Sonic The Hedgehog - Filmplakat
© 2020 Universal Pictures International

Ich hab nun schon von einigen negative Kritik im Vorfeld über diese Verfilmung gehört … und ja, Spieleverfilmungen generell strugglen immer so ein bisschen vor sich hin und haben nie das Zeug, ganz große Kracher zu werden … bis heute.

Ich halte tatsächlich auch nicht so arg viel von Jim Carreys Humor und weiß, dass seine Art sehr speziell ist und man ihn entweder liebt oder hasst. Und auch über Julien Bam gibt es verschiedene Ansichten.

Dazu kommen noch jede Menge Kritikpunkte, die über das Design von Sonic – dem Maskottchen von SEGA – reingehagelt sind und weswegen man den Film nun tatsächlich immer wieder verschoben hat, bis er nun endlich das Licht der Welt erblicken durfte und inzwischen (wieder) auf den Leinwänden zu sehen ist.

Mein Eindruck? Wow!

Meine Stimmung war anfänglich tatsächlich leicht getrübt, weil ich dachte: Nun musst du dich wieder durch so eine quälende Verfilmung pressen, die irgendwas abfeiert, wovon die Realität nichts wissen will. Dazu noch die Kombination zwischen Animation & Realverfilmung, und oben genannte Punkte: Kann eigentlich nur schief gehen. Ist es nicht.

Die Story ist tatsächlich ganz witzig aufgezogen worden, das Design sieht hammerscharf aus und der Streifen verbreitet sofort wahnsinnig gute Laune im Kino. Der Takt (mein neues Lieblingswort :D) stimmt und man landet niemals in langer Weile oder Verdruss, sondern wird kontinuierlich durch den Plot gezogen und kann dabei wahnsinnig gute Szenen feiern, die in ihrer Aufarbeitung professioneller nicht hätten sein können.

Man vergisst, was man vorher über Bam dachte, Jim Carrey ist DIE Überraschung schlechthin – selten hat man ihm so angesehen, wie sehr er diese Rolle liebt und verkörpert: Ein wahnsinnig guter Spieler, dessen Schauspieltalent hier um Welten gestiegen ist: Zum ersten Mal hab ich an ihm tatsächlich absolut nichts auszusetzen gehabt.

Auch die Ideen und die hauchzarten Stränge seelischer Natur, die die Gefühlswelt anregen und dem Kinozuschauer etwas mit auf den Weg geben sollen, winden sich hier wunderbar in das Geflecht ein und vervollständigen den Film zu einem wunderbaren Ganzen.

Ganz ehrlich? Ich saß währenddessen oft im Saal und dachte mir: Wahnsinn, man kriegt hier viel zu viel für sein Geld. Die Action ist hart, der Sound bombastisch, die Optik schneidet in deine Augen und auch der Plot enttäuscht an keiner Stelle.

Ich muss dazu sagen, dass ich zwar damals auf dem Gameboy mit dem Vieh mal in Berührung gekommen bin, aus mir aber dennoch keine Zocker-Seele geworden ist und ich deshalb als Außenseiter spreche und eben keine Rückschlüsse auf die Gamer-Community ziehen kann. Aus dem Grund bin ich raus, was die angefochtenen Kritikpunkte diesseits angeht, sondern eben einfach nur ein dummer, unwissender Kinogänger, der von einer guten Story unterhalten werden will … und wurde.

Dieser Film hat richtig Spaß gemacht und steht seitdem für mich fast ganz oben auf der Liste der Filme, weswegen man sich wieder ins Kino aufmachen sollte.

Alle Kritik im Vorfeld hat scheinbar so dermaßen Früchte getragen: Sonic the Hedgehog ist für mich ein durchschlagendes Argument, tatsächlich wieder ins Kino zu rennen, denn der Film ist richtig klasse! Super Action, hochprofessionelle Umsetzung, wahnsinnig gutes Drehbuch und ein herausragend guter Jim Carrey sorgen hier für spitzenmäßige Unterhaltung und jede Menge Spaß. Reingehen!

Nachspann: ⚪️🔘⚪️ | Auf jeden Fall sitzen bleiben, es kommen noch einige Szenen.

Kinostart: 13. Februar 2020

Original Title: Sonic the Hedgehog
Length: 99 Min.
Rated: FSK 6