Februar 3, 2023

.kinoticket-blog.de

| highest standard in cinema addiction |

Oskars Kleid (inkl. Verlosung)

Oskars Kleid - Filmplakat
© 2022 Warner Bros. Ent.

Ihr vergesst jetzt mal alles, was euch im Kopf rum schwirrt, nachdem ihr den Titel und das Plakat gesehen habt – und wir fangen einfach ganz vorne an, okay?

Meine Güte, plagten mich nämlich auch die Vorurteile, als ich das Thema erstmalig in Form von „Trailer 1“ in der Sneak Preview vor den Latz geknallt gekriegt habe und mir dachte: „OH MY GODNESS naaaaahaaaaaiiinnnnnn nicht doch … Nicht Deutschland, nicht dieses Thema, nicht schon wieder so ne brühwarme Sat.1-Scheiße bei so einem Thema … Und dazu noch Florian David Fitz … ja, der Junge hat hier und da wirklich geiles Zeug gemacht, aber eben auch irgendwie so eine Til Schweiger-Affinität: Es brennt irgendwie immer, denn man weiß nie, worauf das hinausläuft. Die Gefahr, dass der deutsche „Kann-Kein-Kino“-Effekt zuschlägt und man dann ganz schnell in einem Film hockt, bei dem man permanent kotzen möchte.“

Yoah.

Das hier ist mit Gewinnspiel. Es gibt nämlich unter dem Beitrag 3×2 Freikarten für den Film zu gewinnen – und es braucht aktuell sooooo viel, damit ich mich auf irgendwas derart Arbeitslastiges wie ein Gewinnspiel einlasse.

Fakt: Ich habe die Karten vom Verleih bereits bei mir, die im Anschluss auf 3 glückliche Gewinner von euch warten und euch sowie einer Begleitung den Gang ins Kino finanziell „nullen“: Die Eintrittskosten übernimmt Warner Bros. dann für euch.

Ich würde das nicht tun, wenn ich von dem Film nicht absolut überzeugt wäre. Was hat mich nun bewogen, nach so derart miesen Eingangsbedingungen hier am Ende wirklich so viel reinzustecken und „Nacharbeit“ leisten zu wollen?

Ihr kennt mich schon seit Jahren als jemand, der ehrlich vorgibt, was Phase ist und nicht um den heißen Brei drum rum redet: Ich wollte meinen Pressekontakt gerne mal wieder sehen. Das war der Grund, warum ich mich überhaupt für den Film angemeldet habe. „Vielleicht kann man sich am Schluss um ein Statement rumwinden, indem man einfach bisschen persönlich plaudert und ein paar alte Geschichten wieder aufwärmt … dann hat man ein paar tolle Minuten auf dem Hof vorm Kino und der Film gerät in Vergessenheit.“

GOTT SEI DANK! Sonst hätte ich diese Perle verpasst, die sich dieses durchaus schwierigen Themas annimmt und es … M E I S T E R T!

WAHNSINN! Es ist unglaublich, wie GELUNGEN dieses Werk ist und gerade bei diesem emotional aufreibenden Thema wirklich direkt und permanent ins Schwarze trifft.

Florian David Fitz? So ernst und ehrlich, emotional angreifbar und authentisch, wie ich ihn noch nie erlebt habe.

Laurì? Sagt euch nichts (mir auch nicht) – top besetzt. Die Fragen, die ihre Figur aufwirft, treffen den Kern des Films und sie geht super lässig damit um und sieht sich als Mädchen (um das mal vorweg zu beantworten).

Das Drehbuch? Kinder: Wir haben hier deutsches Kino und das Drehbuch ist allererste Sahne! Warum?

Ich habe wirklich nach Gründen gesucht und selten ein Presseheft mit Vorabinformationen gründlicher gelesen… und sie nicht wirklich gefunden. Vielleicht liegt es daran, dass die gesamte Crew die grundlegende Einstellung hatte, die Welt nicht verändern zu wollen, sich jeder darüber im Klaren war, dass sie nicht den großen Impact auslösen werden und daher auch gar nicht erst versuchen. Damit fällt dieser ganze woke Bullshit schon mal in Bröseln auf den Boden und verstaubt und ist weg.

Zitat von Burghart Klaußner: „Daher sehe ich unseren Film als einen unterhaltsamen, entspannten und unverkrampften Impuls, der zum Nachdenken über den Stand der Debatte anregen kann.“

Merkt ihr, wie gelöst und locker das ist? Kein Zwang, kein Muss, kein „Oh mein Gott, wir müssen die ganzen linken/rechten/homophoben/blabla/nongendernden/usw. Idioten endlich bekehren, damit sie Buße tun und in Zukunft immer Gendersternchen verwenden“….?

Leute, wie hauchsensibel JEDER – einfach JEDER hier mit dem Thema umgeht, ist großartig. Es ist so viel Feingefühl, so viel emotionale Zärtlichkeit und Achtsamkeit, man möchte fast schon meinen ‚die pure Menschlichkeit‘ in allem zu finden.

Man spricht die Dinge an. Man ist ehrlich. Man darf strugglen. Man darf failen. Man darf mit verschiedenen Dingen nicht zurecht kommen. Man bindet sie alle ein – jeder aus seiner Warte heraus. Jeder mit seiner ganz persönlichen Lebensgeschichte dahinter. Ich habe selten so ein offenes und ehrliches Abbild von vielen verschiedenen Positionen in einem Film mit einer derartigen Brisanz so harmonisch beieinander gesehen, ohne dabei das Gefühl zu haben, hier durch irgend eine woke öffentlich-rechtliche Scheiße erzogen zu werden.

Es ist rührend, ohne dabei kitschig zu sein. Es ist ernst, ohne ins Drama abzurutschen und Depressionen auszulösen. Es ist lustig, ohne es zu veralbern. Es ist leicht durch den befreienden Charakter, den die Inhalte liefern. Es ist weltoffen, ohne extrem zu sein. Und es zeigt, wo die Probleme begraben liegen und kann eine Stütze dabei sein, wie man damit umgehen kann. Es ist nicht verpflichtend, aber dafür umso offenbarender.

Und damit ist es non-offensives Kino, das eines der wichtigsten Themen zur freien Entfaltung der Menschheit anspricht, ohne dabei irgendjemanden zu verletzen. Und das – liebe Leute – ist ganz großes Kino … made in Germany. Ich staune über mich selbst – und finde, das hat eine Verlosung super redlich verdient!

Freikarten-Verlosung

Warner Bros. Ent. hat mir 3×2 Freikarten für Oskars Kleid zur Verfügung gestellt, die ihr in vielen verschiedenen Kinos einlösen könnt.

Mit dabei sind u.a. Cineplex, CinemaxX, Kinopolis, CineStar, UCI, CineCitta, Cinedom, Traumpalast, UFA-Palast, mathäser., Yorck Kinogruppe, Kino Kinobetriebe Muckli, Dersa Kino, Zoo Palast, Astor Filmtheater, filmpalast – dort könnt ihr das PDF, dass ich euch im Gewinnfall an eure E-Mail Adresse zuschicke, einfach vorlegen und gegen ein Freiticket an der Kinokasse eintauschen.

Voraussetzung ist natürlich, dass der Film im besagten Kino auch gespielt wird und für die von euch gewünschte Vorstellung noch freie Sitzplätze enthält. (Logisch, muss man ja aber heutzutage immer mit dazu schreiben ;))

Wenn euer Kino nicht dabei ist könnt ihr die Freikarten dennoch einlösen. Dann kauft ihr einfach ganz regulär ein Ticket für das Kino eurer Wahl, geht nach der Vorstellung auf www.filmgutscheine.de und ladet dort ein Bild der Kinotickets + des Gutscheincodes von mir hoch, gebt eure Bankdaten ein und kriegt den Betrag wieder zurück überwiesen.

Welche Kinos an der Aktion beteiligt sind, könnt ihr unter www.filmgutscheine.de/kinostandorte einsehen.

Wenn du also Interesse daran hast, den Film gerne zu sehen, dann kommentier doch einfach bis einschließlich Samstag, den 24.12.2022 um 12:00 Uhr Mittags unter diesem Beitrag, dann könnt ihr die PDFs noch rechtzeitig ausdrucken und mit unter den Weihnachtsbaum legen. Vergesst dabei nicht, eine gültige E-Mail Adresse anzugeben, damit ich sie euch auch zügig zuschicken kann.

Bei mehr als drei Kommentaren entscheidet das Los.

So, viel Glück – und natürlich bin ich gespannt, wie ihr den Film fandet.

.kinoticket-Empfehlung: DIE Überraschung des Jahrtausends – ich hätte niemals gedacht, dass der Film wirklich sooooo gut ist: Unglaublich, mit welchem Feingefühl man dieses brisante Thema anpackt und so unglaublich perfekt meistert – Hammer! Das hätte ich dem deutschen Kino in 1 Mio. Jahren niemals zugetraut!

Nachspann: ⚪️⚪️⚪️ | Braucht man nicht abzuwarten, hier folgt nichts weiter.

Kinostart: 22. Dezember 2022

Original Title: Oskars Kleid
Length: 102 Min.
Rated: FSK 6

Das solltest du nicht verpassen

Bulldog - Filmplakat
5 min read
Close - Filmplakat
3 min read
Caveman - Filmplakat
5 min read