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Knives Out – Mord ist Familiensache

Knives Out - Filmplakat
© 2020 Leonine

Es muss nicht immer Agatha Christie sein, auch andere können gute Krimis erzählen und mit einem wunderbar professionellen, verwobenen Plot im Kino begeistern. Knives Out – Mord ist Familiensache ist nun schon eine Weile lang auf den Leinwänden zu sehen und hat bis heute noch nichts von seiner Attraktivität eingebüßt.

Herrlich verschroben mit immer neuen Türchen eröffnet sich hier puzzlehaft ein Rätsel, bei dem man mitraten und mitfiebern kann. In diese Richtung hätte ich mir übrigens The Gentlemen gewünscht!

Eine der treibenden PR-Kräfte ist selbstverständlich Daniel Craig, den ich als miesmuschelnden Bond-Charakter kennengelernt habe, der mehr mit „Mimimi“ beschäftigt war, als einfach seinen Job zu erledigen. Im Laufe der Zeit wanderten dann aber doch irgendwie alle CraigBond-Teile in meine Sammlung, weil die Sympathie so nach und nach durchgedrungen ist und ich ihn letztendlich als großartigen Schauspieler doch irgendwie mag.

Gleichsam betrachte ich ihn als PR-Coup in dieser Story etwas fehlbesetzt als Aushängeschild, da seinen Charakter irgendwie jeder hätte spielen können (was nicht heißt, dass er das schlecht gemacht hätte), aber es braucht nicht zwingend einen Daniel Craig, um diese Persönlichkeit im Plot darzustellen. Das ändert auch nichts an dem ansonsten hochkarätigen Cast, der durch die Bank weg hervorragende Schauspielarbeit abliefert und den Zuschauer hier mit Durchtriebenheit und Eleganz zu verblüffen weiß.

Wer also noch nicht das Vergnügen hatte, darf sich gerne in eines der Lichtspielhäuser verzupfen und diese Gelegenheit nachholen: Es ist definitiv kein Fehler, diesen Streifen auf der Leinwand gesehen zu haben.

Es muss nicht immer Agatha Christie sein, dieser Krimi ist mindestens genauso spannend und absolut hochkarätig besetzt – ein Spaß auf der Leinwand, den man sich gerne zu Gemüte führen darf.

Nachspann: ⚪️⚪️⚪️ | Braucht man nicht zwingend ausharren, hier folgen keine weiteren Szenen.

Kinostart: 2. Januar 2020

Original Title: Knives Out
Length: 131 Min.
Rated: FSK 12


Stuber – 5 Sterne Undercover

Stuber - Filmplakat
© 2019 Twentieth Century Fox

Dass Dave Bautista einen an der Waffel hat und diesen Humor prächtig auf der Filmbühne zum besten geben kann, wissen wir dank Guardians of the Galaxy, womit er sich zumindest bei mir im Hirn eingebrannt und geprägt hat.

In Stuber schließt er sich mit Kumail Nanjiani zusammen und unterhält das Publikum in einer Komödie, die es einem unglaublich schwer macht, nicht zu lachen.

Der Humor ist durchgeknallt und fordert einen zeitweilig etwas, läuft aber immer wieder zu Höchstformen auf und sorgt für jede Menge Spaßgewalt in den Sälen, just wie man es von Twentieth Century Fox gewohnt ist: Filme können sie.

Was mir an diesem Werk gefällt, ist die unbeschwerte Leichtigkeit, mit der man das Thema angepackt und aus ihm wirklich lustiges Entertainment rausgekitzelt hat. Nirgendwo spürt man die Gequältheit, die so manchem Gagschreiber oft den Schlaf zu rauben scheint, sondern es sprudelt und fließt, dass sich die Balken nur so biegen.

Dass dabei auch mal Blut fließt und es hier und da gewaltdurchsetzter zugeht, stört insofern nicht weiter, die FSK hat hier ausnahmsweise mal keinen Fehler mit der 12 gemacht, auch wenn – aus dem Kontext gerissen – so manch harter Moment dabei ist, den man biedermeierhaft im Internet zensieren könnte: Das gehört dazu und wird im Film auch von den Kids richtig interpretiert und macht ihren Aussagen nach „richtig Spaß“.

Im Rahmen der Comedy-Offensive, der man sich derzeit scheinbar unterworfen hat, zählt dieser Film zu den „must sees“ und sollte am besten in Gemeinschaft gerne von euch im Kino zelebriert werden: Für einen wunderbaren Abend mit viel guter Laune ist damit gesorgt.

Nachspann: ⚪️⚪️⚪️ | Braucht man nicht abzuwarten, es folgt nichts weiter.

Kinostart: 22. August 2019

Original Title: Stuber
Length: 92 Min.
Rated: FSK 12