Tag: Ken Watanabe

Batman Begins

Batman Begins - Filmplakat
© 2005 Warner Bros. Ent.

Ist es geil, oder was?

Kinder: Dieser Titel ist einfach mal fucking 15 Jahre alt … und läuft derzeit in den Kinos auf der Leinwand! Ich kann euch kaum beschreiben, was das für ein Gefühl ist, zurück in die Zeit geschleudert zu werden und dieses großartige Meisterwerk wieder durch die Säle brettern zu hören.

Christopher Nolans Batman-Trilogy ist etwas, das an Vollkommenheit kaum zu überbieten ist. Machen wir so weiter und verrecken eines Tages allesamt an unserer eigenen Dummheit und Uneinsichtigkeit und Äonen später kommen Außerirdische auf diesen Planeten und finden irgendwelche Relikte, dann braucht man ihnen eigentlich nur diese Filme vorlegen. Die enthalten die Essenz all dessen, was menschlich ist – im Guten wie im Schlechten.

Ich vergöttere Nolan für diese Werke – und kenne die Filme daher in und auswendig. Wer tut das nicht? Gefühlt jeder hat die drei Streifen in irgendeiner (oder mehreren) Form(en) zu Hause rumstehen und mit Sicherheit mehr als einmal gesehen.

Und doch ist es wahr: Wir hocken im Saal – im großen Kino – vor der großen Leinwand … und es läuft Batman Begins … ich fühl mich wie ein kleines Kind, dem man gerade offenbart hat, dass zukünftig 4x im Jahr Weihnachten gefeiert wird: Leute: GÄNSEHAUT!!!

Comicverfilmungen hin oder her – es gibt viel Scheiß, grade auch aus dem Hause DC in Kooperation mit Warner Bros. haut man in der Neuzeit oft keine so sensationellen Granaten raus … davon merkt man hier halt einfach mal rein überhaupt nichts.

Und jetz‘ sag einer, die Zwangspause war zu nichts gut: Es geht nämlich weiter, denn ab nächster Woche wird The Dark Knight und eine Woche drauf The Dark Knight Rises gezeigt und ich zitter jetzt schon vor Aufregung und Vorfreude.

Es gibt KEINE Ausreden, diese Woche irgendwas als Vorwand zu nutzen, um nicht eine der Event-Vorstellungen zu besuchen, um sich diesen Film wieder im Kino reinzuziehen: Spätestens dann merkt ihr, dass VoD und der ganze Home-Cinema-Bullshit einpacken können und die große Leinwand IMMER gewinnt.

DAS ist wahrhaftiges Kino ohne all die jammerläppigen Eigenschaften, die moderne Filme inzwischen so an sich tragen: die alte, unberührte Kunst, die ein Epos feiert, wie es das bisher kein zweites Mal gibt.

Allein die Tiefe der Batman-Saga, ihre Verwurzeltheit mit den tiefsten Urängsten und -instinkten der Menschheit ist einmalig und in meinen Augen hat Nolan genau das auf den Punkt gebracht. Seine Düsternis, diese von anderen hin und wieder kritisierte „Dunkelheit“, die eben nicht auf Humor und Tralala aufbaut, sondern sich gediegen wie ein kristallscharfes Schwert ungehindert durch deine Adern schiebt, ist genau mein Ding.

Ich feiere es, dass man nun (gezwungenermaßen) zu alten Mitteln greift, um die Menschen zurück ins Kino zu holen … und nicht die Kinos gewinnen, sondern ihr, wenn ihr die Chancen nutzt, denn dieses Ereignis ist mit Geld nicht aufzuwiegen.

Achja: CinemaxX z.B. bietet die Filme derzeit übrigens für 4,99 € an … wer da noch rumjammern möchte, dem ist tatsächlich auch nicht mehr zu helfen. Eben genau wie vor 15 Jahren – auch beim Preis.

ZIEHT EUCH DIESES EPOS REIN! So eine Chance kriegt ihr nicht wieder!

Nachspann: ⚪️⚪️⚪️ | Die Musik, Leute! Diese unfassbare, eindringliche und beispiellose Musik … wer darauf verzichten möchte … bitteschön.

Kinostart: 16. Juni 2005

Original Title: Batman Begins
Length: 140 Min.
Rated: FSK 12


Godzilla II: King of the Monsters

Godzilla 2: King of the Monsters - Filmplakat
© 2019 Warner Bros. Entertainment Inc.

Spätestens jetzt habt ihr einen Grund, eure Reise zum Dolby Cinema™ anzutreten, denn: Wenn es einen Film gibt, den man in diesem Kino gesehen haben sollte, dann den.

Wer sich die Mühe macht und mal in einschlägigen Film-Datenbanken nach Godzilla sucht, wird feststellen, dass die Welt förmlich überschwemmt von Angeboten dieser Art ist: Hunderte Movies, Serien, Universen aus Japan, die einen Klassiker von Moviemonster erschaffen haben, der es hierzulande scheinbar nie zu solch bühnenreifer Allgegenwärtigkeit geschafft hat, wie dort.

Genau das wird Godzilla II: King of the Monsters jetzt wohl ändern.

Wenn Amerika etwas kann, dann das: Groß, größer, noch größer, Actionschlachten, viel Gebrüll und wenig Inhalt, dafür aber auf die Fresse, dass alles um einen herum zittert und man förmlich in tosendem Gewüte untergeht.

Eine brachiale Schlacht der Superlative, die vor CGI nur so strotzt und genau das par excellence liefert – in einer nie da gewesenen Überwältigung.

Dolby Vision™

Godzilla II: King of the Monsters ist von natura schon so aufgebaut, dass nicht mit präziser Schärfe und Knalligkeit, sondern eher mit Staub, Wirbeln, Ungenauigkeit und einer gewissen Computerspiele-Vehemenz gearbeitet wird, die die Tierchen eben nicht in jahrelange Rechen-Exzesse schicken, sondern sich nicht allzu sehr mit grafischen Details aufhalten, immerhin ist am Ende sowieso alles im Arsch.

Das heißt jetzt nicht, dass hier mit Minecraft-ähnlichen Blöckchen-Miesepeter-Grafiken gearbeitet wurde, sondern einfach nur, dass es etwas neblig, regnerisch und generell „dusty“ in der Atmosphäre ist und man sich somit nicht all zu sehr auf oberkantige Linien konzentrieren musste, wie es z.B. bei Transformers oft der Fall war.

Und das heißt ebenfalls nicht, dass an irgendeiner Stelle die brachiale Gewalt in irgendeiner Form weniger beeindruckend wäre.

Und das Schwarz sieht im Dolby Cinema™ immer noch besser aus, als in anderen Kinos.

Der Grund, dieses Kino zu wählen liegt jedoch wieder einmal bei…

Dolby Atmos™

Yes. Hier – wird – gebrüllt! Und zwar wie!

Wer sich die Blöße geben möchte, sollte auf YouTube alles zusammensuchen, was er an originalem Trailermaterial auftreiben kann, seine Familie und Nachbarn an irgendeinen entfernten See schicken und dann die Boxen aufdrehen, dass sich schmutzige Scheiben und Fensterbretter von selbst putzen: Die PR-Arbeit für diesen Film ist obererste Sahne und sowas von mächtig geil, dass allein das schon reichen würde, damit einem im Kino einer abgeht.

Und der Höhepunkt ist dann, wenn man im Dolby Cinema™ hockt und wirklich alles um einen herum anfängt, zu toben: Dieses Spektrum an Sound-Effizienz und alles umgebender Lautstärke ist genau das, was diesen Film großartig macht: Ein Spektakel technisch überragender Majestät, die es so kein weiteres Mal auf der Welt gibt.

Und nein, ich übertreibe nicht.

Ja, der Film hat zwischendurch seine Längen, trieft wieder vor Schlecht-Sein in punkto Plot, hat die gleichen dämlichen Charaktere ohne Tiefgang und Profil und ist absolut vorhersehbar, doch deswegen geht man nicht in so einen Film, oder?

Was man hier sehen will, ist Action, Gewalt, Krach, fetzige Kämpfe, lautes Geschrei und eine Superlative nach der anderen – und genau das kriegt ihr geliefert.

Lasst euch nicht davon abschrecken, dass das nur ein zweiter Teil ist: Die Macher haben es absolut drauf und liefern erstklassiges Popcorn-Action-Kino, das – nicht übertrieben – alles bisherige weit in den Schatten stellt. Superlativen, lautes Gebrüll und monströse Giganten, die aufeinander losgelassen werden und sich dabei eine epische Schlacht apokalyptischen Ausmaßes liefern, die nur im Kino wirklich wirkt. Alles andere ist Quatsch und sollte gar nicht erst in Betracht gezogen werden.

Nachspann: ⚪️⚪️🔘 | Auch, wenn eure Mit-Kinogänger vorzeitig aus dem Saal rennen: Ihr seid am Ende diejenigen, die ihnen sagen können „Da kam tatsächlich noch eine sehr lange Sequenz, die die Vorfreude auf den nächsten Godzilla angeheizt hat, der bereits 2020 in die Kinos kommen soll.“ – Also bleibt bitte unbedingt bis ganz zum Schluss sitzen!

Kinostart: 30. Mai 2019

Original Title: Godzilla: King of the Monsters
Length: 132 Min.
Rated: FSK 12