Die Geschichte wurde inzwischen millionenfach erzählt und birgt auch für neue Zuschauer keine großen Geheimnisse mehr. Mit einem herausragenden Cast hat man versucht, etwas Pep in die Story zu bringen und sich der animierten Variante der 3D-Technik bedient, die hier auch ganze Arbeit leistet.
Leider muss man sagen, dass das auch wirklich das beste – und fast einzig gute an dem Film ist. Als Erwachsener sitzt man eher etwas verloren im Kino und wartet auf die übliche Abarbeitung der gängigen Filmstandards, die aus einem animierten Streifen einen Massenerfolg machen. Gepaart mit Namen wie Cindy aus MarzahnMatthias Schweighöfer und Dieter Hallervorden ist auch sofort klar, welches Klientel damit ins Kino gelockt werden soll.
Nur dass bei letzterem das Ergebnis ganz und gar nicht den Erwartungen standhält. Es wirkt fast so, als wolle nach Fluch der Karibik kein weiterer Film mehr gelingen, der sich gleichen Thematiken widmet, obgleich in der Animation fast keine Grenzen vorhanden sind, die es zu überwinden gilt.
Die Story plätschert so dahin, die Profiltiefe der einzelnen Charaktere ist auch eher seicht und wartet nicht mit erwähnenswerten Überraschungen auf und auch sonst bringt der Film weder Schwung, noch Action, noch Ideenfrische oder andere Kleinigkeiten mit, wegen denen man sich die Mühe machen und ins Kino wandern sollte. Hier haben andere Schmieden eindeutig die Nase vorne.
Hallervorden wirkt mit seinen vergleichsweise noch besten Gags teilweise völlig verloren im Sumpf der Unterschiedlichkeiten und nimmt hiermit fast schon unfreiwillig an einem Projekt teil, dass sich zunehmends der Belanglosigkeit widmet und gedanklich schnell wieder in Vergessenheit gerät.
Somit sollte man sich wirklich überlegen, ob es den Gang ins Kino tatsächlich wert ist oder man sein Geld lieber anderweitig investiert. Denn lohnen tut sich meiner Meinung nach hier nur das 3D. Und da gibt es mittlerweile andere Streifen, bei denen diese Technik zum Einsatz kommt und sich das Zuschauen dann auch noch wegen anderen Faktoren lohnt.
 

.kinoticket-Empfehlung: Von den Namen der Sprecher sollte man sich hier nicht in die Irre führen lassen, sondern lieber den Trailer genau anschauen und Vermutungen anstellen, was daraus alles gebastelt werden wird.
Großartige Überraschungen bleiben nämlich genauso aus wie die Entwicklung und Vertiefung der charakterlichen Eigenschaften oder einem Ende, das zu überzeugen weiß.
Einzig das 3D ist es wert, diesen Film zu sehen, aber ob dies wirklich ein Grund ist, sich 90 Minuten lang im Saal aufzuhalten, muss jeder für sich selbst entscheiden.

 
Nachspann
Diesmal war man konsequent und hat die Animation auch bis zum Schluss durchgezogen. Schön in 3D.

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