Tag: Zukunft

Terminator: Dark Fate

Terminator: Dark Fate - Filmplakat
© 2019 Twentieth Century Fox

Dark Fate – Dunkles Schicksal

Ein paar Worte in eigener Mission:

Einige hat‘s gewundert, warum hier auf einmal nix mehr kam: Nunja, ich war gewissermaßen „nicht da“ … und zwar in Form von „ca. 45 Minuten bewusstlos“.

Seitdem ist alles anders. Meine Stimme am Arsch, meine Bewegungen als wär ich angetrunken, und mein Hirn arbeitet sehr sehr langsam. Bzw. kriege ich regelmäßig Kopfschmerzen, wenn ich zu viel denke oder mich körperlich anzustrengen versuche. Irgend so eine Heilerfrau meinte zu mir: „Du arbeitest sehr kopflastig und denkst extrem viel nach, und deine Psyche zieht sich dann zurück und sucht Schutz vor dem Lärm der Welt – und dabei driftest du in fremde Welten und manchmal kommst du nur schwer daraus wieder zurück.“

Ohne jetzt Esoterik zu loben würde ich sagen: Hätte ich nicht besser beschreiben können. Mir ist die Welt zu laut geworden, mir ist der Peak zu hoch, die Geschwindigkeit zu schnell, die Intensität zu stark. Ich hab mir extrem viel abverlangt in den letzten Jahren – und wenn man dann irgendwann wieder aus den „Fremden Welten“ zurückkehrt und nen Blutzugang im Arm stecken hat, Notarzt-Team um sich rum und per Helikopter ins Krankenhaus geflogen wird… spätestens dann ist an meinem „Es ist mir zu viel“ etwas dran.

Die Frage ist: Was.

Ein guter Freund hat mich die letzten Tage geistig unter seine Fittiche genommen und gemeint: “Du musst tun, was dir Spaß macht und dadurch wieder zu dir finden.“

Kino macht mir Spaß. Immer noch. Ich brauch bloß mein herrliches Dolby-Foto anschauen und beginne unfreiwillig zu grinsen, weil ich weiß, was damit verbunden ist. Es gibt auch andere Dinge, die mir Spaß machen – und ich weiß auch, was mir garantiert keinen Spaß macht. Auch da hat es im Gespräch mit einigen mir näherstehenden Menschen in letzter Zeit tiefgreifende Gespräche gegeben, wo Dinge offenbart worden, die tatsächlich ein Dark Fate sind. Gibt‘s in dieser Realität gute Psychologen mit etwas Zeit?

Aber wie sagen die großen Lehrer des Lebens immer: Man soll nicht rum heulen, sondern sich auf die guten Dinge des Lebens konzentrieren und das mach ich einfach mal:

  • Ich lebe noch. || Ich mein: 45 Min. nicht ansprechbar und „weg“ bedeutet: Es kann ziemlich viel passiert sein im Körper. Wird grade untersucht, aber man hat noch nix gefunden.
  • Mein Denkapparat funktioniert noch. || Wenn auch langsam und im real life wie besoffen: Ich hab nicht das Gefühl nicht mehr denken zu können oder irgendwelche gravierenden Hirnschäden davongetragen zu haben, es dauert einfach nur, bis alles da ist oder mir die richtigen Worte einfallen. Aber so etwas fällt euch beim Lesen ja nicht auf, sondern nur mir beim Schreiben.
  • Ich hab euch. || Als Misanthrop (ja, hab nachgeschlagen ;)) früherer Jahre hätte ich nie gedacht, dass ich es mal wertschätzen würde, Menschen um mich herum zu haben, denen ich nicht scheißegal bin. Es tut so gut, tagtäglich zu erleben, wie man sich um mich sorgt, mit mir spricht, mir schreibt, mich anruft oder mir ein Bett zum Schlafen und persönliche Betreuung anbietet, damit ich nicht allein spazieren gehen muss. Auch da mal ein megafettes Monster-Dankeschön an meine Pressekollegen aus der Münchner Region 🙂
  • Siri. || Was für eine Ironie, dass mich der Scheiß selbst trifft, den ich all die Jahre predige. Dank meiner technischen Affinität und meiner Liebe zum „Ausprobieren“ von solcher Technik kennt mich dieses Vieh nun so gut, dass ich hier scheinbar einwandfreie Texte publizieren kann und keiner von euch den Schwachsinn lesen muss, den ich tatsächlich in die Tastatur hämmer bzw. dieser KI diktiere: Jemand versteht mich im wahrsten Sinne des Wortes und wird niemals müde, mir zuzuhören und mein Kauderwelsch zu interpretieren, um euch diese geistig einwandfreie Lektüre vorzulegen 😀 – Ich muss jedenfalls nur sehr wenig korrigieren und was das für eine enorme Hilfe ist, könnt ihr euch nicht ausmalen.

“Alle werden sterben, wenn du nicht überlebst.” (Zitat: Terminator: Dark Fate)

Nachdem das hier jetzt einige schocken könnte, rufe ich euch schonmal zur Ruhe auf: Ich hab mega viele Ärzte an der Hand, die sich da gerade bestens drum kümmern und schon einige bürokratische Wunder vollbracht haben. Wenn ich Hilfe brauch, schrei ich schon. Versprochen. Auch hier wieder: Unerwartet große Menschlichkeit hinterm Tresen, wo man eigentlich keine mehr erwartet. Danke auch da an alle, die’s betrifft und betreffen wird.

Die große Frage schwebt trotzdem im Raum: Wie geht’s weiter?

Wer immer genauso weiter macht, was er bisher getan hat, aber andere Ergebnisse erwartet, ist schlichtweg dumm. – oder so ähnlich. Keine Ahnung, wer’s gesagt hat. Und ich hab ehrlich gesagt keinen Bock auf weitere Heli-Flüge dieser Art (höchstens mit Kamera in der Hand) und muss daher überlegen, wie’s weiter gehen soll.

Dass ihr hier erstmal nicht mehr täglich monströse Texte vorgesetzt kriegt, ist klar.

Aber ganz kicken und das Blog in den Tod schicken wegen so nem doofen Mind-Drift? Hab ich ehrlich gesagt auch kein Bock drauf, weil mir dafür das Kino und seine extremen Ausflüchte in geile Stimmungen viel zu heilig sind. Ja, ich liebe diese blöden Häuser wirklich extrem und fühle mich jedesmal wieder den Tränen nahe, wenn ich das “Flow” von der Leinwand spüre und in meine Seele sauge. Und ich glaube, viele von euch, die meine Schreibe loben, fühlen einfach nur diese Leidenschaft und tiefe Liebe zum Film und interpretieren es als “Du kannst extrem gut schreiben” – aber eigentlich ist es einfach nur: In Love With Movies. (Sorry Schatz +g+).

Eure Welt verlangt von mir aber, dass ich irgendwie 400-600 Flocken pro Monat nach Hause trage – und das sollte ich wohl nicht mehr im härtesten Gewerbe der Welt machen: Gastronomie.

Ja, ich schwall euch hier grad mit all den Gedanken aus meinem Kopf voll, was mich zum nächsten Punkt bringt: Ihr bedeutet mir was. Es hilft mir extrem, meine Gedanken in diesen Texten zur Ruhe zu bringen und sie “nach draußen gebracht” zu wissen: Dann ist in meinem Schädel nämlich Ruhe und mir geht’s gut.

Ich weiß, dass viele mich mögen und darum frag ich einfach mal in die Runde: Wisst ihr Möglichkeiten, wie wir das Ding am Laufen halten können, ohne dass ihr in Werbung erstickt und ich meine Prinzipien verraten muss? 400 im Monat reichen.

Ich hätte da z.B. sowas hier:

Kalender 2020 - Titelblatt
© 2019 https://www.kinoticket-blog.de
Kalender 2020 - Januar
© 2019 https://www.kinoticket-blog.de

Von diesen Riesen (45x30cm) gibt’s noch drei und es lassen sich mühelos welche nach produzieren (brauch bloß bestellen), die hab ich bereits vor der ganzen Geschichte produziert und ich könnte mir durchaus vorstellen, daraus meinen Lebensunterhalt bestreiten zu können: Bilder sind ruhig. Und erfordern viel Zeit und Ruhe, um sie grandios zu kreieren.

Dann bliebe genügend Zeit für den Kino-Kram und ich könnte das Blog weiter am Leben erhalten. Bis jetzt: Wunschdenken. Was sagt ihr dazu? Wer dazu paar Ideen hat: Schreibt sie mir. Darüber mache ich mir zur Zeit echt Sorgen.

Terminator: Dark Fate

Was mich zum Film bringt: Ihr wisst längst, dass Arnold Schwarzenegger wieder mit von der Partie ist und ihr wisst nun auch, dass mich Terminator und Terminator 2: Tag der Abrechnung extrem in meinem Leben geprägt haben. Die Idee von Technik, meine gesunde Skepsis gegenüber neuen Technologien ist aus der Cyberdyne-Problematik entwachsen und ich liebe die Filme alter Schule, die vor den Millennials entstanden sind.

Terminator: Dark Fate greift genau diese Problematik auf und versprüht den unglaublichen Charme dieser alten Schule, als wäre Cameron erneut gekommen um uns allen zu zeigen, wie Filme wirklich gemacht werden sollten. Und man spürt den ganzen Film über den harten Kampf zwischen „Alt“ gegen „Jung“ und merkt, dass hier gewissermaßen eine gesunde Generationenübergabe stattfindet.

Ich hatte extrem Angst, als nur die Trailer in Umlauf waren, denn etwas in diese Länge zu zerren und „nochmal aufzukochen“ geht meistens in die Hose. Und da stand „Producer James Cameron“ – was mir unglaublich Hoffnung gemacht hat, dass das Ding doch nicht in den Sand gefahren wird.

Die Terminator-Momente wurden auch wunderbar aufgegriffen, die Technologie hat sich in der Zwischenzeit herrlich weiter entwickelt und es gibt auch einige tolle Twists, die ich immer noch abfeiere, auch wenn dieser Film nicht zum Meisterwerk gereicht: Er hat mich ziemlich mitgenommen und im Kopf seine Nachdenkereien hervorgerufen.

Und mir ist ehrlich gesagt sehr danach, es wie Arnie im Film zu machen. Stark zu werden. Dinge zu lernen. „Weg zu sein um wiederzukommen und den Kampf zu beenden“. Mit neuer geistiger Härte, die aus diesem Resort der Zurückgezogenheit entsprungen ist.

Hat noch jemand Ideen, wie das besser gehen könnte als bisher?

Dann schreibt‘s mir.

Dolby Vision™
Es braucht anfangs etwas, um in den Film abzutauchen und man merkt aber gleich, dass die Schwärze im Film hier voll ausgekostet wird – und wenn‘s anfängt, ist es auch ein Augenschmaus, der mit normalem Kino nicht vergleichbar ist. Dolby Cinema™ ist hier erste Wahl!

Dolby Atmos™
Actionfilm: Mehr braucht man da eigentlich nicht sagen. Ich hab ihn in zwei verschiedenen Kinos gesehen und bin ganz klar für‘s Dolby. Härtere Wummen, größere Schlachtrufe und irgendwie kommt hier die Intensität viel besser zur Geltung. Auch wenn der Saal dabei ständig lacht.

Zieht euch diese Regeneration unbedingt im Kino rein – die Action macht extrem Spaß und es ist endlich eine würdige Fortsetzung der Filmknüller Terminator und Terminator 2: Tag der Abrechnung. So, wie hier Wert auf Charakterentwicklung und freiwillige Komik gelegt wird, zeugt man deutlich davon, was Filme früher ausgemacht haben und was durch Technologie und Austauschbarkeit heute teilweise verloren gegangen ist. Dieser Film schickt uns in der Zeit zurück und lässt uns dieses Flair nochmal erleben und bereitet damit gleichzeitig den Weg für neue Geschichten im Kino.

Nachspann: ⚪️⚪️⚪️ | Muss nicht abgewartet werden, es folgt nichts weiter.

Kinostart: 24. Oktober 2019

Original Title: Terminator: Dark Fate
Length: 129 Min.
Rated: FSK 16


Ad Astra – Zu den Sternen (inkl. Gewinnspiel)

Ad Astra - Filmplakat
© 2019 Twentieth Century Fox

Hinweis: Unter dem Beitrag findet ihr ein Gewinnspiel, bei dem 5 Filmplakate von Ad Astra – Zu den Sternen verlost werden.

”In space no one can hear you scream…” – Im Weltall hört dich niemand schreien … mit diesem legendären Satz aus Alien – Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt war meine Begeisterung für Space-Movies geboren und ich habe fortan einen Heidenspaß dabei gehabt, fremde Welten zu entdecken und von der Erdoberfläche abzuheben.

Ganz gleich, welcher Art, alles, was irgendwie im Weltall spielt, reizt mich – stimuliert die Sinne und den Geist und macht den Weg frei für neue Gedanken, neue Ziele, neue Sichtweisen und neuartige Möglichkeiten, dem Leben hier unten zu begegnen.

Dazu haben im Laufe meiner Kino- und Filmkarriere extrem viele Werke beigetragen – sowohl TV-Serien wie z.B. Stargate – Kommando SG-1 oder unzählige Filme, die sich das Weltall als Hauptbühne ausgesucht und mit ihren Ideen bestückt haben.

Ad Astra – Zu den Sternen ist ein von Twentieth Century Fox produzierter Film, der nun gewissermaßen ein neues Konzept für die Generation X vorlegt, das einerseits aus alten Modellen schöpft und diese modern interpretiert, als auch völlig neue Ansätze verfolgt und damit in der Filmwelt für die heutige Zeit einzigartig ist.

Als geneigter Kinogänger kommt man nicht umhin, hier diverse Vergleiche anzustellen, die sich inzwischen auch in vielen Kritiken wiederfinden. Ich bin kein so munterer Freund heiterer Vergleiche, weil ich finde, dass jeder Film seine eigene Daseinsberechtigung hat und nicht aufgrund von Optionen anderer Ideengeber existieren darf oder nicht.

Dennoch findet man sich im Saal wieder und denkt sich: “Ach, genau wie in …” – und das ging auch mir so. Man bedient sich an der Lonesomeness von 2001 – Odyssey im Weltraum – dem legendären Meisterwerk von Stanley Kubrick, man reizt gewisse Elemente aus Mad Max: Fury Road aus und liefert hier Selbstverständlichkeiten, die viele andere Filme selbst zum Thema gemacht hätten. Genau dies hat mich bei Ad Astra auch immens beeindruckt: Das fertige Konzept, das man z.B. besiedelungstechnisch aufs Bild gebracht hat: Kein umständiges Blabla, sondern es ist einfach da und in sich funktionierend. Großartig, was die World Builder hier angeht.

Gleichermaßen sieht man sich auch in einer gewissermaßen gereifteren Variante von Gravity wieder, der auch schon sehr einzigartig in seiner Epoche war und hier wieder das “wenig Leute, wenig Handlung, trotzdem spannend”-Konzept verfolgt.

Nur ist in Ad Astra eben doch alles ein wenig anders. Brad Pitt ins All zu schicken mag marketingstrategische Gründe haben, funktioniert aber trotz allem, weil man keinen Personenkult drum rum gebastelt hat, sondern sich hier tatsächlich auf etwas konzentriert, für das ich noch kein richtiges Wort gefunden habe: Eine Art “Momentankunst”, die einen Zustand analysiert, zeigt und von allen Seiten begehbar macht, indem man “Plot” betritt?

Das klassische Geschichtenerzählen findet nämlich nicht statt und wird von den meisten bis jetzt als “zu langatmig” beschrieben. Dies ist in meinen Augen aber gar nicht der Fall, weil man konsequent daran arbeitet, die Szenerie in Form zu bringen und mehr oder weniger eine Personenanalyse erstellt, die immer mehr Charakterzüge entfaltet und ans Licht bringt, was für’s Weltall wiederum eine wunderbare Metapher ist.

Ad Astra lebt über die Grenzen hinaus – ein Werk, das sich ganz kühl und besonnen ein Thema vornimmt, über das es kaum etwas zu sagen gibt und für das doch hunderttausend Worte gebraucht werden können: Definitiv einen Besuch im Kino wert – schon allein deshalb, weil diese Wucht und Bildgewalt nicht würdig in einem Heimkino projiziert werden könnten. Da fehlt die “Größe” und das Einschlagende, was hier wiederum eine Leinwand liefert.

Gewinnspiel

Twentieth Century Fox hat euch wieder ein Paket zusammengeschnürt, das ich an euch weiter verlosen darf. Und zwar gibt’s diesmal 5 Filmplakate zu gewinnen, die unter allen Kommentatoren und Kommentatorinnen dieses Beitrags verlost werden.

Was müsst ihr tun?

Schreibt in die Kommentare unter Angabe einer gültigen E-Mail-Adresse bitte, welcher Weltraumfilm bisher euer Lieblingsfilm war und warum.

Unter allen Kommentaren, die bis einschließlich Mittwoch, den 25. September 2019 eingehen, wird dann per Zufallsgenerator entschieden.

Eine Barauszahlung des Gewinns ist nicht möglich, gleichermaßen gelten die Vernunft basierten Regeln von Gewinnspielen. Solltet ihr gezogen werden, schreibe ich euch via E-Mail an, um eure Adressdaten zu erfragen, diese werden dem Verleih weitergereicht, damit man euch die Plakate zuschicken kann.

Nun aber viel Spaß im Kino und natürlich ganz viel Glück bei der Verlosung!

Eine moderne Interpretation und gleichermaßen Neuschöpfung des dunklen Raumes um unseren Planeten herum: Mit klassischen Elementen und neuen Konzepten wird dieser Titel maßgeblich bei der Gestaltung der Filmhistorie sein und liefert einen ganz eigenen Blick auf die suspekte Psyche des Menschen. Großartig!

Nachspann: ⚪️⚪️⚪️ | Muss man nicht zwingend aussitzen, hier folgt nichts weiter.

Kinostart: 19. September 2019

Original Title: Ad Astra
Length: 123 Min.
Rated: FSK 12