Die Epoche des Menschen - Filmplakat
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Okay, wie machen wir’s?

Halt einmal kurz an, bleib kurz stehen, hol einmal tief Luft … STOPP!

Okay, hab ich deine Aufmerksamkeit?

Gut. Ist heutzutage ja nicht mehr so einfach, wo alles nur noch aus „Drüberwischen“, „schnell hochscrollen“, „kurzer Blick“ und „Ah, schon wieder die nächste App“ besteht.

Und sollte doch mal jemand über den Tellerrand schwappen und sich für etwas eine Stunde Zeit nehmen, oder auch zwei, zum Beispiel einen Film (aber bloß ohne Abspann, gnade dir Gott, du verpasst irgendwas da draußen im Leben, wenn du 1:36 Minuten länger im Saal sitzen bleibst!!!), dann äh … greifen die Vorurteile.

„Anthropozän“ zum Beispiel klingt ja schon mal fürchterlich langweilig, schrecklich, so nach Geologie-Unterricht mit irgendwas … ach komm… keine – uh, da ist Facebook schon wieder…. und Insta….

STOPP!

GEHT. IN. DIESEN. FILM.

´kay?

Wirklich.

Setzt euch ins Auto, parkt das Gefährt in den Tiefgaragen oder irgendwo in einer Seitengasse, schlendert zum Kino, löst ein Ticket und geht in Die Epoche des Menschen. Lasst euch einfach drauf ein.

Das ist kein Film. Keine Doku. Kein „Oh, alles ist schlecht, die Welt geht unter, Blabla-arte-Schrott.“ Das ist auch nichts für die Eliten. Oder Menschen, denen Geografie in der Schule tatsächlich gefallen hat.

Nö.

Das hier ist etwas… anderes. Eigentlich hat der Film gar kein Konzept, kein Drehbuch, keine Richtung gehabt – und zwar von Seiten der Macher aus, sondern sie haben einfach nur gezeigt.

Keine „Wir machen den Planeten kaputt“-Doku, hab ich doch eben schon gesagt.

Was sie hier zeigen, ist irgendwas seelisches. Etwas, das tiefer durch dich durch geht und … ohne Worte … etwas vermittelt. Du spürst, wie ein neues Zeitalter anbricht (angebrochen ist) und dieser Film hilft dir dabei, es zu verstehen.

Ich würde am liebsten meinen ganzen Quatsch, den ich hier grad runterschreibe, in Gänze wieder löschen, aus Angst, ihr schaut euch deswegen dann den Film nicht an.

Ehrlich: Ich hab noch nie etwas so beruhigendes, befriedendes und kurioserweise erholsames gesehen, wie Die Epoche des Menschen.

Dadurch, dass man eben nicht urteilt, dass man nicht hasst, verurteilt, „aufzeigen“ möchte, „Aufklärung machen muss“ oder den ganzen Bullshit, den es seit Jahrhunderten zu geben scheint und den bis heute kein einziger wahrlich in sein Leben aktiv einbaut und umsetzt … und wenn doch, dann gleich so fanatisch, dass es auch wieder kacke ist … dadurch, dass all dies hier nicht vorkommt, ist diese … was eigentlich? „Doku“ ist es nicht… dieses … Ding völlig anders. Reiner. Pur.

Es ist wie eine Bestandsaufnahme (bei dem jetzt viele schon wieder an arte-Dokumentationen denken), merkt ihr, wie verkorkst wir inzwischen eigentlich alle sind?

Die Epoche des Menschen befreit euch davon.

Und wenn ihr ihn gesehen habt, dann sagt mir einfach, wie. Ich hab nämlich keine Ahnung – aber ich weiß, dass es funktioniert.

Das ist kein Film, keine Dokumentation, kein roter Faden oder sowas … sondern höher. Reiner. Es boostet von innen heraus mit der Kraft einer ganzen Epoche – und völlig wertungsfrei. Eines der wichtigsten Dokumente unserer Ära. Unglaublich fesselnd, durchgreifend und extrem wichtig, um alle Zusammenhänge wieder zu verstehen. Ein Must-See.

Nachspann: ⚪️⚪️⚪️ | Ja dann rennt halt raus, mein Gott …

Kinostart: 10. September 2020

Original Title: Anthropocene: The Human Epoch
Length: 87 Min.
Rated: FSK 0

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