Februar 3, 2023

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Ein Triumph

Ein Triumph - Filmplakat
© 2022 Filmwelt

Heute kamen die ersten Erfolgsmeldungen rein: Allein in Deutschland 1.332 Mio. Zuschauer – bester Start des Jahres, bester Start in der Karriere von James Cameron, 134 Mio. Dollar Einspielergebnis in den USA und 434 Mio. Dollar weltweit – und Weihnachten hat noch nicht mal angefangen.

DANKE EUCH 😀 Das zeigt, das ihr alle Kino wirklich wollt!

Ein wahrlicher Triumph! 😀

Weniger triumphal ist der Film, um den es in der heutigen Kritik geht: Ein Triumph.

Der Trailer verführt ins französische Cinema und biedert sich als klassische Feel-Good-Komödie mit sozialem Aspekt an, genau auf die Fährte lockt einen auch der Plot, der sich dann auch ganz klassisch und für Vielseher vorhersehbar durchzieht.

Das Traurige dabei ist, dass sich am Ende rausstellt, dass das alles eigentlich auch total überflüssig war und es um etwas völlig anderes geht – und dem widmet man dann am Schluss ganze 10 Minuten und das wars.

Wow – da hätte ich den Film komplett anders aufgezogen. Hätte mit einem anderen Einstieg begonnen, hätte viel mehr Spannung in die Sache gebracht, vielleicht so ne Art „Einführung – Rückschau“-Film gemacht und am Ende wieder auf den Anfang gesprungen oder so ähnlich, aber diese Methode hier wirkt irgendwie überhaupt nicht. Man zieht einen so lange durch so eine unglaublich „langweilige“ Story, um dann am Ende nicht mal den großen Paukenschlag erklingen zu lassen, sondern eher nur ein kleines Glöckchen, das man dann aber auch gleich wieder mit der Hand berührt, damit es ja nicht zu lange ertönt.

Genau so fühlt sich die „Offenbarung“ an, die der Film bereit hält – und das ist so unglaublich schnell vorbei, quasi schon bevor man checkt, dass das der eigentliche Inhalt des Films sein soll.

Das andere? Hat’s schon tausende Male gegeben und ist irgendwie auch immer wieder das gleiche, nur diesmal eben mit nem völlig anderen Ende, das die Sache als Solches noch viel belangloser macht.

Der Plot hat so großes Potenzial (das übrigens auf der Bühne auch ausgeschöpft wurde) – und der Film ist quasi noch blasser, als She Said bei seinem Thema.

.kinoticket-Empfehlung: Enttäuschend, da den ganzen Film über auf die falschen Dinge Augenmerk gelegt wurde und man am Schluss viel zu wenig Zeit und Aufmerksamkeit auf das lenkt, worum es eigentlich gehen sollte – das lässt die Wirkung vollkommen verpuffen und ist für Vielseher noch enttäuschender als für den Rest. Verschenktes Potenzial!

Nachspann: 🔘⚪️⚪️ | Nach den Texttafeln kann man wieder verschwinden, hier folgt dann nichts weiter.

Kinostart: 15. Dezember 2022

Original Title: Un Triomphe
Length: 107 Min.
Rated: FSK 12

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