Der Unsichtbare - Filmplakat
© 2020 Universal Pictures International

Ich hatte wieder einmal das pure Glück, diesen Film gesehen zu haben, bevor mir der erste Trailer auf der Leinwand präsentiert wurde. Der nämlich enttäuscht auf ganzer Linie.

Der Unsichtbare ist kein klassischer Gruselschocker, der sich lapidar mit Ideenlosigkeit anbiedert, sondern das neue Werk von SAW-Autor Leigh Whannell liefert jede Menge sehenswerte Momente, die man sich nicht entgehen lassen sollte.

Schon zu Anfang punktet man mit einer düsteren, jedoch hoch professionellen Stimmung, die dem Zuschauer ein Umfeld bietet, in dem er sich zwar die Gänsehaut über den Rücken jagen kann, dabei aber nicht in seiner Intelligenz beleidigt wird. Man erschafft eine Atmosphäre, die von dem großartigen Können der Produktionsdesigner und den Vorstellungen von Whannell lebt.

Das Beachtenswerte in meinen Augen ist hierbei, dass man zwar immer wieder Anreißer in Richtung Ghost-Shocking und Übernatürlichkeit aufwartet, jedoch dabei niemals den Absprung zur Lächerlichkeit vollzieht, sondern stets eine konsequente, gut durchdachte und neu konstruierte Linie alter Monster auffährt.

Kurz gesagt: Man merkt jeder Szene an, dass diese Filmemacher kein B-Movie produzieren wollten, sondern jeden Handgriff ihres Tuns sehr wohl verstehen.

Dieses Niveau reißt den Film unweigerlich aus dem Sumpf seiner Konkurrenten nach oben und bietet dem Zuschauer wieder einmal die Chance, wohl dosierten Grusel auf der Leinwand zu genießen.

Lasst euch darauf ein und vermeidet am besten jegliche inhaltliche Infos vorab: Ins Blaue hinein entdecken liefert hier den größten Mehrwert.

Nachspann: ⚪️⚪️⚪️ | Gibt keine sehenswerten Szenen mehr preis, man darf den Saal also zum Putzen freigeben.

Kinostart: 27. Februar 2020

Original Title: The Invisible Man
Length: 125 Min.
Rated: FSK 16