Guns Akimbo - Filmplakat
© 2020 Leonine

The fuckin‘ games have started … Guns Akimbo katapultiert sich selbst aus den Festivals, weil der Kinostart nicht verschoben wurde und deshalb die Bedingungen nicht mehr erfüllt werden – umso besser: Das Publikum wird den Streifen lieben und hat somit nun genügend Zeit, um ihn frenetisch abzufeiern und die Wochen bis dahin zu überstehen!

Kinder, Guns Akimbo ist genau (!!!) das, was ich eigentlich von Birds of Prey erwartet hätte: Abgefuckte Action, absolut durchgeknallte Suicide Squad-Charaktere, viel Blut, harter Humor und unfassbar geiler Soundtrack. Dazu Style, dass sich die Balken biegen und Hommages, wohin das Auge blickt.

Wenn ihr plant, euch wieder aus euren Häusern zu bewegen und den Kinos wieder einen Besuch abstatten wollt, lasset die Spiele hiermit beginnen: Nach geschlagenen dutzend Sekunden seid ihr sowas von im Beat, der sich den ganzen Film über durch eure Venen zieht und eure Füße nicht mehr stillhalten lässt.

Ernsthaft? DC, kuckt euch endlich davon ab, was immer ihr könnt! Genau DAS wollen wir sehen!

Der Einstieg ist großartig, die Musik rammt den ganzen Film über den Schädel zurück in die 90er (da, wo alles noch geil war :D), der jumpy Erzählstyle trifft voll den Geschmack der heutigen Jugend und die Gruppe „Actionkinder“ wird hier aufs härteste bedient. Entertainment at it‘s best!

Dazu kommt ein unfassbar geiler Harry Potter, der nichts mehr von seiner kindlichen Unschuld vorzuweisen hat, sondern seinen deftigen Schnitt in punkto Schauspielkunst knallhart weiter verfolgt: Daniel Radcliffe ist auf der Leinwand mittlerweile so eine geile Sau, dass man auch als Erwachsener ungeniert Fan sein darf, ohne dass andere einen dafür auslachen könnten.

Auch die Ideen (hier erinnere ich mich sofort wieder ans Fantasy Filmfest und bedauere, dass der Film es nicht dorthin schaffen wird um seine Lorbeeren abzuholen) passen voll ins Metier und man unkt, blödelt, unterhält und bietet dem Kinozuschauer viel zu viel für sein Geld.

Dass der Film gegen Ende ein wenig anfängt zu schlingern, dass man irgendwann alles auserzählen muss, um zu einem Ende zu finden, dass das hohe Tempo nicht bis ganz zum Schluss kontinuierlich durchgehalten wird, sondern es – ganz kurz – mal ein wenig Verschnaufpause gibt: Geschenkt. Gegen Ende zieht man nämlich wieder an und geht mit dem erhaben-glücklichen Gefühl nach draußen und wünscht sich, DC würde endlich kapieren, dass so etwas tatsächlich klappt.

Zeigt‘s denen – und rennt in die Säle, um Guns Akimbo zu dem Kinoerfolg zu machen, den er verdient – und keine Angst: Die Betreiber jedweder Kinos sind dermaßen vorsichtig und umsorgt um eure Gesundheit, dass euch in Punkto Corona schon fast gar nichts mehr passieren kann, sofern ihr deren Anweisungen folgt.

Los geht‘s – hier ballert Wahrheit, Komik, Geilheit, Spaß und beste Unterhaltung von der Leinwand, die man sich unter keinen Umständen entgehen lassen darf!

KINO! SOFORT! 😀

BAM! So hätten die Wunderkinder die Suicide Squad-Story verbasteln müssen, dann wär‘s ein Riesenerfolg geworden. Den streicht nun Guns Akimbo ein – und das völlig zu Recht! Wenn ihr mit Kino loslegt, dann startet mit diesem Einstandsfeuer – und genießt die fuckin‘ Show! WOW!

Nachspann: ⚪️⚪️⚪️ | Slowly, man braucht nicht gleich raus rennen (geht eh schwer), es folgen aber auch keine weiteren Szenen.

Kinostart: 25. Juni 2020

Original Title: Guns Akimbo
Length: 97 Min.
Rated: FSK 16