Corona füllt Lücken… und holt dafür immer neue Schätze aus alten Truhen hervor, um die Zuschauer zurück ins Kino zu bringen. Einer davon: Dieser Film, der einmal überraschend anders das weltbekannte Musik-Phänomen Elvis zeigt: Und zwar nicht als Dokumentation á la „Wir kannten ihn und standen hier am Balkon und haben ihm zugewunken, hach, was waren‘s für geile Zeiten“, sondern ganz unspektakulär, authentisch und hautnah ohne den üblichen Klatsch-Charakter.

Zu Beginn beschäftigt man sich mit der Person selbst, indem der Zuschauer ihn bei seinen Proben erleben und sich so selbst ein Charakterbild erstellen kann ohne dabei vom Autor geführt zu werden. Anschließend wandelt sich der Film quasi in einen Konzertmitschnitt um, bei dem altes Original-Material digital remastered auf die Leinwand kam … und zwar bereits im Jahr 2001.

Anlässlich seines 50. Jubiläums wurde der Streifen nun erneut zurück ins Kino geholt und begeistert einmal mehr neue Generationen von diesem Phänomen und macht es auch für heutige Zeiten greifbar.

Das Interessante dabei ist, dass aus einem einfachen „Musikvideo“ nun auf einmal ein zeitgeschichtliches Dokument wird, das eben nicht nur das musikalische Erbe weiterträgt, sondern ebenfalls aufzeigt, wie die Welt in Teilen damals funktionierte. Angefangen mit Bekleidung über Saaldekoration oder einfach nur die Art und Weise, welche Bedeutung Sänger damals auf der Bühne hatten … man spürt den Geist der 70er und erlebt, in welch kurzer Zeit (was sind schon 50 Jahre) sich die Welt kolossal gewandelt hat.

Definitiv einen Einblick wert, der nicht nur grandiose Musik offenbart, sondern ein wunderbar unaufgeregtes Portrait eines der größten musikalischen Legenden erstellt, die es je gegeben hat.

Nachspann: 🔘🔘🔘 | Bei so etwas bleibt man immer sitzen. Das habt ihr doch jetzt schon gelernt, oder? 😉

Kinostart: 2. August 2001

Original Title: Elvis: That‘s the Way it is
Length: 92 Min.
Rated: FSK 0