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Godzilla II: King of the Monsters

Godzilla 2: King of the Monsters Filmplakat
© 2019 Warner Bros. Entertainment Inc.

Spätestens jetzt habt ihr einen Grund, eure Reise zum Dolby Cinema™ anzutreten, denn: Wenn es einen Film gibt, den man in diesem Kino gesehen haben sollte, dann den.

Wer sich die Mühe macht und mal in einschlägigen Film-Datenbanken nach Godzilla sucht, wird feststellen, dass die Welt förmlich überschwemmt von Angeboten dieser Art ist: Hunderte Movies, Serien, Universen aus Japan, die einen Klassiker von Moviemonster erschaffen haben, der es hierzulande scheinbar nie zu solch bühnenreifer Allgegenwärtigkeit geschafft hat, wie dort.

Genau das wird Godzilla II: King of the Monsters jetzt wohl ändern.

Wenn Amerika etwas kann, dann das: Groß, größer, noch größer, Actionschlachten, viel Gebrüll und wenig Inhalt, dafür aber auf die Fresse, dass alles um einen herum zittert und man förmlich in tosendem Gewüte untergeht.

Eine brachiale Schlacht der Superlative, die vor CGI nur so strotzt und genau das par excellence liefert – in einer nie da gewesenen Überwältigung.

Dolby Vision™

Godzilla II: King of the Monsters ist von natura schon so aufgebaut, dass nicht mit präziser Schärfe und Knalligkeit, sondern eher mit Staub, Wirbeln, Ungenauigkeit und einer gewissen Computerspiele-Vehemenz gearbeitet wird, die die Tierchen eben nicht in jahrelange Rechen-Exzesse schicken, sondern sich nicht allzu sehr mit grafischen Details aufhalten, immerhin ist am Ende sowieso alles im Arsch.

Das heißt jetzt nicht, dass hier mit Minecraft-ähnlichen Blöckchen-Miesepeter-Grafiken gearbeitet wurde, sondern einfach nur, dass es etwas neblig, regnerisch und generell “dusty” in der Atmosphäre ist und man sich somit nicht all zu sehr auf oberkantige Linien konzentrieren musste, wie es z.B. bei Transformers oft der Fall war.

Und das heißt ebenfalls nicht, dass an irgendeiner Stelle die brachiale Gewalt in irgendeiner Form weniger beeindruckend wäre.

Und das Schwarz sieht im Dolby Cinema™ immer noch besser aus, als in anderen Kinos.

Der Grund, dieses Kino zu wählen liegt jedoch wieder einmal bei…

Dolby Atmos™

Yes. Hier – wird – gebrüllt! Und zwar wie!

Wer sich die Blöße geben möchte, sollte auf YouTube alles zusammensuchen, was er an originalem Trailermaterial auftreiben kann, seine Familie und Nachbarn an irgendeinen entfernten See schicken und dann die Boxen aufdrehen, dass sich schmutzige Scheiben und Fensterbretter von selbst putzen: Die PR-Arbeit für diesen Film ist obererste Sahne und sowas von mächtig geil, dass allein das schon reichen würde, damit einem im Kino einer abgeht.

Und der Höhepunkt ist dann, wenn man im Dolby Cinema™ hockt und wirklich alles um einen herum anfängt, zu toben: Dieses Spektrum an Sound-Effizienz und alles umgebender Lautstärke ist genau das, was diesen Film großartig macht: Ein Spektakel technisch überragender Majestät, die es so kein weiteres Mal auf der Welt gibt.

Und nein, ich übertreibe nicht.

Ja, der Film hat zwischendurch seine Längen, trieft wieder vor Schlecht-Sein in punkto Plot, hat die gleichen dämlichen Charaktere ohne Tiefgang und Profil und ist absolut vorhersehbar, doch deswegen geht man nicht in so einen Film, oder?

Was man hier sehen will, ist Action, Gewalt, Krach, fetzige Kämpfe, lautes Geschrei und eine Superlative nach der anderen – und genau das kriegt ihr geliefert.

.kinoticket-Empfehlung: Lasst euch nicht davon abschrecken, dass das nur ein zweiter Teil ist: Die Macher haben es absolut drauf und liefern erstklassiges Popcorn-Action-Kino, das – nicht übertrieben – alles bisherige weit in den Schatten stellt.


Superlativen, lautes Gebrüll und monströse Giganten, die aufeinander losgelassen werden und sich dabei eine epische Schlacht apokalyptischen Ausmaßes liefern, die nur im Kino wirklich wirkt.


Alles andere ist Quatsch und sollte gar nicht erst in Betracht gezogen werden.

Nachspann: Auch, wenn eure Mit-Kinogänger vorzeitig aus dem Saal rennen: Ihr seid am Ende diejenigen, die ihnen sagen können “Da kam tatsächlich noch eine sehr lange Sequenz, die die Vorfreude auf den nächsten Godzilla angeheizt hat, der bereits 2020 in die Kinos kommen soll.” – Also bleibt bitte unbedingt bis ganz zum Schluss sitzen!

Kinostart: 30. Mai 2019

Original Title: Godzilla: King of the Monsters
Length: 132 Min.
Rated: FSK 12


John Wick: Kapitel 3

John Wick: Kapitel 3 - Parabellum Filmplakat
© 2019 Concorde Filmverleih GmbH

Das Timing

John Wick: Chapter 3 – Parabellum wurde mir bereits vor einiger Zeit in meiner Lieblingsversion (OV) von der Presse vor die Nase gesetzt und ich hätte euch davon erzählen sollen und hab‘s nicht getan.

Aus gutem Grund. Ich fand den Film nämlich absolut scheiße. Er kam definitiv nicht rüber, wirkte in die Länge gezogen, stupide, einfallslos und mittelmäßig.

Und eigentlich kennen wir John Wick ganz anders.

Immerhin ist das hier auch nicht mehr im „normalen Rezensionsbereich“, sondern? – Yes – Dolby Cinema™ – und genau da hab ich ihn mir auch kürzlich nochmal angeschaut. Für Geld.

Um eines vorweg zu nehmen: Das wird mit Filmen, die dort gezeigt werden, in Zukunft jetzt öfters so passieren: Späte Rezensionen, teilweise nach Kinostart, dafür aber auf dem Level, von dem ich euch hier bereits vorgeschwärmt habe.

Einzige Chance, das eher zu publizieren? Die Pressevorführungen davon waren im Dolby Cinema™ und ich konnte mir so bereits die finale High-End-Fassung zu Gemüte führen und brauch darum nicht mehr drauf warten.

Ich denke, davon haben letztendlich alle etwas, denn: Dolby Cinema™ ist für mich das neue Maß aller Dinge und eigentlich die alternativlose Option, Kino tatsächlich zu leben. Und genau das ist mein Mindestanspruch.

Dolby Vision™

Die John Wick-Filme leben vom visuellen Anspruch. Hier geht’s nicht um Story, eine breitgefächerte Anzahl an Charakteren mit tieferen Psycho-Profilen oder grandiose Twists, sondern es geht um Augenficks.

Visuelles Bombardement mit prächtigen Farben, viel schwarz und enorm detailreichen Shots, die einfach eine Augenweide darstellen und den Zuschauer optisch absolut verwöhnen.

Genau das liefern die Regisseure auch, nur die Kinos drumrum können da nicht mithalten – und genau da haut Dolby Cinema™ voll rein, bringt es auf den Punkt und liefert somit doch genügend Gründe, sich den Film im Kino anzusehen, denn: Auf einmal ist er affenscharf und einfach geil. Die Seele ist wieder da und pumpt sich durch den Raum in eure Sinnesorgane rein.

Gerade im Schlussakt sind dermaßen geile Szenen aufgebaut worden, die tatsächlich das ganze Equipment der Dolby-Generation zum Zittern bringen und das volle Potenzial davon ausschöpfen – und das begeistert hier dann auch richtig.

Im vorherigen Kino dachte ich an der Stelle nur: “Naja, sieht ganz okay aus, sollte wohl optisch beeindrucken, aber naja”.

Und im Dolby Cinema™? “Fuck, das sieht wirklich richtig heiß aus!”

Dolby Atmos™

Doch der Hauptgrund, weshalb ihr euch den Streifen im Dolby Cinema™ – und zwar nur hier – anschauen solltet, ist Dolby Atmos™.

Kinder? Lasst mich kurz ausholen!

Eine der inflationärsten Soundeffekte im Kino ist der Schuss aus einer Pistole, right?

Ich weiß nicht, ob die Zahl überhaupt existiert, wieviele Schüsse bereits durch meine Ohren geklungen sind im Laufe meines bis dato recht kurzen Lebens. Sprich: Man hat sich längst daran gewöhnt. Es ist normal geworden. Langweilig möchte man fast schon sagen.

Um in dieser Riege zu beeindrucken, vermochte man irgendwelche abnormen Waffengeschosse aufzufahren, die mit derartiger Ballerwucht und Exklusivität auch auf dem Waffenmarkt daherkommen, dass der Rumms des Sounds dann tatsächlich wieder etwas begeisterungsfähiger war.

Wisst ihr was?

Wir haben jetzt ne Superlative, die selbst aus den billigsten Scheißwaffen wieder grandiose Erfahrungen generiert: Dolby Cinema™!

Ohne scheiß, ihr hockt im Kino und werdet live erschossen! Kann nicht sein?

Ich sags euch: Jede verfluchte Kugel findet durch Schallwellen den Weg durch euren Körper. Wird ihm in den Magen geschossen, spürt ihr es in eurem Magen und zuckt leicht zusammen, weil der ganz normale Knall einer stinklangweiligen Pistole auf einmal zur Erfahrung wird.

Wie die das machen? Kein Plan.

Ist es geil? Aber sowas von! Alter – ich hab keine größeren Waffen gebraucht, um begeistert zu sein … aber sie werden geliefert!

Und auf einmal fickt dich John Wick: Kapitel 3 sowas von – und zwar nicht nur ins Hirn, deine Hörorgane und Augen, sondern dein ganzer Körper wird zu einer extremen Erfahrung, von der du am Ende einfach nur berauscht und begeistert bist.

Und ich verspreche euch: KEIN anderes Kino (und ja, ich hab alle Kategorien in meinem Leben inzwischen ausreichend oft erlebt und gesehen) kann euch diese Erfahrung auch nur annähernd so vermitteln, wie dieses Paradies von Kino!

Auf einmal ist der Film in seiner optischen und akustischen Variante genau so, wie die Macher ihn geplant haben und auf einmal beeindruckt er auch aus allen Rohren und lässt vergessen, dass hier eigentlich gar keine Handlung da ist, sondern es wirklich nur um die technischen Features geht – eben genau das, wofür wir John Wick schon die ganze Zeit geliebt haben.

Und damit wird’s ein spektakulärer Abend. Versprochen!

FSK 18

Und noch eine erfreuliche Botschaft: John Wick: Kapitel 3 beweist, dass auch Filme mit FSK 18-Rating im Kino bestehen können und Geld einspielen.

Lockte der erste Teil 2015 am Startwochenende noch 142.000 Besucher in die Kinos, schaffte Teil 2 es 2017 inzwischen auf 228.000 Besucher, die der dritte Part nun mit 24% Auftrieb und 285.000 Besuchern mit einem Umsatz von 2.746.000 € in 550 Kinos nach diesem Wochenende verzeichnet. Bestes Einspielergebnis des Startwochenendes der gesamten Reihe.

Klares Signal an DC, endlich das Universum etwas düsterer zu gestalten? Die Kundschaft wäre da…

.kinoticket-Empfehlung: Entfaltet seine Seele erst im Dolby Cinema™ und braucht theoretisch nirgendwo anders angeschaut zu werden: Nur hier zählt er zu den besten John Wick-Teilen, die es bisher gab und löst volle Begeisterung aus.


Durch die essentielle Sucht nach visueller und akustischer Explosivität benötigt man heutzutage dann auch das richtige technische Equipment, um diesem Anspruch gerecht zu werden und nicht einfach nur ein billiger Abklatsch zu sein, der in vielen Kinos Deutschlands wohl geliefert werden wird.


Große Leinwand, monströser Sound (nichts unter Dolby Atmos™ bitte!) und am besten eben in meinem zu Hause: Dolby Cinema™!

Nachspann: Braucht man nicht abzuwarten, wenn man den Sound nicht hören möchte: Hier folgt kein weiterer Einsatz.

Kinostart: 23. Mai 2019

Original Title: John Wick: Chapter 3 – Parabellum
Length: 131 Min.
Rated: FSK 18