auf der Leinwand erneut ausgewertet werden können, um irgendwie Geld zu machen und man hat selten das Gefühl, jemand möchte zwingend etwas sagen, das nicht schon vorher jemand gesagt hätte.

Dies ändert jedoch nichts daran, dass ich euch diesen Streifen wärmstens ans Herz lege – und zwar genau den Fußballverweigerern, denn hier habt ihr die Chance, auf unterhaltsame Weise zu verstehen, was viele Menschen daran so über die Maßen begeistert.

Und am Ende seid ihr es vielleicht selbst auch ein kleines Stück weit.

.kinoticket-Empfehlung: Internationale Größen erfordern Filme, die ihrer würdig sind. Diego Maradona holt den Zuschauer hier komplett ab und hält ihm ein Phänomen vor Augen, dass in seinem Ausmaß absolut beeindruckt!

Nachspann: Enthält noch einige Szenen, also springt nicht gleich davon.

Kinostart: 05. September 2019

Original Title: Diego Maradona
Length: 130 Min.
Rated: FSK 12