I Am Mother - Filmplakat
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I Am Mother ist für mich wieder mal einer der Filme, die alles verkackt haben, was nur irgend möglich ist. Ganz ehrlich? Es regt mich auf! Und zwar tierisch!

Wie oft hab ich schon den Satz runtergebügelt, dass ich Science Fiction liebe und man mich mit Weltall und Zukunftsdystopie immer dran kriegt. Dreimal dürft ihr raten, was euch in dieser Roboter-SciFi-Welt erwartet … Bingo! Ich also, als kleiner Depp völlig unwissend im Kino, freue mich auf einen galanten Film mit neuen technischen Mitteln und dem aktuellen Geist der Zeit und finde? Langeweile.

Yo, SciFi ist das Genre, in dem man sich aus den Spuren der Vergangenheit erheben und den Menschen in absurde Züge entführen und sie vor völlig andere, neue Regeln schmeißen kann, mit denen sie sich dann auseinandersetzen müssen. Die Frage nach dem Warum stellen. Die Dinge analysieren. Mit ihnen völlig unbekannten Tatsachen klar kommen und sich so aus dem schleimigen Trott der Menschheit und ihrer eingefahrenen Regeln erheben müssen.

Da gibt es dann so viele, herzlich geile Möglichkeiten, wie man als Regisseur dieser Dinge frönen kann, um diese geistige Anforderung möglichst exzellent auszuleben und den Zuschauer nicht durch stupides Weltraumgeballer niederzuknüppeln, sondern eben ein gutes Genre gedeihen zu lassen, was sich immer wieder den Herausforderungen stellt und sie neu auf die Waage bringt.

Und I am Mother? Hat an all dem einfach mal überhaupt kein Interesse.

Und dabei geht es hauptsächlich um die grundlegende Arbeit, die am Anfang einer Story steht: Das Heraufbeschwören von Figuren, Menschen, Lebewesen und einer Welt, in der sich all das dann abspielen soll.

Ja, dieser Titel trägt bereits das “Mother” im Namen und lässt somit anklingen, dass es sich hierbei um familiäre Komplexe handelt, die es auszutüfteln gibt. Aber so?

Der ganze Film strotzt nur so vor Weiblichkeit, dass einem schlecht wird. Und ich meine jetzt nicht das “Ich hasse Frauen”-schlecht, sondern vielmehr stelle ich die Frage: Was hat dieser Schwachsinn bitteschön im Weltall verloren? Warum muss man dafür auf “andere Planeten”?

Hätte man daraus einen Genderwahnsinnswirwolleneuchalleaufweckenmissionsfilm gemacht, wäre ich voll bei euch. Aber das?

Ihr spuckt auf ein Genre. Im ganzen Movie ist nicht ein einziger Mann oder männliche Person zu sehen, sondern alles – wirklich alles – ist derart extrem verweiblicht, dass es fern jeder Realität ist.

Nicht nur die Figuren sind, bewusst, weiblich angelegt, sondern auch die Bewegungen, das Schreien, die “Sorgen” etc. – hier geht’s niemals um Dinge, die eigentlich logisch wären (z.B. in einer Notsituation erstmal zu überleben), sondern klischeerührend “Oh mein Gott – das Kind!”.

Auch diese dämlich-verallgemeinernde Bezeichnung von allem … Ein paar “Namen” hätten dem Plot gut getan und trotzdem erkennen lassen, dass es sich hier um “weibliche Protagonistinnen” handelt.

Wäre von “Anna” die Rede, würde ich auch nicht per se vermuten, dass das jetzt zwingend männliche Eigenschaften aufweisen muss. Aber dieses ständige “Tochter!” und “Mutter”-Gelaber lässt viel mehr auf einen unfassbar unkritischen und eingeschnappt-langatmigen Feministinnen-Schwachsinn hindeuten getreu dem Motto: “Wir brauchen mal etwas, wo wir allen beweisen, dass es eben auch ohne euch weiße alte Männerpisser geht” – und damit raubt man sich selbst die Ehre und entzieht sich allen Boden unter den Füßen.

Der Film hat nämlich auch gutes: Das Set. Gleich zu Einführung das rührselige Gefühl von “Yeah – Raumschiff” – was in meinen Augen ziemlich gut designt ist und immer wieder für optische Augenweiden sorgt – allerdings hat man vergessen, eine Geschichte in dieses geile Set hineinzuschreiben.

Oder der Twist (keine Angst, Blog ist und bleibt spoilerfrei) liefert auch ein Bombardement an Geilheit ab – was das Set angeht.

Meine Reaktion?

.kinoticket-Empfehlung: Fuck – gebt mir das Set und ein paar Kameras und ich dreh endlich den Film, der dieser brachialen Welt würdig ist. Die hier habens vollständig verkackt. Sorry.

Nachspann: Braucht man nicht abwarten, hier folgt nichts weiter.

Kinostart: 22. August 2019

Original Title: I Am Mother
Length: 115 Min.
Rated: FSK 12