| wenn aus filmen leidenschaft wird

Zwischen den Zeilen (inkl. Gewinnspiel)

Zwischen den Zeilen - Filmplakat
© 2019 Alamodefilm

Hinweis: Unter dem Beitrag findet ihr ein Gewinnspiel, bei dem 2×2 Freikarten für den Film verlost werden.

Um Zwischen den Zeilen wirklich verstehen zu können, sollte man ihn am besten gleich zwei Mal anschauen. Das Thema ist äußerst brisant und eine viel diskutierte Frage, zu der dieses Meisterwerk an Sprach- und Literaturkunst gleich mehrfache Antworten gibt, die sich dabei an keiner der vorherigen Fallen aufhalten, sondern gezielt und unumwunden allen bekannten Hindernissen ausweichen und somit erfrischend anders sind, als man es bisher so kennt.

Hier geht es um Tradition. Und Erneuerung. Moderne. Und Klassik. Um die “Alten” und das “Neue”. Und dabei wurde wirklich nichts ausgelassen, was der heutige Bürger sein Alltägliches nennt. Der Umfang ist wahrlich so reichhaltig, dass ich behaupten möchte, jede*r meiner Leser*innen wird sich hier irgendwo wiederfinden.

Und genau das tat mir ungemein gut: Eine geschundene Persönlichkeit, wenns um traditionelle Werte geht und man vehement moderne Technik ausgrenzen möchte – gleichermaßen jemand, der lieber zu Zeitung und Papier greift und den Digitalismus sich selbst überlässt. Zumindest zeitweise.

All die angesprochenen Problematiken hab ich persönlich bereits hinter mir und nächteweise darüber gegrübelt, wie ich nun meine ganz persönliche Zukunft diesbezüglich gestaltet sehen möchte.

Was Zwischen den Zeilen in meinen Augen auszeichnet, ist, dass der Film erstmal sich selbst absolut entspricht und extrem viel Material “zwischen den Zeilen” liefert, sowohl was die Story und den Plot als auch die Entwicklung der Charaktere in der Geschichte angeht, als auch, was gewisse Grundsatzfragen bezüglich Literatur und Wort betrifft.

Genau da empfand ich die zweite Vorstellung als extrem hilfreich, weil man die Story diesmal dann “ausblenden” konnte, um sich wirklich auf die Fakten zu konzentrieren, mit denen in diesem Streifen wahrlich nicht gegeizt wird: Die Konversationen prasseln in einer derart schnellen und gehaltvollen Intensität auf einen herunter, dass man sich wirklich konzentrieren sollte, wenn man den Saal betritt, und Zwischen den Zeilen definitiv nicht als gemütliches Beiwerk zum Abend betrachten.

Was mich ebenso begeistert hat, ist die wunderbar blumige Vielfalt an vertretenen Meinungen, die immer wieder herrschaftlich ausgebreitet und dem Zuschauer damit als offene Diskussionswiese mitgegeben werden: Man hat zu keinem Zeitpunkt das Gefühl gehabt, dass die Macher es allen Recht machen wollten, sondern findet sich vielmehr in einer aktiven, von Diversität geprägten und verbalkonzentrierten Unterredung, in der solche Probleme angesprochen und mit starken Argumenten pro und contra vertreten werden.

Worauf ich Bock hätte: Diskussionsrunden nach diesem Film. Doch dafür müsst ihr ihn erstmal gesehen haben – und das geht am besten mit dem

Gewinnspiel

Zwischen den Zeilen - Freikarten
© Layout & Gestaltung der Freikarten by Alamodefilm

Alamodefilm hat für meine Leser*innen ein ganz besonderes Angebot: Mir wurden 2×2 Freitickets für den Film überlassen, die ich hiermit an euch weiter verlosen darf.

Diese können von dem/der Gewinner*in bis einschließlich 7. Juli 2019 in allen einsetzenden Kinos – ausgenommen der CineStar-Gruppe sowie Einzelhäuser – eingesetzt werden.

Was ihr dafür tun müsst?

Kommentiert bis einschließlich Montag, 10. Juni 2019 unter diesem Beitrag, ob ihr gerne lest und welches bisher euer liebstes Buch war.

Vergesst dabei nicht, eine gültige E-Mail-Adresse anzugeben, unter der ich euch erreichen kann, um eure Adressdaten abzufragen, damit ich euch die Karten im Gewinnfall auch zuschicken kann.

Diese Daten werden selbstverständlich nur zum Versand verwendet und anschließend wieder gelöscht.

Weiterhin gelten die üblichen, vernunftbasierten Gewinnspiel-Bedingungen: Keine Barauszahlung, keine Doppeleinträge und ähnliches sowie kein Anrecht auf den Gewinn. Der oder die Gewinner*in wird von mir persönlich nach randomisiertem Zufallsverfahren ausgelost und anschließend via E-Mail benachrichtigt.

Nun drücke ich euch die Daumen, wünsche viel Glück und: Watch your inbox 😉

.kinoticket-Empfehlung: Unglaublich gehaltvolles, inhaltsreiches und wortgewandtes Duell verschiedenster Positionen in einer durchtriebenen Geschichte, die ihren Höhepunkt in häufig auftretenden Konversationen findet, die volle Aufmerksamkeit erfordern und den suchenden Geist immens erfreuen.

Nachspann: Fängt bebildert an, braucht aber nicht abgewartet zu werden, nach der Schwarzblende kommen keine weiteren grafischen oder verbalen Impressionen.

Kinostart: 6. Juni 2019

Original Title: Doubles Vies
Length: 107 Min.
Rated: FSK 6


Roads

Roads - Filmplakat
© 2019 StudioCanal

Roadmovies befriedigen eine ganz spezielle Truppe von Zuschauern und lösen gleichermaßen beim Diskutieren oft starke Kontroversen aus: Viele Menschen können sich einfach nicht vorstellen, unterwegs zu sein. Und das, obwohl es fast schon ein Klischee ist, nach der Ausbildung / Schule erstmal ein paar Jährchen auf Reisen zu gehen und die Welt zu entdecken.

Als BahnCard 100-Besitzer gehört Reisen zu meinem Alltag und ich glaube, ich würde verrecken, wenn mir eines Tages mal die Möglichkeit genommen werden sollte, ständig woanders zu sein, ständig neue Dinge zu sehen, neue Menschen zu treffen und die Vielfalt dieses Planeten auf meine eigene Weise erkunden zu können. Diese Freiheit ist mit nichts zu ersetzen – und auch mit nichts zu bezahlen. Genau das bedeutet “Leben” für mich – bzw. der Tod, wenn man es eines Tages mal nicht mehr können sollte.

Und genau da hoffe ich dann, dass möglichst viele Filme dieser Art existieren, die man sich auch als Rentner nach Hause (wo ist das?) liefern lassen kann, um wenigstens noch in der Seligkeit solcher Roadtrips zu schwelgen und das Gefühl im Kopf zu intensivieren, doch unterwegs zu sein.

Macke? – Yes. Und zwar nicht nur fürs Reisen, sondern auch für Fionn Whitehead.

Fionn Whitehead
Fionn Whitehead auf der Deutschlandpremiere von Roads im Kino International in Berlin

Dieser Kerl hat mich bei bislang allen Movies dermaßen durch seine Ausstrahlung und bloße Existenz überzeugt. Absolut sympathische Persönlichkeit, der in Roads zusätzlich noch ein überaus charmanter Charakter als Rolle angeheftet wurde, dass das Ding quasi schon ohne irgendwas sonst zu einem Erfolg führen muss.

Doch auch hier haben sich die Macher genügend einfallen lassen, um dem Ganzen etwas mehr Tiefe zu verleihen und eben nicht nur ein weiteres Movie der Art zu sein, das universitär über Lebensphilosophien sinniert und dabei dem Zuschauer das Gefühl gibt, ungebildet zu sein.

Und da fängt die oft in solchen Streifen keine Rolle spielende Story an, Wertigkeit aufzubauen, von Belang zu sein und Momente zu erzeugen, die nicht nur der Unterhaltung dienen, sondern tiefgreifende Gefühle, Fragen und eigene Kontroversen aufrufen, mit denen man sich dann befassen kann.

Und das in einer absolut angenehmen, ruhigen und fast schon “auf Wohlwollen gefilterten” Bildsprache, die ich jede Minute genossen habe.

Abschließend noch ein paar Eindrücke vom Roten Teppich am Kino International in Berlin bei der Deutschlandpremiere von Roads.

.kinoticket-Empfehlung: Bewegend, charmant, sympathisch und mit viel Charisma und Geist: Eine Geschichte, die noch einige Zeit nachhallt und definitiv zu den besseren ihres Genres gehört.

Nachspann: Szenen, Bilder oder weitere Elemente fehlen: Man darf den Saal also gern verlassen.

Kinostart: 30. Mai 2019

Original Title: Roads
Length: 99 Min.
Rated: FSK 6


MA

MA - Filmplakat
© 2019 Universal Pictures International

Nun gibt’s wahrscheinlich von allen Arthouse-Freunden aufs Maul bei mir: “Wie kannst du nur so einen Film … in so eine Kategorie …”

Ja – Schande auf mein Haupt – ich sollte noch eine zusätzliche Kategorie einführen: Trash-Movies. Und da wäre der dann definitiv richtig. Nun wisst ihr, wieso ich mich bisher so um die Genre-Kategorisierung gedrückt habe: Man kann’s nur falsch machen.

Mein Anspruch: Wenig. Und überschaubar. Und weil’s kein Blockbuster ist (werden wird?), landet der eben hier. Nischenprodukt allererster Güte, der eine ganz bestimmte Klientel befriedigen möchte: Blumhouse-Zuschauer.

Ja, ich habe zu gegebener Zeit schon die Presse beschwichtigt mit den Worten: “… und Octavia Spencer“. Immerhin kann diese Frau Kino. Und dürfte es kaum nötig haben, in irgendwelche billigen Movie-Absteigen einzuchecken, um ihr Konterfei dort zum Verscherbeln freizugeben.

Sie ziert aber das Titelplakat … und nimmt eine gewaltige Rolle in diesem Film ein, der – überraschenderweise – erstmal sehr lange Zeit im düstren lässt, was hier überhaupt gespielt wird.

Wer es also bis dato geschafft hat, den Trailer zu umschiffen, erlebt hier eine erstmalige Sensation: Blumhouse verrät nicht innerhalb der ersten drei Minuten, wie der Film enden wird.

Und damit hatte man mich am Spieltisch und ich hab mich voller Vergnügen auf das Spektakel eingelassen und meine archivierten Zornestöne gegen dieses “Hasslabel” ein bisschen weiter gen Schredder wandern lassen.

Und tatsächlich überzeugt MA auf überraschende Art und Weise in vielerlei Hinsicht. Wo sich andere jetzt an Octavia Spencer und einer immensen Hollywoodgröße aufhängen, der man alle positiven Attribute im Kampf um Gleichberechtigung zuschreiben kann, möchte ich den restlichen Cast noch dazu addieren: Mir hat die Auswahl der Schauspieler*innen nämlich über alle Maßen gut gefallen. Das typische “Klischee”-Zusammenwürfeln ist zwar gewissermaßen dennoch vorhanden, fällt hier aber weniger auf, da die Darsteller*innen nahezu perfekt zu ihren Rollen passen und diese dann auch überzeugend rüberbringen.

All dies natürlich unter Beachtung des Niveaus, das vom Plot und der Rahmenhandlung natürlich gravierende Einschränkungen erlebt. Doch innerhalb dieser “Schlachtplatten-Wiese” fungieren allesamt hervorragend und genau so, wie man sich das in einem Film wie diesem wünscht.

Dazu kommt: Spannung.

Ja, das Gegenteil dessen, was man aus Erzeugnissen dieser Filmschmiede sonst so kennt – zumindest, wenn man ein Vielschauer ist wie ich. Kaum löst sich ein Bestandteil der Hauptpersönlichkeit auf, gewinnt der Film neue Stränge und erzeugt somit neue Fragen, neue Motive, neue Optionen und bastelt somit nicht mehr im Hintergrund mit den Bauklötzchen während das Drehbuch niedergeschrieben wird, sondern fummelt quasi “live” damit rum und lässt dem Zuschauer die Illusion, gedanklich an der Story mitwirken zu dürfen, während man sich im Suff der umgebenden Belanglosigkeiten ertränkt.

Und auch das kenne ich von Blumhouse so sonst nicht.

Man könnte also meinen, die Jungs (und Mädels) haben langsam begriffen, dass es doch noch andere Türchen in ihrer Festung gibt, die zu betreten man viel zu lange abgewartet hat und die man jetzt endlich zu ergründen beginnt.

.kinoticket-Empfehlung: Das gewünschte Ziel der Filmkonstruktion ist noch lange nicht erreicht, aber die Richtung und Tendenz stimmt definitiv: Blumhouse setzt Premierenmomente und fährt mit neuen Optionen auf, die Spannung erzeugen und das nervige Vorher-alles-schon-Verraten auf der Leinwand endlich einstellen.

Nachspann: Nachsitzen lohnt sich nicht: Alles wurde erzählt, es folgt nichts weiter.

Kinostart: 30. Mai 2019

Original Title: MA
Length: 100 Min.
Rated: FSK 16


Godzilla II: King of the Monsters

Godzilla 2: King of the Monsters Filmplakat
© 2019 Warner Bros. Entertainment Inc.

Spätestens jetzt habt ihr einen Grund, eure Reise zum Dolby Cinema™ anzutreten, denn: Wenn es einen Film gibt, den man in diesem Kino gesehen haben sollte, dann den.

Wer sich die Mühe macht und mal in einschlägigen Film-Datenbanken nach Godzilla sucht, wird feststellen, dass die Welt förmlich überschwemmt von Angeboten dieser Art ist: Hunderte Movies, Serien, Universen aus Japan, die einen Klassiker von Moviemonster erschaffen haben, der es hierzulande scheinbar nie zu solch bühnenreifer Allgegenwärtigkeit geschafft hat, wie dort.

Genau das wird Godzilla II: King of the Monsters jetzt wohl ändern.

Wenn Amerika etwas kann, dann das: Groß, größer, noch größer, Actionschlachten, viel Gebrüll und wenig Inhalt, dafür aber auf die Fresse, dass alles um einen herum zittert und man förmlich in tosendem Gewüte untergeht.

Eine brachiale Schlacht der Superlative, die vor CGI nur so strotzt und genau das par excellence liefert – in einer nie da gewesenen Überwältigung.

Dolby Vision™

Godzilla II: King of the Monsters ist von natura schon so aufgebaut, dass nicht mit präziser Schärfe und Knalligkeit, sondern eher mit Staub, Wirbeln, Ungenauigkeit und einer gewissen Computerspiele-Vehemenz gearbeitet wird, die die Tierchen eben nicht in jahrelange Rechen-Exzesse schicken, sondern sich nicht allzu sehr mit grafischen Details aufhalten, immerhin ist am Ende sowieso alles im Arsch.

Das heißt jetzt nicht, dass hier mit Minecraft-ähnlichen Blöckchen-Miesepeter-Grafiken gearbeitet wurde, sondern einfach nur, dass es etwas neblig, regnerisch und generell “dusty” in der Atmosphäre ist und man sich somit nicht all zu sehr auf oberkantige Linien konzentrieren musste, wie es z.B. bei Transformers oft der Fall war.

Und das heißt ebenfalls nicht, dass an irgendeiner Stelle die brachiale Gewalt in irgendeiner Form weniger beeindruckend wäre.

Und das Schwarz sieht im Dolby Cinema™ immer noch besser aus, als in anderen Kinos.

Der Grund, dieses Kino zu wählen liegt jedoch wieder einmal bei…

Dolby Atmos™

Yes. Hier – wird – gebrüllt! Und zwar wie!

Wer sich die Blöße geben möchte, sollte auf YouTube alles zusammensuchen, was er an originalem Trailermaterial auftreiben kann, seine Familie und Nachbarn an irgendeinen entfernten See schicken und dann die Boxen aufdrehen, dass sich schmutzige Scheiben und Fensterbretter von selbst putzen: Die PR-Arbeit für diesen Film ist obererste Sahne und sowas von mächtig geil, dass allein das schon reichen würde, damit einem im Kino einer abgeht.

Und der Höhepunkt ist dann, wenn man im Dolby Cinema™ hockt und wirklich alles um einen herum anfängt, zu toben: Dieses Spektrum an Sound-Effizienz und alles umgebender Lautstärke ist genau das, was diesen Film großartig macht: Ein Spektakel technisch überragender Majestät, die es so kein weiteres Mal auf der Welt gibt.

Und nein, ich übertreibe nicht.

Ja, der Film hat zwischendurch seine Längen, trieft wieder vor Schlecht-Sein in punkto Plot, hat die gleichen dämlichen Charaktere ohne Tiefgang und Profil und ist absolut vorhersehbar, doch deswegen geht man nicht in so einen Film, oder?

Was man hier sehen will, ist Action, Gewalt, Krach, fetzige Kämpfe, lautes Geschrei und eine Superlative nach der anderen – und genau das kriegt ihr geliefert.

.kinoticket-Empfehlung: Lasst euch nicht davon abschrecken, dass das nur ein zweiter Teil ist: Die Macher haben es absolut drauf und liefern erstklassiges Popcorn-Action-Kino, das – nicht übertrieben – alles bisherige weit in den Schatten stellt.


Superlativen, lautes Gebrüll und monströse Giganten, die aufeinander losgelassen werden und sich dabei eine epische Schlacht apokalyptischen Ausmaßes liefern, die nur im Kino wirklich wirkt.


Alles andere ist Quatsch und sollte gar nicht erst in Betracht gezogen werden.

Nachspann: Auch, wenn eure Mit-Kinogänger vorzeitig aus dem Saal rennen: Ihr seid am Ende diejenigen, die ihnen sagen können “Da kam tatsächlich noch eine sehr lange Sequenz, die die Vorfreude auf den nächsten Godzilla angeheizt hat, der bereits 2020 in die Kinos kommen soll.” – Also bleibt bitte unbedingt bis ganz zum Schluss sitzen!

Kinostart: 30. Mai 2019

Original Title: Godzilla: King of the Monsters
Length: 132 Min.
Rated: FSK 12


Antiporno

Antiporno - Filmplakat
© 2019 ONE Filmverleih

Japans Regisseur Sion Sono wirft einen Film auf die Weltgemeinschaft, den ich tief in der Kunstkritik verankern möchte und der mich durch verschiedene Elemente sehr begeistert hat.

Von Beginn an zielt man deutlich auf die Farbenpracht ab, die man aus Filmen östlicher Kultur inzwischen ja kennt, jedoch beeindrucken die Szenen und der schiere Aufwand dahinter teilweise allein schon durch die bloße Anwesenheit.

Des Weiteren – und da werden sich womöglich einige dran stören – provoziert man sehr stark, nicht nur durch gewaltsame Ausdrücke und harte Sprache, sondern in Form einer Rebellion, die dieser Tage einigen Menschen nicht mehr schmeckt und deshalb sogar noch an Relevanz gewinnt.

Ich stelle mir oft die Frage: Wie soll etwas besser werden, wenn niemand dafür aufsteht und seine Stimme erhebt? Dass drastische Mittel zu drastischen Änderungen führen, hat die Geschichte unseres Planeten oft genug bewiesen. Das Thema des Films ist bis heute hoch aktuell, auch wenn offensichtlich die japanischen Gepflogenheiten angegangen werden: Bedeutsam sind sie auf der ganzen Welt.

Während man da sitzt und sich die teils verstörenden, teils faszinierenden Szenen zu Gemüte führt, wird man immer tiefer zu einer relevanten inneren Stellungnahme getrieben und provokant konfrontiert, um gesellschaftliche Gegebenheiten zu hinterfragen.

Dass dabei nicht unter dem Deckmantel der Kunst gearbeitet wird, sondern eine ganze Reputation aufs Spiel gesetzt, zeigt erneut, dass es dem Regisseur mit dem Thema mehr als ernst ist.

Damit zählt Antiporno für mich zu einer bemerkenswerten Erfahrung, der ihr euch in Deutschland noch in folgenden Städten aussetzen könnt:

Heute, 29. Mai 2019 in:

  • Berlin (Brotfabrik Kino, Ladenkino, Wolf Kino, Filmrausch Moabit)
  • Köln (Lichtspiele Köln-Kalk)

Heute, 29. Mai 2019 bis 05. Juni 2019 in:

  • Nürnberg (Filmkunsttheater Casablanca)
  • Karlsruhe (Schauburg)

30. Mai 2019 bis 05. Juni 2019 in:

  • Berlin (Zukunft am Ostkreuz)
  • Rostock (Lichtspieltheater Wundervoll)

06. Juni 2019 bis 12. Juni 2019 in:

  • Lübeck (Kommunales Kino)

06. Juni 2019 bis 26. Juni 2019 in:

  • Heidelberg (Karlstorkino)

04. Juli 2019 bis 10. Juli 2019 in:

  • Leipzig (Cineding)

.kinoticket-Empfehlung: Provokant, tiefgreifend, eindringlich und extrem: Antiporno spricht Dinge aus, die tief in die alteingesessene Denkweise vieler Völker eingreift und hier mal kräftig durchmischt.


Die Gefühle, Sym- und Antipathien, die sich währenddessen entwickeln, sind erstaunlich und machen aus dem hier Gezeigten wahre Kunst, der man sich öffnen muss, um sie vollends zu verstehen.


Großartig!

Nachspann: Braucht nicht abgewartet zu werden, es folgen keine weiteren Szenen.

Kinostart: 16. Mai 2019

Original Title: Antiporno
Length: 78 Min.
Rated: FSK 16


John Wick: Kapitel 3

John Wick: Kapitel 3 - Parabellum Filmplakat
© 2019 Concorde Filmverleih GmbH

Das Timing

John Wick: Chapter 3 – Parabellum wurde mir bereits vor einiger Zeit in meiner Lieblingsversion (OV) von der Presse vor die Nase gesetzt und ich hätte euch davon erzählen sollen und hab‘s nicht getan.

Aus gutem Grund. Ich fand den Film nämlich absolut scheiße. Er kam definitiv nicht rüber, wirkte in die Länge gezogen, stupide, einfallslos und mittelmäßig.

Und eigentlich kennen wir John Wick ganz anders.

Immerhin ist das hier auch nicht mehr im „normalen Rezensionsbereich“, sondern? – Yes – Dolby Cinema™ – und genau da hab ich ihn mir auch kürzlich nochmal angeschaut. Für Geld.

Um eines vorweg zu nehmen: Das wird mit Filmen, die dort gezeigt werden, in Zukunft jetzt öfters so passieren: Späte Rezensionen, teilweise nach Kinostart, dafür aber auf dem Level, von dem ich euch hier bereits vorgeschwärmt habe.

Einzige Chance, das eher zu publizieren? Die Pressevorführungen davon waren im Dolby Cinema™ und ich konnte mir so bereits die finale High-End-Fassung zu Gemüte führen und brauch darum nicht mehr drauf warten.

Ich denke, davon haben letztendlich alle etwas, denn: Dolby Cinema™ ist für mich das neue Maß aller Dinge und eigentlich die alternativlose Option, Kino tatsächlich zu leben. Und genau das ist mein Mindestanspruch.

Dolby Vision™

Die John Wick-Filme leben vom visuellen Anspruch. Hier geht’s nicht um Story, eine breitgefächerte Anzahl an Charakteren mit tieferen Psycho-Profilen oder grandiose Twists, sondern es geht um Augenficks.

Visuelles Bombardement mit prächtigen Farben, viel schwarz und enorm detailreichen Shots, die einfach eine Augenweide darstellen und den Zuschauer optisch absolut verwöhnen.

Genau das liefern die Regisseure auch, nur die Kinos drumrum können da nicht mithalten – und genau da haut Dolby Cinema™ voll rein, bringt es auf den Punkt und liefert somit doch genügend Gründe, sich den Film im Kino anzusehen, denn: Auf einmal ist er affenscharf und einfach geil. Die Seele ist wieder da und pumpt sich durch den Raum in eure Sinnesorgane rein.

Gerade im Schlussakt sind dermaßen geile Szenen aufgebaut worden, die tatsächlich das ganze Equipment der Dolby-Generation zum Zittern bringen und das volle Potenzial davon ausschöpfen – und das begeistert hier dann auch richtig.

Im vorherigen Kino dachte ich an der Stelle nur: “Naja, sieht ganz okay aus, sollte wohl optisch beeindrucken, aber naja”.

Und im Dolby Cinema™? “Fuck, das sieht wirklich richtig heiß aus!”

Dolby Atmos™

Doch der Hauptgrund, weshalb ihr euch den Streifen im Dolby Cinema™ – und zwar nur hier – anschauen solltet, ist Dolby Atmos™.

Kinder? Lasst mich kurz ausholen!

Eine der inflationärsten Soundeffekte im Kino ist der Schuss aus einer Pistole, right?

Ich weiß nicht, ob die Zahl überhaupt existiert, wieviele Schüsse bereits durch meine Ohren geklungen sind im Laufe meines bis dato recht kurzen Lebens. Sprich: Man hat sich längst daran gewöhnt. Es ist normal geworden. Langweilig möchte man fast schon sagen.

Um in dieser Riege zu beeindrucken, vermochte man irgendwelche abnormen Waffengeschosse aufzufahren, die mit derartiger Ballerwucht und Exklusivität auch auf dem Waffenmarkt daherkommen, dass der Rumms des Sounds dann tatsächlich wieder etwas begeisterungsfähiger war.

Wisst ihr was?

Wir haben jetzt ne Superlative, die selbst aus den billigsten Scheißwaffen wieder grandiose Erfahrungen generiert: Dolby Cinema™!

Ohne scheiß, ihr hockt im Kino und werdet live erschossen! Kann nicht sein?

Ich sags euch: Jede verfluchte Kugel findet durch Schallwellen den Weg durch euren Körper. Wird ihm in den Magen geschossen, spürt ihr es in eurem Magen und zuckt leicht zusammen, weil der ganz normale Knall einer stinklangweiligen Pistole auf einmal zur Erfahrung wird.

Wie die das machen? Kein Plan.

Ist es geil? Aber sowas von! Alter – ich hab keine größeren Waffen gebraucht, um begeistert zu sein … aber sie werden geliefert!

Und auf einmal fickt dich John Wick: Kapitel 3 sowas von – und zwar nicht nur ins Hirn, deine Hörorgane und Augen, sondern dein ganzer Körper wird zu einer extremen Erfahrung, von der du am Ende einfach nur berauscht und begeistert bist.

Und ich verspreche euch: KEIN anderes Kino (und ja, ich hab alle Kategorien in meinem Leben inzwischen ausreichend oft erlebt und gesehen) kann euch diese Erfahrung auch nur annähernd so vermitteln, wie dieses Paradies von Kino!

Auf einmal ist der Film in seiner optischen und akustischen Variante genau so, wie die Macher ihn geplant haben und auf einmal beeindruckt er auch aus allen Rohren und lässt vergessen, dass hier eigentlich gar keine Handlung da ist, sondern es wirklich nur um die technischen Features geht – eben genau das, wofür wir John Wick schon die ganze Zeit geliebt haben.

Und damit wird’s ein spektakulärer Abend. Versprochen!

FSK 18

Und noch eine erfreuliche Botschaft: John Wick: Kapitel 3 beweist, dass auch Filme mit FSK 18-Rating im Kino bestehen können und Geld einspielen.

Lockte der erste Teil 2015 am Startwochenende noch 142.000 Besucher in die Kinos, schaffte Teil 2 es 2017 inzwischen auf 228.000 Besucher, die der dritte Part nun mit 24% Auftrieb und 285.000 Besuchern mit einem Umsatz von 2.746.000 € in 550 Kinos nach diesem Wochenende verzeichnet. Bestes Einspielergebnis des Startwochenendes der gesamten Reihe.

Klares Signal an DC, endlich das Universum etwas düsterer zu gestalten? Die Kundschaft wäre da…

.kinoticket-Empfehlung: Entfaltet seine Seele erst im Dolby Cinema™ und braucht theoretisch nirgendwo anders angeschaut zu werden: Nur hier zählt er zu den besten John Wick-Teilen, die es bisher gab und löst volle Begeisterung aus.


Durch die essentielle Sucht nach visueller und akustischer Explosivität benötigt man heutzutage dann auch das richtige technische Equipment, um diesem Anspruch gerecht zu werden und nicht einfach nur ein billiger Abklatsch zu sein, der in vielen Kinos Deutschlands wohl geliefert werden wird.


Große Leinwand, monströser Sound (nichts unter Dolby Atmos™ bitte!) und am besten eben in meinem zu Hause: Dolby Cinema™!

Nachspann: Braucht man nicht abzuwarten, wenn man den Sound nicht hören möchte: Hier folgt kein weiterer Einsatz.

Kinostart: 23. Mai 2019

Original Title: John Wick: Chapter 3 – Parabellum
Length: 131 Min.
Rated: FSK 18


All My Loving

All My Loving Filmplakat
© 2019 Port au Prince Pictures GmbH

Lars Eidinger ist gerade gefühlt in jedem deutschen Kinofilm zu sehen. Ich finde das Phänomen immer wieder spannend, dass man von Schauspielern erstmal kleine Ewigkeiten lang absolut nichts hört und sie dann binnen kürzester Zeit ständig und überall auftauchen, als ob es niemand anderen sonst mehr geben würde.

Sei‘s drum. All My Loving zielt klar auf das Independent-Publikum ab, versucht sich dabei aber an deutscher Filmschule und richtet sich somit stellenweise selbst hin.

Das altbekannte Problem: Hierzulande gibt es einfach keine guten Drehbuchschreiber, die annähernd dazu in der Lage wären, ihren Job so auszuführen, dass am Ende wahrhaft gut erzähltes Kino übrig bleibt, das nur noch mit fähigen Schauspielern bestückt werden muss.

Stattdessen greift man immer wieder auf den selben unfähigen Einheitsbrei zurück und produziert damit TV-Ware am Fließband, die einem zwar scheinbar das Gefühl vermitteln kann, man säße tatsächlich in einem niveauträchtigen Independent-Movie, der jedoch sehr bald offenbart, dass man eigentlich doch bloß der uncoole Loser vom Schulhof ist, der die Standardaufgaben vom Lehrer cool findet und dabei nicht merkt, dass er bei allen anderen längst unten durch ist.

Die teilweise schrägen Charaktere, mit denen hier aufgefahren wird, machen diesen Fremdscham-Faktor zwar etwas wett, retten in meinen Augen aber nicht den Gesamtabsturz, denn am Ende ist es eben doch „bloß ein weiterer deutscher Film, der nicht über seine Grenzen hinauswächst“.

.kinoticket-Empfehlung: Man möchte im Spiel der großen Arthouse-Events mitmischen, vergisst dabei aber, auf deutsche Filmkonventionen zu verzichten und stolpert deshalb wieder über alte Fallen.


Das ist insofern tragisch, da hier tatsächlich einige spannende Charaktere aufgefahren werden, die sich im Rahmen des Filmhochschul-Flairs aber nicht so entfalten können, wie man sich das als Zuschauer gern wünscht.


Damit ist zwar „was da“, das Prädikat „unvergessen“ bleibt diesem Film aber – wie anderen Inlandsfilmen ebenfalls – weiterhin vorenthalten.

Nachspann: Muss auch diesmal wieder nicht abgewartet werden, es folgen keine weiteren Szenen mehr.

Kinostart: 23. Mai 2019

Original Title: All My Loving
Length: 118 Min.
Rated: FSK 12


Edie – Für Träume ist es nie zu spät

Edie - Filmplakat © by Weltkino Filmverleih
© 2019 Weltkino Filmverleih GmbH

In Edie – Für Träume ist es nie zu spät treffen mehrere Komponenten aufeinander, die für Geist und Seele sind, wie gutes Öl für einen frischen Salat: Absolut unverzichtbar!

Regisseur Simon Hunter hat sich in den Kopf gesetzt, das Publikum nicht zu täuschen und darum bereits im Vorfeld zu diesem Dreh wichtige Eckpunkte ausgelobt, die unglaubliche körperliche Leistungen von den Betreffenden abverlangen würden.

Die Hauptrolle spielt die 83jährige Sheila Hancock – und diese Frau ist eine Wucht! Schaut euch den Film an, um zu begreifen, wozu sie in der Lage war … denn: Alles ist echt!

Es wurde an echten Schauplätzen gedreht, es kam kein CGI zum Einsatz und all die Unternehmungen sind von ihr leibhaftig in einem Drehmarathon durchgezogen worden! Und davor meinen größten Respekt!

Auch das Drehbuch gehört zu den Dingen, die diesen Film in meinen Augen unverzichtbar machen: Hier spielt man mit solch einer Leidenschaft und behaglichen Wärme auf, die sich sanft wie ein gemütlicher Schal um einen bettet und dem Zuschauer ein unfassbar positives, motivierendes, aber auch behütetes und generationenverständiges Umfeld bietet, in dem es sich die gesamte Laufzeit über extrem gut aushalten lässt.

Wie anfangs bereits erwähnt: Hier treffen Gemütlichkeit, Generationenverständigung, tolle Dialoge und Echtheit vor und hinter der Kamera auf berauschende Landschaftsaufnahmen und visuelle Eindrücke aus den schottischen Highlands.

Lasst euch verzaubern und verpasst unter keinen Umständen dieses tolle Werk, das ab morgen in den Kinos bundesweit startet.

.kinoticket-Empfehlung: Warmherziger, liebenswerter und voller Lebensfreude sprühender Film, der einen mitreißt und ein unglaublich vielfältiges Plateau an guter Laune und Behaglichkeit verströmt.


Lasst euch dieses Werk auch deshalb nicht entgehen, weil die 83jährige Hauptdarstellerin Unglaubliches leistet und mit ihrer Performance absolut beeindruckt.


Ein Motivations-Statement der besonderen Art!

Nachspann: Muss nicht abgewartet werden, hier folgen keine weiteren Szenen.

Kinostart: 23. Mai 2019

Original Title: Edie
Length: 102 Min.
Rated: FSK 0


Dolby Cinema™ – Das neue “High End Kino”

Das Kino ist tot. Lang lebe das Kino!

Respawn. Vom heutigen Tag an – ist alles anders. Grundlegend. Kino in seiner Größe erreicht eine völlig neue Dimension.

Doch bevor ich in ungeahnte Höhen emporschwinge, überlassen wir doch einfach mal das Wort … dem Bild!

Viel Spaß!

Wham! Nun habt ihr höchstwahrscheinlich gerade kein Dolby Cinema™ zur Hand und konntet den eben gesehenen Trailer nur in moderater Standard-Qualität auf einem minderwertigen Gerät genießen, dass in keiner Weise auch nur annähernd an die kompromisslose Perfektion eines Dolby Cinema™ heranreicht, right?

Dachte ich mir’s. Um die volle Kraft dieses Potenzials wirklich zu 100% ausschöpfen zu können, bleibt euch nur eine Möglichkeit: Sattelt die Pferde, navigiert folgende Koordinaten an:

[m]athäser Filmpalast
Bayerstrasse 3-5
80335 München

und begebt euch auf eine Reise, die ihr so schnell nicht wieder vergessen werdet.

Ich wurde am 17. Mai 2019 zu einer Dolby Masterclass Präsentation geladen, bei der uns im Rahmen von leiblichem Wohl und einer anschließenden Filmvorführung das völlig neue Dolby Cinema™ präsentiert wurde.

Und seitdem? Ist alles anders. Kino ist tot.

Es lebe … Dolby Cinema™!

© 2019 Dolby Laboratories, Inc.

Und jetzt kracht’s und knallt’s gewaltig, Freunde! Und zwar auf allen Ebenen. Auch denen, die ihr bisher nicht mit Kino in Verbindung gebracht habt.

Das Soundspektrum

Bislang war Dolby Atmos™ das Maß aller Dinge. Und das ist deutschlandweit zwar vorhanden, aber bei weitem nicht in allen Kinos installiert. Und die wenigen, die es auf ihren Websites proklamieren, haben ebenfalls in der Regel kaum alle Säle damit ausgestattet. Somit ist selbst dieser hohe Standard bisher kaum erreicht.

Diese phänomenale Technik, mit der es tatsächlich möglich ist, dass sich der Film quasi “über einen bettet” und man mitten in das Geschehen eintaucht, erhebt sich nun auf ein neues Niveau: Dolby Atmos™ Studio Level. Und das gibt es bislang in einem einzigen Kino weltweit. Unserem.

Um das mal etwas bildlich zu verdeutlichen: Dolby Surround war damals eine Sensation: 1 Bass, 5 Boxen um einen herum, die separat angesteuert werden konnten und somit ein “Rundumgefühl” erzeugten.

Dolby Atmos™ hat die Boxen ebenfalls über den Köpfen installiert und ein paar mehr Frequenzen erobert. Doch, was wir nun hier vorfinden, sind:

  • 51 ansteuerbare Kanäle
  • 116 Lautsprecher
  • 20.000 Watt Sinusleistung
  • 60.000 Watt Maximalleistung

Und das Ganze ist so im Kino verbaut, dass der Zuschauer außer der Moviesound-Experience nichts davon mitkriegt: Unsichtbar, aber sowas von in den Ohren, dass euch Hören und Sehen vergeht!

Man ist mittendrin, es gibt kein “vorn” und “hinten” mehr, sondern “blättergenaues Rascheln” um einen herum. Jedes einzelne Glasfetzchen klirrt bei der Explosion im Saal direkt am richtigen Flecken in deinen Ohren!

Damit kann man den Zuschauer jetzt nicht mehr nur mit Bildfluchten und Kameraeinstellungen durchs Geschehen führen, sondern auch anhand von Soundlinien in das Geschehen eintauchen lassen in einer bisher nie dagewesenen Dimension, die euch wirklich den Atem nimmt!

Visuelle Vollendung

Dazu gesellt sich neuerdings Dolby Vision™. Man kümmert sich nicht mehr ausschließlich um den perfekten Sound und das “Eintauchgefühl”, sondern arbeitet mit von Christie exklusiv für Dolby gefertigten Dual-4K-Laserprojektoren, die weltweit bisher einzigartig sind und Werte im Kino erreichen, die bis dato niemand sonst bieten kann.

Ganz praktisch heißt das: Einige Probleme, die Kinogängern in der Vergangenheit tatsächlich Kino etwas verprellt haben, gehören hiermit der Vergangenheit an – zum Beispiel die mangelhafte “Helligkeit” bei 3D-Filmen.

De facto hat Dolby das Wunder vollbracht und ein Helligkeitsbombardement auf der Leinwand vorgenommen, dass seinesgleichen sucht: 2D-Filme sind wesentlich gestochener und durch doppelte Bildprojektion auch wesentlich schärfer und präziser und doppelt so hell, wie bisherige Kinoprojektoren.

Und 3D? – Schnallt euch an: 3D-Filme sind – trotz Brille – um ein dreifaches heller als bisher und toppen somit sogar die 2D-Vorstellungen im Kino … und glaubt mir, so etwas habt ihr noch nicht erlebt! Ich saß da und hab geheult, weil endlich jemand verstanden hat, was Kino ist: Brachiale Gewalt, die auf einen losgelassen wird und die – in diesem Falle – absolut keine Kompromisse mehr kennt!

Dazu kommt: Schwarz! Ja, in der Vergangenheit war es technisch durchaus der Fall, dass in jedem Heimkino theoretisch bessere Bildqualität als im Kino vorzufinden war, wenn die betreffenden Probanden die richtige Technik ergattert hatten. Kino war leistungsmäßig unten durch und genau hier musste etwas passieren.

Und das hat Dolby verwirklicht! Wir haben nun standardmäßiges HDR (High Dynamic Range) auf den Leinwänden und damit die satten, präzisen, leuchtenden und enorm einfach steuerbaren neuen Farbspektren, die die Kinowelt vollkommen revolutionieren!

Und: Sattes, tiefes, echtes, bislang nicht im Kino gesichtetes Schwarz! Diese Präzision, mit der man jetzt in Bildform durch die Augen schneidet, spottet allem bisher Dagewesenem: Ihr haltet es schlichtweg vor Faszination nicht aus!

Dolby Cinema™

Jap. Wir sind noch nicht fertig. Immerhin gibt es bereits 205 existierende Dolby Cinema™ weltweit, 21 davon in Europa. Anzahlmäßig liegen China und die USA vorne.

Deutschland ist jetzt auch im Besitz eines Dolby Cinema™ – und zwar dem weltweit ersten, dass das neue Cinema-Konzept auch gänzlich umsetzt. Neben der üblichen Dolby Gangway, die den Zuschauer bereits vor dem Kinosaal mit passenden Clips und einer übermenschlich großen Leinwand abholt und in den Saal begleitet und ihn somit bereits vor dem Film auf diesen einstimmt, wurde in München erstmals weltweit die dazugehörige Lounge als Aufenthaltsraum im speziellen Design eröffnet, die den Besuchern neben kostenlosen Getränken genügend Möglichkeit bietet, um die Zeit vor und nach dem Film gebührend im Kino zu genießen.

Weiter geht’s im Saal: Schwarz ist das neue Rot.

Und zwar Mattschwarz. Der Grund? Im Saal sollen keine schillernden Ablenkungen, Lichtfetzen, Spiegelungen oder andere störende Elemente stattfinden, sondern der Zuschauer die Chance haben, den Film auf der völlig neu konzipierten Leinwand komplett zu genießen und vollends in das Geschehen einzutauchen – kompromissfrei!

Ich habe es live getestet und war verblüfft, wie extrem dieses Raumkonzept tatsächlich Helligkeit “schluckt” und somit ermöglicht, wirklich nur das vor Augen zu haben, was im Film erwünscht ist.

Mit einer zusätzlichen Anordnung der Stühle zur Leinwand hin, dem neuen Lichtdesign im Raum und all den anderen Neuerungen, erlebt ihr hier etwas, dass es so bisher noch nie gegeben hat.

“Boy, du hast als Massiv-Kinokucker eigentlich noch nicht einen einzigen Film tatsächlich richtig im Kino gesehen!” – Genau das hallte mir im Kopf, als man die Monströsität auf mich losgelassen hat und mir binnen 0,15 Sekunden Gänsehaut auf den Körper produzierte an Stellen, die ich bislang noch nicht kannte!

Leute? Ein vollkommen neues Zeitalter ist angebrochen. Binnen anderthalb Minuten eine ganze Riege von professionellen Journalisten im Tränenmeer vor Ergriffenheit versinken zu lassen – einfach nur mit dem, was dir da jetzt ums Gemüt fliegt: Der – absolute – Hammer!

Respawn

Und genau deshalb ist auch alles neu hier: Es wäre unwürdig, Altes daran “anzupassen” und irgendwie zu versuchen, die verkackte Show der Vergangenheit jetzt upzuleveln um irgendwie annähernd an dieses Spektrum zu gelangen, auf dem Kino damit angekommen ist.

Werden die alten Rezensionen deshalb verloren sein?

Klares Nein! Die werden in den kommenden Wochen sukzessive in die neue Homepage integriert und dabei gleich durchformatiert und euch wieder lesbar zum Nachschlagen angeboten. Gewährt mir dafür ein wenig Zeit … immerhin sind es mittlerweile weit über 1000 Beiträge geworden.

Machst du so weiter, wie bisher?

Ebenfalls klares Nein! Ich werde mich auf dieses neue Niveau einlassen und es speziell hervorheben: Ich habe ein neues zu Hause gefunden und will das gebührend mit euch feiern.

Aus diesem Grund wird es die Unterteilung in Dolby Cinema™, Standard-Blockbuster und Arthouse-Movies geben, die euch auch die Klassifizierung der einzelnen Titel etwas erleichtern wird.

Die textliche Qualität und der bisherige Schreibstil bleibt euch natürlich weiterhin erhalten – so lange, bis euer positives Feedback dazu aufhört und ihr mich eines besseren belehrt.

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Und schon steht einer wunderbaren, weiteren Kino-Addict-Fanatism-Mega-Zeit nichts mehr im Wege.

Ich freue mich auf euch, auf euer Feedback und natürlich auf elendsviele obergeile Kinoabende in dieser Wucht von Präsentationssuperlativismus!

Oder – um es mit den Worten von Dolby zu sagen:

Content is King – und den können wir liefern!

Wham!